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17.03.17

Im Einsatz gegen Krebs: José Carreras in Frankfurt

Der weltberühmte Tenor hat am 17. März die „José Carreras Ambulanz für Molekulare Therapien“ am Universitätsklinikum Frankfurt eingeweiht.

José Carreras und Prof. Hubert Serve im Pressegespräch anlässlich der Einweihung der "José Carreras Ambulanz für Molekulare Therapien" am Universitätsklinikum Frankfurt.

Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung engagiert sich seit vielen Jahren in großem Umfang für die Krebsforschung am Universitätsklinikum. Spenden in Höhe von fast sechs Millionen Euro hat die gemeinnützige Organisation von Startenor José Carreras der Frankfurter Universitätsmedizin insgesamt zur Verfügung gestellt. Zu Ehren des Stifters erhielt die neugestaltete Spezialambulanz den Namen „José Carreras Ambulanz für Molekulare Therapien“. Gemeinsam mit Repräsentanten des Universitätsklinikums hat José Carreras die Einrichtung am 17. März offiziell eingeweiht. Leukämie- und Krebspatienten werden hier auf höchstem wissenschaftlichen Niveau behandelt.

Prof. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender, stellte bei der Einweihung die Bedeutung für das Universitätsklinikums heraus: „Die José Carreras Ambulanz für Molekulare Therapien fördert und stärkt in erheblichem Maße die klinische und wissenschaftliche Infrastruktur am Universitätsklinikum und am Universitären Centrum für Tumorerkrankungen.“

Prof. Thomas Klingebiel, Prodekan des Fachbereichs Medizin und Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, hob wiederum die Vielseitigkeit der Förderung hervor: „Die José Carreras Leukämie-Stiftung und ihr Stifter leisten in zahlreichen Projekten einen ganz wichtigen Beitrag für unsere Forschungsarbeit. Sie sind für uns ganz wesentliche Partner im Kampf gegen den Krebs.“

Prof. Hubert Serve, Direktor der Medizinischen Klinik II, ergänzte: „Von der Unterstützung der Stiftung profitieren unsere Patienten und über die Forschungsergebnisse auch Betroffene weit über die Frankfurter Grenzen hinaus.“

José Carreras: „Es ist eine große Ehre für mich, dass die Ambulanz für Molekulare Therapien am Universitätsklinikum Frankfurt künftig mit meinem Namen verknüpft sein wird. Eigentlich gebührt diese Auszeichnung aber unseren vielen Spenderinnen und Spendern, die uns seit über zwei Jahrzehnten großzügig unterstützen. Über 200 Millionen Euro konnten wir bislang an Spenden generieren und damit über 1.100 Projekte fördern, wie auch viele in Frankfurt. Dank des großen Engagements der Ärzte und Pflegekräfte gelingt es uns immer öfter, Menschenleben zu retten und Leid zu lindern, auch wenn wir unser großes Ziel noch nicht erreicht haben: Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem.“

Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand der José Carreras Leukämie-Stiftung: „Nur die zuverlässige Betreuung von Patienten ergänzt um innovative Behandlungsansätze, wie sie am Universitätsklinikum Frankfurt praktiziert werden, können langfristig Fortschritt generieren und Lebenszeit und -qualität schenken. Es ist jedes Mal berührend, wenn es Ärzten gelingt, einen Patienten zu heilen und in ein neues, zweites Leben zu entlassen. Solche Erfolge sind Ansporn für die José Carreras Leukämie-Stiftung und all ihre Unterstützer.“

Zielgerichtete Therapien gegen Krebs
Grundlage der Therapie von Krebserkrankung ist weiterhin die Chemotherapie sowie bei Erkrankungen des blutbildenden Systems auch die Stammzelltransplantation. Bei vielen Erkrankungen konnten die Heilungschancen so deutlich verbessert werden. 

Mit der José Carreras Ambulanz für Molekulare Therapien werden die Frankfurter Ärzte und Wissenschaftler in die Lage versetzt, den Patienten noch bessere Behandlungsmöglichkeiten zu bieten und einen wichtigen Forschungsbeitrag zu leisten. Das Besondere am molekularen, zielgerichteten Ansatz ist, dass hier nicht breit und unspezifisch wirkende Chemotherapien eingesetzt werden. Stattdessen attackieren die Therapien punktgenau krankhaft veränderte Signalwege in den Tumorzellen. Signalwege sind dafür verantwortlich, wie sich Zellen in einem Organismus verändern: ob sie absterben oder sich vermehren.

Bei Krebserkrankungen sind diese natürlichen Mechanismen gestört. Deshalb zielen die molekularen Therapien darauf ab, ihre reguläre Funktionsweise wieder in Gang zu setzen. Auch neuartige Immuntherapien kommen zum Einsatz, mit denen blockierte Selbstheilungskräfte des Menschen wieder aktiviert werden. Neue Therapieansätze, die im Rahmen klinischer Studien geprüft werden und damit strengen Regularien unterliegen, können in dieser spezialisierten Einheit unter optimalen Bedingungen geprüft werden.

Lebensqualität und Gesundheitszustand geheilter Patienten
Die immer besseren Heilungschancen durch innovative Therapien setzen den Fokus auch auf den langfristigen Gesundheitszustand der Patienten. Auch hier hat die Förderung der José Carreras Leukämie-Stiftung dazu beigetragen, dass durch Forscher des Universitätsklinikums wichtige Ergebnisse erzielt werden konnten. Es konnte gezeigt werden, dass viele geheilte Patienten mit akuter lymphatischer Leukämie, die eine intensive Chemotherapie erhalten haben, wieder eine normale Lebensqualität erreichen. Auch langfristig bestehende Gesundheitsprobleme konnten näher beschrieben werden und ein im Rahmen des Projekts entwickelter Patientenausweis hilft ganz konkret bei der Nachsorge der Patienten.



Für weitere Informationen:

Prof. Dr. Hubert Serve
Direktor der Medizinischen Klinik II
Onkologie, Hämatologie, Rheumatologie, Infektiologie
Universitätsklinikum Frankfurt
Fon        (0 69) 63 01 – 46 34
E-Mail     hubert.serve@kgu.de

Stabsstelle Recht-, Öffentlichkeits- und Pressearbeit
Universitätsklinikum Frankfurt
Fon        (0 69) 63 01 – 64 44
Fax        (0 69) 63 01 – 83 22 2
E-Mail     jonas.luedke@kgu.de
Internet  www.kgu.de

Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V.
Dr. Gabriele Kröner
Geschäftsführender Vorstand
Tel.        +49 (89) 27 29 04 - 0
E-Mail     presse@carreras-stiftung.de
Internet  www.carreras-stiftung.de








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