ICSI (Intracytoplasmatische Spermieninjektion)

Die ICSI-Therapie kommt bei einer deutlichen Minderung der Samenqualität (eingeschränkt in der Motilität, der Morphologie und/oder der Spermienanzahl, Vorhandensein von an Spermien gebundenen Antikörpern) zum Einsatz. In enger Zusammenarbeit mit unserem interdisziplinären Kooperationspartner, der Klinik für Urologie und Andrologie, werden auch Spermien aus dem Hoden oder Nebenhoden (TESE) und (MESA) gewonnen, um im Anschluss eine ICSI-Therapie durchzuführen.

Auch bei IVF-Versagen kann eine ICSI notwendig sein. Dies bedeutet, dass in der Vergangenheit bereits eine IVF-Behandlung durchgeführt wurde, bei der jedoch trotz guter Spermienqualität keine Befruchtung der Eizellen stattgefunden hat. In einem solchen Fall kann eine Interaktionsstörung zwischen Eizelle und Spermien vorliegen.

Bei einer ICSI wird ein einzelnes Spermium mit einer sehr feinen Glaskapillare aufgenommen und direkt in die reife Eizelle injiziert (siehe Bild und Video). Mit dieser Methode lassen sich durchschnittlich 70 % der injizierten Eizellen befruchten (65,4 % DIR Jahrbuch 2017).