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Unser Labor beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit invasiven Pilzinfektionen, an denen ein beträchtlicher Anteil der Patienten unter intensiver Chemotherapie oder nach allogener Stammzelltransplantation erkrankt. Da die Prognose dieser Infektionen trotz der verfügbaren Antimykotika weiterhin schlecht ist, versucht unsere Arbeitsgruppe immuntherapeutische Strategien zur Prophylaxe oder zur Therapie der Pilzinfektionen zu entwickeln. So wurde von uns ein Verfahren etabliert, mit dem wir aus dem Blut gesunder Spender funktionell aktive, spezifisch gegen Pilze wie Aspergillus spp, Candida spp oder Mucomyceten gerichtete T-Zellen generieren können, die in weiteren Arbeiten charakterisiert wurden. Derzeit wird in einer multizentrischen Studie Sicherheit und Effektivität einer Immuntherapie mit vom Spender generierten antifungalen T-Zellen bei stammzelltransplantierten Patienten mit invasiver Pilzinfektion evaluiert.

Eine andere Möglichkeit einer Immuntherapie könnte die Gabe von Natürlichen Killer (NK) Zellen sein. Entsprechend den Ergebnissen unserer Gruppe zeigen diese NK-Zellen einen direkten pilzschädigenden Effekt durch Perforin. Zusätzlich scheiden die NK-Zellen Interferon aus, das die Phagozytoseaktivität der Granulozyten erhöht. Allerdings zeigten weitere Untersuchungen unseres Labors, dass Pilze die Freisetzung von Interferon aus NK Zellen hemmen und so immunsupprimierend wirken. Mit unseren Untersuchungen wird es in Zukunft hoffentlich möglich werden, zielgerichtet die körpereigene Immunität gegen Pilzinfektionen zu verbessern. Das Potential der NK Zellen hinsichtlich einer Immuntherapie gegen Pilzinfektionen wird derzeit in Kooperation mit dem Georg-Speyer-Haus im Maus-Modell geprüft.

Zusätzlich nimmt die Arbeitsgruppe an multizentrischen Studien für Epidemiologie, zur Diagnostik und zur Therapie von Infektionen bei immunsupprimierten Patienten teil. Im Rahmen dieser Arbeit kooperieren wir unter anderem mit der Universitätkinderklinik in Münster, dem St. Anna Kinderspiatl in Wien, dem Hospital for Sick Children in Toronto und dem Children´s Hospital of Philadelphia (genomweite  Analyse zu Suszeptibilitätsmarkern für Infektionen bei Kindern mit akuter myeloischer Leukämie).

 

 

Literaturverzeichnis/References Prof. Dr. med. Thomas Lehrnbecher

 

Allgemeine Informationen

Leiter:
Prof. Dr. med. Thomas Lehrnbecher
Tel.: 069/6301-83481
Fax: 069/6301-83168
thomas.lehrnbecher@kgu.de

Labor:
Dr. phil. nat. Stanislaw Schmidt 
Tel.: 069/6301-83928
stanislaw.schmidt@kgu.de

Sekretariat:
Frau S. Kunz
Tel.: 069/6301-7126
Fax: 069/6301-83168
sandra.kunz@kgu.de

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