Screening auf Schwere angeborene Immundefekte (Severe Combined Immunodeficiency, SCID) seit August 2019

Das Neugeborenenscreening auf angeborene Schwere Immundefekte (SCID-Screening) wird aus allen Erstkarten durchgeführt, bei denen die Blutentnahme ab dem 09.08.2019 erfolgte. Folgekarten von Kindern, bei denen die erste Blutprobe vor dem 09.08.2019 entnommen wurde, erhalten kein SCID-Screening, da die Einwilligung der Eltern noch mit Version 17 der Elterninformation (ohne SCID) erfolgte.

Die aktulle Elterninformation mit Einwilligungserklärung (Version 18) haben wir Ihnen zugesendet. Sie steht seit dem 08.08.2019 auch zum Herunterladen zur Verfügung.                 Elterninformation und - einwilligung.

Besonderheiten des SCID-Screenings

1. Auf dem Befund ist die Zeile "SCID-Screening" mit dem Vermerk "nicht akkreditiert" versehen. Dies bedeutet nicht, dass das Ergebnis nicht zuverlässig ist. Die Qualitätssicherungsmaßnahmen nach DIN EN ISO 15189 und nach der Richtlinie der Bundesärztekammer (RiliBÄK) werden in vollem Umfang durchgeführt. Die Überprüfung durch die Deutsche Akkreditierungsstelle wird im Dezember 2019 erfolgen.

2. Frühgeborene mit einem Gestationsalter < 32 SSW weisen häufiger auffällige Befunde im SCID-Screening auf als Neugeborene mit höherem Gestationsalter. Nach Richtlinie werden diese Befund nicht als "Verdacht auf Immundefekt" kommuniziert, sondern als "nicht bewertbar". Die endgültige Beurteilung erfolgt mit der Wiederholungsuntersuchung nach Vollendung der 32. Schwangerschaftswoche.      

Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung. Bitte informieren Sie sich auch im Handbuch zur Probennahme und unter Diagnostisches Angebot.