Allgemeines

Im Hautkrebszentrum Frankfurt befassen wir uns mit allen Formen von Hautkrebs. Wir bieten ein breites Spektrum moderner diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen zur Behandlung jeglicher Hautkrebsarten an. Besonderen Wert legen wir dabei auf eine intensive Betreuung unserer dermato-onkologischen Patient(inn)en in Spezialsprechstunden (Melanom, Lymphom), die es uns erlauben, auf die besonderen Bedürfnisse dieser Patient(inn)en einzugehen. Als Mitglied des universitären Centrums für Tumorerkrankungen (UCT) stellen wir über fachübergreifende Fallbesprechungen in Tumorkonferenzen eine interdisziplinäre Versorgung unserer Patient(inn)en sicher. Ferner können wir unseren Tumorpatient(inn)en im Rahmen klinischer Studien über unsere große Studienambulanz stets neueste dermato-onkologische Behandlungsverfahren anbieten.

Indikationen

In enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten der Region betreuen wir in unserem Hautkrebszentrum Patient(inn)en mit verschiedensten Hauttumoren. Dazu zählen neben den häufigsten Hautkrebsarten, dem Basalzellkarzinom und dem spinozellulären Karzinom, als einer unserer Schwerpunkte das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs). Von Bedeutung sind ferner kutane Lymphome und seltenere Malignome der Haut, der Hautanhangsgebilde und Weichteile, wie das Merkelzellkarzinom oder das Dermatofibrosarkom.

Epitheliale Haut-Tumore

Die häufigsten bösartigen Tumoreder Haut sind das Basalzellkarzinom (= Basaliom) und das Plattenepithelkarzinom (=spinozelluläres Karzinom). Da diese Tumorarten in der Regel nicht (Basaliom) oder nur selten (spinozelluläres Karzinom in ca. 5% der Fälle) metastasieren, sind sie durch eine fachgerechte, frühzeitige Therapie in aller Regel heilbar. 
Bei Verdacht auf das Vorliegen eines epithelialen Tumors wird meist zunächst eine Probebiopsie entnommen, um die Diagnose vor dem Eingriff zu bestätigen. Die Therapie der ersten Wahl ist dann die vollständige operative Entfernung, welche meist in örtlicher Betäubung vorgenommen werden kann. Um eine komplette Entfernung des Tumors sicher zu stellen, wird die Operation in der Regel mikrographisch kontrolliert durchgeführt. D.h. der Hautdefekt wird erst dann operativ verschlossen, wenn die mikroskopische Untersuchung des entnommenen Gewebes zeigt, dass im verbleibenden gesunden Gewebe kein Tumorgewebe mehr vorliegt. Patienten mit großflächigen epithelialen Hauttumoren werden dabei stationär behandelt, da hier intraoperativ ggf. eine größere Hautverschiebung oder -verpflanzung notwendig ist.
In besonderen Fällen kommen, nach Entscheidung des behandelnden Arztes, jedoch auch andere Therapieverfahren zur Behandlung epithelialer Tumore zur Anwendung. So können verschiedene "zerstörende" Maßnahmen, wie z.B. Vereisung (Kryotherapie), Koagulation durch Laser- oder Elektrokauterbehandlung und Kurettagen, oder lokal anzuwendene Verfahren, wie eine spezielle Bestrahlung (Photodynamische Therapie) oder eine topische Immun- oder Chemotherapie eingesetzt werden.

Kutane Lymphome

Lymphome stellen eine gemischte Gruppe von Erkrankungen dar, bei denen sich Zellen des Körperabwehrsystems (Lymphozyten) bösartig vermehren. Typischerweise entwickeln sich Lymphome eher im Blut oder in Lymphdrüsen, sie können aber auch in anderen Organen, wie z.B. der Haut vorkommen. Letztere werden dann als kutane Lymphome bezeichnet. Man unterscheidet je nach beteiligtem Zelltyp T- und B-Zell-Lymphome, welche sich auch in ihrem klinischen Erscheinungsbild und der Art der Behandlung unterscheiden. Bei Verdacht auf das Vorliegen eines kutanen Lymphoms werden zur Diagnosesicherung und Therapieplanung eine oder mehrere kleine Hautgewebeproben, bei speziellen Fragestellungen ggf. auch aus einem Lymphknoten oder dem Knochenmark, entnommen.
Wirksame Therapieverfahren zur Behandlung kutaner Lymphome sind z.B. die Photochemotherapie (PUVA), sowie der Einsatz von Interferon-alpha oder Vitamin-A-Säure-Derivaten (Bexaroten, Acitretin). In bestimmten Fällen werden auch zellwachstumsinhibierende Zytostatika eingesetzt (Methotrexat, Doxorubicin). Darüber hinausgehende Therapieverfahren werden bei Bedarf in Kooperation mit der hämato-onkologischen Ambulanz des Universitätsklinikums geplant. Die Auswahl des Therapieverfahrens richtet sich jeweils nachdem Fortschritt der Erkrankung.

Melanome

Der "schwarze Hautkrebs" (=malignes Melanom) ist ein bösartiger Tumor, der jedoch - wenn er frühzeitig erkannt wird - durch operative Entfernung des Tumorgewebes geheilt werden kann. Entscheidend für die Prognose, d.h. für die weitere Lebenserwartung des Patienten bzw. der Patientin, ist dabei die Tumordicke des Melanoms, welche im mikroskopischen Gewebeschnitt ermittelt und in Millimetern angegeben wird.
Bei Verdacht auf das Vorliegen eines malignen Melanoms, wird der verdächtige Tumor zunächst operativ entfernt (Exzision). Dieser Eingriff wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Bestätigt sich in der nachfolgenden histologischen Untersuchung des entnommenen Gewebes die Diagnose des malignen Melanoms, werden zur Prognoseverbesserung in Abhängigkeit von der gemessenen Tumordicke weitere Maßnahmen durchgeführt. So erfolgt meist eine Nachexzision des umgebenden Gewebes mit einem "Sicherheitsabstand" (maximal 2-3 cm) um das ehemalige Melanom herum. Bei Patient(inn)en mit einer größeren Tumordicke wird darüber hinaus die operative Entfernung des so genannten "Schildwächterlymphknotens" (Sentinel), d.h. des Lymphknotens, welcher das Operationsgebiet als erster drainiert, empfohlen. Dieser Lymphknoten wird dabei durch radioaktive Markierung und zusätzliche Anfärbung lokalisiert, anschließend entfernt und histologisch auf eine eventuelle Absiedelung von Melanomzellen untersucht. Zum Ausschluss weiterer Absiedelungen werden ggf. auch Röntgen- und Ultraschall