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Forschung

Forschungsschwerpunke:

  1. Erkrankungen des Immunsystems.
  2. Maligne Tumore des Immunsystems (Konsultations- und Referenzzentrum für Lymphknoten- und Hämatopathologie).
  3. Molekularpathologie.

Ziele der Forschung des Instituts:

  1. Verbesserte patientenorientierte Diagnostik.
  2. Besseres Verständnis der Tumorentstehung.
  3. Entwicklung neuer Methoden, die neue Therapien ermöglichen sollen.

1. Grundlagen des Immunsystems:
Prinzipiell wird zwischen einem angeborenen und einem erworbenen (adaptiven) Immunsystem unterschieden. Das adaptive Immunsystem gliedert sich in ein B-Zell- (Antikörperbildung) und ein T-Zell-basiertes (Antigenerkennung, Zytotoxizität, B-Zell Hilfe) System und übernimmt eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung von Krankheitserregern, der Toleranz körpereigenen Gewebes und der Abstoßung von Fremdgewebe. Im Zuge von Differenzierungs- bzw. Reifungsprozessen gefährden lymphoide Zellen ihre genomische Integrität. Das somatische Rearrangieren von Immunglobulin bzw. T-Zell-Rezeptor Genen, zur Generierung einer hohen Diversität der Immunzellen, geht immer mit der verstärkten Gefahr von genetischen Aberrationen einher. Keimzentrums B-Zellen scheinen hierbei besonders von diesen onkogenen Läsionen betroffen zu sein, da sie während einer Immunantwort zusätzliche Änderungen ihres Genoms vornehmen (somatische Hypermutationen, Immunglobulin Klassenwechsel).
Insgesamt verlaufen die zellulären Interaktionen und molekularen Vorgänge innerhalb des Immunsystems sehr komplex. Es ist jedoch von entscheidender Bedeutung, diese Prozesse besser zu verstehen und zu studieren, um die Entstehung der verschiedenen Erkrankungen des Immunsystems besser nachvollziehen zu können.

2. Maligne Tumoren des Immunsystems (Konsultations- und Referenzzentrum für Lymphknoten-Hämatologie):
Eine der schwerwiegendsten Erkrankungen des Immunsystems stellen die malignen Lymphome dar. Als Konsultations- und Referenzzentrum für maligne Lymphome stehen diese bösartigen Tumore natürlich im besonderen Fokus unserer Forschungsarbeiten.
Im Grunde ist die Malignisierung jeder langlebigen Zelle denkbar, am häufigsten entarten jedoch B-Zellen (ca. 90% aller Tumoren des Immunsystems, ca. 5 Patienten pro 100.000 Einwohner, pro Jahr) und bilden zahlreiche verschiedene B-Zell-Lymphome, wie z.B. das Hodgkin-Lymphom. Seltener entstehen Tumore aus T-Zellen (ca. 10% aller malignen Lymphome).
Unser Institut arbeitet an der Verbesserung der Diagnostik und frühen Erkennung dieser ganz unterschiedlich verlaufenden bösartigen Erkrankungen des Immunsystems. Die Diagnose wird auch heute noch mit dem Mikroskop gestellt und durch viele moderne Verfahren ergänzt. Besonders wichtig sind monoklonale Antikörper, die Tumorzellen speziell markieren und dadurch sichtbar machen. Auch die diagnostische Untersuchung der DNA, der RNA und bestimmter Signalmoleküle ist in der täglichen Diagnostik von entscheidender Bedeutung.

3. Molekularpathologie:
In unserem Institut werden verschiedene molekulare Methoden eingesetzt, die es gestatten, die Eigenschaften und Funktionen von B-Lymphozyten und T-Lymphozyten bzw. ihrer malignen Gegenstücke besser analysieren zu können. Unter anderem werden von uns erstmals entwickelte Techniken eingesetzt, die eine Untersuchung einzelner Gene einer Zelle ermöglichen (Einzelzellanalysen; Deutscher Krebshilfepreis, 2001: Hansmann ML, Küppers R, Rajewsky K). Mit einer Laser-basierten Methode können wir einzelne Zellen aus einem histologischen Schnitt unter dem Mikroskop isolieren und anschließend molekular untersuchen.
Die Molekularpathologie dient uns als wichtiges Werkzeug, um einen Einblick in die normalen und gestörten Eigenschaften von Lymphozyten zu erhalten. Beispielhaft sei erwähnt, dass wir die gespeicherte Information im Zellkern der Tumorzelle mit speziellen Verfahren lesen (PCR) und damit Informationen finden können, ob und wieso es sich um eine Tumorzelle handelt. Auch die Rezeptoren und Signalmoleküle werden von uns auf transkriptioneller (RNA; z.B. Micro-Array, qPCR) bzw. translatorischer Ebene (Protein; z.B. Durchflusszytometrie, Western-Blot, Immunhistochemie) untersucht. Mit dieser Vorgehensweise können wir den Tumor nicht nur besser diagnostizieren und verstehen, sondern auch den behandelnden Arzt informieren, damit er eine spezifische und zielgerichtete Therapie einleiten kann.

Bei der bioinformatischen Analyse des Hodgkin Lymphoms findet eine Kollaboration zwischen Pathologen und Bioinformatikern (Prof. Ina Koch) statt: http://www.bioinformatik.uni-frankfurt.de/collaborations/hodgkin-group.html.

Weiterhin sind wir bestrebt, unsere Beobachtungen und Ergebnisse in funktionellen Modellen zu validieren. Hierbei arbeiten wir sehr eng mit der in unserem Institut ansässigen T-Cell Lymphoma group (Leitung Dr. S. Newrzela) zusammen.

T-Cell Lymphoma group

Allgemeine Informationen

Institutsdirektor:
Prof. Dr. Dr. h.c. Martin-Leo Hansmann

Vorzimmer:
Jacqueline Liebezeit

Kontakt:
Tel: +49 69 / 6301-5364
Fax: +49 69 / 6301-3903
eMail:Jacqueline.Liebezeit@kgu.de

Adresse:
Universitätsklinikum Frankfurt
Dr. Senckenbergisches Institut für Pathologie
Haus 6
Theodor-Stern-Kai 7
60590 Frankfurt am Main

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