Informationen für Ärzte abgebender Kliniken

Um den Ablauf einer Intensivverlegung zu erleichtern und zu beschleunigen, bitten wir die ärztlichen Kolleginnen und Kollegen der abgebenden Klinik folgende Checkliste zu beachten.

Bei Anforderung des ITW benötigt die Einsatzleitstelle folgende Informationen:
- Name, Geburtsdatum und Anschrift des Patienten
- Kostenträger
- Abholort
- Zielklinik und –station
- Name und Telefonnummer des ärztlichen Ansprechpartners der abgebenden Klinik
- Name und Telefonnummer des ärztlichen Ansprechpartners der Zielklinik
- Diagnose des Patienten
- Ist der Patient beatmet?
- Ist der Patient kreislaufstabil?
- Wieviele Perfusoren werden benötigt?
- Ist der Patient infektiös oder umkehrisoliert?
- Wiegt der Patient mehr als 140kg?

Der ITW-Notarzt wird sich danach zeitnah mit Ihnen telefonisch in Verbindung setzen. Um den Transport optimal vorbereiten zu können, sind wir auf einige zusätzliche Informationen angewiesen, die wir telefonisch bei Ihnen einholen:
- Welche Katecholamine hat der Patient laufen und wie hoch?
- Welche Zugänge hat der Patient (Arterie, ZVK, Shaldonkatheter, etc.)?
- Wie sind die aktuellen Beatmungseinstellungen und Blutgase?
- Ist der Patient dialyse- oder CVVH-pflichtig?
- Sind zusätzliche medizinische Geräte für den Transport erforderlich (z.B. IABP, Schrittmacher, ECMO)?

Der ITW ist mit vier Perfusoren, einem Intensivbeatmungsgerät (Oxylog 3000) sowie einem Multifunktionsmonitor ausgestattet. Letzterer bietet die Möglichkeit zur Messung von zwei invasiven Drücken, Temperatur, und nicht-invasivem Bluckdruck. Ferner bietet das Gerät die Möglichkeiten der Kapnographie und der externen Herzfrequenzstimulation. Eine Bestimmung des Herzzeitvolumens ist während eines Transportes nicht möglich. 

Sind in Einzelfällen über die Ausstattung des ITW herausgehende Medizingeräte für den Transport unabdingbar (z.B. IABP, ECMO, etc.), so müssen diese Geräte von der abgebenden Klinik gestellt werden. Der Patient wird mit diesen Gerätschaften in der Zielklinik übergeben. Der Rücktransport medizinischer Geräte durch den ITW ist leider nicht möglich und muß von Ihnen arrangiert werden.

Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind nach dem Medizinproduktegesetz auf eine Vielzahl von medizinischen Geräten eingewiesen. Dennoch kann es vorkommen, daß eine Einweisung auf ein zusätzliches Medizingerät (z.B. IABP) nicht vorliegt und dieses somit vom ITW-Notarzt nicht betrieben werden darf. In solchen Fällen muß der Transport zusätzlich durch eine(n) Mitarbeiter/-in Ihres Hauses begleitet werden, der über eine Einweisung auf dieses Gerät gemäß Medizinproduktegesetz verfügt. Bitte informieren Sie uns daher immer so früh wie möglich, wenn Fremdgeräte für die Transportdurchführung unerläßlich sind. Wir werden uns immer bemühen, Ihre(n) Mitarbeiter/-in wieder in Ihre Klinik zurückzutransportieren. Stehen jedoch im Einzelfall einsatztaktische Erwägungen der Einsatzleitstelle (z.B. Folgeaufträge) entgegen, haben diese Priorität. In diesen Fällen müssen wir Sie bitten, die Rückfahrt individuell zu organisieren.