Leitung der Klinischen Forschergruppe

Mechanismen der Resistenzentwicklung und Optimierung antiviraler Strategien bei Hepatitis C Virusinfektion unter Einbeziehung integrativer Modelle der Biomathematik und Bioinformatik

Sprecher der Klinischen Forschergruppe:

Leiterin der Klinischen Forschergruppe:
Prof. Dr. med. Stefan ZeuzemProf. Dr. rer. nat. Eva Herrmann
Sekretariat der Klinischen Forschergruppe:
M. Bruns (Tel.: 069 6301 87691, Fax: 069 6301 87694)

Beschreibung

In dieser Klinischen Forschergruppe kooperieren Arbeitsgruppen aus der Klinischen Medizin, Biomathematik, Bioinformatik, Immunologie, Virologie, Pharmazeutischen Chemie und Klinischen Pharmakologie, um Resistenzen bei Hepatitis C Therapien aufzudecken und neue Behandlungsformen der entzündlichen Lebererkrankung, die durch das Hepatitis C Virus (HCV) verursacht wird, zu entwickeln.

Nach erfolgreicher Zwischen-Begutachtung wird die Klinische Forschergruppe seit 1. April 2008 für weitere 3 Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Neu in diesem zweiten Förderzeitraum ist die Aufteilung der Klinischen Forschergruppe auf Standorte im Saarland und in Frankfurt. Sie wird nun auch von der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, der Universität des Saarlandes sowie dem Max Planck-Insitut für Informatik in Saarbrücken gegenfinanziert.

Weltweit leiden über 170 Millionen Menschen (in Deutschland ca. 500 000) an einer chronischen Hepatitis C Infektion. Die Krankheit nimmt in der Regel einen chronischen Verlauf und kann dann nach vielen Jahren zu lebensbedrohlichen Folgeerkrankungen führen. Der Erfolg der bisher verfügbaren Therapien liegt bei etwa 50 bis 60 Prozent. Zurzeit werden weltweit zahlreiche Medikamente, insbesondere Inhibitoren der HCV NS3 Serin Protease und der RNA-abhängigen RNA-Polymerase, entwickelt. Um die antivirale Wirkung vorherzusagen, benötigen Pharmazeuten dringend geeignete Modelle zur Beurteilung von Wirkstoffen. Auch für Ärzte ist es wünschenswert, bereits zu Beginn einer Therapie zuverlässig das Ansprechen vorherzusagen und die Behandlung individuell optimieren zu können. Der Schlüssel liegt in der Erforschung der Viruskinetik und der Genetik. Diese Forschungsziele werden über eine intensive Zusammenarbeit von Grundlagenwissenschaftlern und Ärzten verfolgt, siehe hierzu auch einen aktuellen Artikel aus dem Magazin Forschung Frankfurt.

Die intensive wissenschaftliche Kooperation zwischen den verschiedenen Arbeitsgruppen und Instituten wird auch zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses genutzt.

Auch nach Ende der Förderperiode besteht eine intensive Zusammenarbeit und Kooperation in der Fortsetzung der angesprochenen Forschungsprojekte.

Struktur