Die Erforschung der posttraumatischen Immunologie/Regeneration unterteilt sich in drei Forschungsthemen:

1. Immunantwort und Regeneration

Weltweit stellt das Trauma eine der Haupttodesursachen dar. Eine wesentliche Ursache für das Versterben neben dem akuten Blutverlust und schweren Schädelhirntraumata ist die posttraumatisch entstehende komplexen Störung des Immunsystems einschließlich immunologischer Zellen, Mediatoren und Reaktionen, welche in Regenerationsstörungen und schwerwiegenden Komplikationen münden. Wir beschäftigen uns mit der Charakterisierung und Modulation dieser posttraumatischen Immunreaktion, die neben der überschießenden Immunantwort, auch eine systemisch persistierende Immunsuppression, als eine entscheidende Determinante für die erhöhten Infektionsraten, gestörte Regeneration und häufig konsekutives Organversagen, einschließt. Diese Studien beschäftigen sich mit Analysen zur Aktivierung, Rekrutierung und Funktionalität von Leukozyten, insbesondere neutrophilen Granulozyten, Monozyten/Makrophagen aber auch regulatorischen T- Zellen. Neben der isolierten zellulären Komponenten steht auch das komplexe Zusammenspiel zwischen zellulären und humoralen Faktoren, bspw. Interleukine, die Translokation von „Pathogen-Associated Molecular Patterns“ (PAMP, bspw. Mikroorganismen, Komponenten der bakteriellen Zellwand wie Lipopolysaccharid, Peptide und/oder Nukleins