„Untersuchung des entzündlichen Musters bei HS mittels Mikrodialyse"

(Dr. Anke Koenig, Dr. Andreas Pinter)

Ziel dieser eigeninitiierte AMG‑Studie ist, mittels Mikrodialyse das entzündliche Muster in der interstitiellen Flüssigkeit von HS‑Patienten vor Beginn und die Veränderung dieses Musters während einer Therapie mit dem TNF-alpha Inhibitor Humira® näher zu charakterisieren. Mit Hilfe einer solchen Charakteristik können zum einen die Wirkweise des Medikaments bei dieser Patientengruppe und so auch die zugrunde liegenden pathologischen Mechanismen besser verstanden werden, zum andern können mit dieser Studie mögliche neue Therapieziele identifiziert werden.    
(EudraCT‑Nr. 2017-000435-13)

„Vergleich verschiedener chronisch-entzündlicher Dermatosen anhand ausgewählter Zytokine und entzündungsassoziierter Botenstoffe“

(Nicole Mielke, Sonja Außner)

In enger Kooperation mit der Arbeitsgruppe Meissner soll mittels verschiedener Proteinanalysemethoden ein genaues Expressionsmuster ausgewählter Zytokine und entzündungsassoziierter Botenstoffe zum Vergleich der inflammatorischen Hauterkrankungen Hidradenitis suppurativa, Sinus pilonidalis, Perifolliculitis capitis abscedens et suffodiens (PCAS), Psoriasis vulgaris, Atopische Dermatitis, Pyoderma gangränosum und Lichen ruber erstellt werden. Mit Hilfe dieses Expressionsmusters soll zum einen eine mögliche Kongruenz der verschiedenen Krankheitsbilder näher beleuchtet und zum anderen mögliche Schlüsselproteine der Pathophysiologie identifiziert werden, die als neue Targets für zukünftige Therapien von großem Interesse sein können. Sollte sich eine Verwandtschaft der Krankheitsbilder nachweisen lassen, wäre dies außerdem einen Hinweis auf die Übertragbarkeit verschiedener bereits vorhandener Therapieansätze, v.a. im Bereich der Antikörpertherapien, zwischen den verschiedenen Dermatosen.

„Multizentrische, explorative und deskriptive Querschnittsstudie zur retrospektiven Evaluation der Diagnosestellung und Therapie bei Patienten mit Hidradenitis suppurativa“

(Carina Conze)

Mit Hilfe eines neu entwickelten Patientenfragebogens, der Informationen von Acne inversa  Patienten zwischen dem Auftreten der ersten Symptome bis zum jetzigen Zeitpunkt anonym erfragt, soll in diesem Projekt die medizinische Versorgungssituation von Acne inversa Patienten detailliert betrachtet werden. Die Ursachen für die zeitliche Verzögerung der Diagnosestellung und damit verbunden auch für die Einleitung einer adäquaten Therapie sollen ermittelt werden. Durch Auswertung der so gewonnenen Daten werden sowohl die Ursachen für die Verzögerung der Diagnosestellung herausgearbeitet, als auch das Spektrum therapeutischer Maßnahmen erfasst. Eine mögliche Ressource zur potenziellen, qualitativen sowie quantitativen Verbesserung der Versorgung von Acne inversa Patienten soll dadurch geschaffen werden.

„Entwicklung einer topischen Antibiotika Nanoformulierung für leichte-bis-moderate Hidradenitis suppurativa“

(Isabel Haferland)

Im Rahmen dieses LOEWE (Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz des Landes Hessen) geförderten Forschungsprojekts werden derzeit verschiedene Zellkultursysteme, wie beispielweise ex Vivo‑Explantatkulturen aus Patientenmaterial, zur Erforschung der pathogenen Mechanismen der HS von uns etabliert. In direkter Zusammenarbeit mit der Fraunhoferprojektgruppe IME unter Leitung von Dr. Frank Behrens und der Arbeitsgruppe von Dr. Matthias Wacker am Institut für Pharmazeutische Technologie wird parallel eine topische Antibiotika‑Nanoformulierung zur Behandlung leichter bis moderat betroffener Patienten entwickelt. Diese soll anschließend an den neuen HS‑Zellkulturen getestet werden, wodurch eine direkte Wirkung für diese besondere Patientenpopulation nachgewiesen und so der Weg bis zu klinischen Anwendung verkürzt werden soll.

„Untersuchung der Durchführung von subkutanen Injektionen von geschulten vs. ungeschulten Patienten bei Patienten mit moderater bis schwerer Form der Psoriasis vulgaris“

(Franziska Stenger)

Dieses Projekt untersucht die Ausführung von subkutanen Selbstinjektionen einer systemischen Therapie zur Behandlung der Psoriasis vulgaris. Im Fokus steht die Frage, ob es bei der Genauigkeit der Durchführung Unterschiede zwischen geschulten und ungeschulten Patienten gibt. Des Weiteren wird die Fehlerquote verschiedener Injektionssysteme (Autoinjektor vs. Fertigspritze) untersucht.

„Analyse des Rezidivrisikos nach radikalen Exzision bei Patienten mit Hidradenitis suppurativa.“

(Ann-