Acne Inversa-Sprechstunde

Symptome behandeln, Lebensqualität steigern

Zusammengefasst

Als eines der führenden Zentren zur Behandlung und Erforschung der Acne Inversa bieten wir Ihnen modernste Verfahren der Diagnostik und Therapien für dieses belastende Krankheitsbild.

Acne Inversa (engl. Hidradenitis Suppurativa)

Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung Akne Inversa (AI), außerhalb Deutschlands auch Hidradenitis suppurativa genannt, betrifft vor allem junge Menschen im Alter zwischen 18-40 Jahren, wobei Frauen etwas häufiger erkranken. In Deutschland leiden schätzungsweise etwa 3 Millionen Menschen an Akne Inversa. Bei etwa 80% der Betroffenen nimmt die Krankheit einen leichten bis mittelschweren Verlauf, bei etwa 20% kommt es jedoch zu einer starken Ausprägung. 
Charakteristisch für das Krankheitsbild der Akne Inversa sind Entzündungen, wiederkehrende Abszesse, Fisteln und sogenannte Sinus Trakts. Akut führen diese Symptome zu starken Schmerzen, sowie eitrigen oder offenen Stellen, die beim Abheilen zu akkordeonartigen Narbenbildung führen. Am häufigsten betroffen sind dabei Hautareale wie die Achselhöhle, Leistengegend, der Genitalbereich und bei Frauen der Bereich unter der Brust.
Ab einem Alter von 40 Jahren ebbt der akute Krankheitsverlauf bei vielen Patienten ab, es kommt nicht mehr zu starken Schüben bzw. kann die Erkrankungen langsam erlöschen, das entstandene Nabengewebe jedoch verbleibt. Wann genau die Krankheit zum Stillstand kommt, ist jedoch sehr individuell.

Durch akute Entzündungen, aber auch die deutlich erkennbaren Naben erfahren Betroffenen oft ein hohes Maß an Stigmatisation. Darüber hinaus führen starken Schmerzen sowie unangenehme Begleiterscheinungen der Entzündung (Eiterbildung, nässende Wunden) im alltäglichen aber auch im Arbeitsleben zu einer starken Einschränkung der Lebensqualität. Neben der reinen Hautbeteiligung haben Patienten mit Akne Inversa auch ein erhöhtes Risiko für Begleiterkrankungen (Komorbiditäten), wie der Entzündung von Gelenken, entzündlichen Darmerkrankung (Morbus Crohn), Bluthochdruck, Zuckerkrankheit (Typ II Diabetes), Blutwertveränderungen aber auch Depressionen. Über die Ursachen des Krankheitsausbruchs ist bisher noch wenig bekannt, zu den Risikofaktoren gehören jedoch eine genetische Vorbelastung, sowie Rauchen und Übergewicht.

Eine hautärztliche Behandlung der Symptome ist in allen Schweregraden der Erkrankung möglich. Da die Erkrankung chronischen Charakter hat, sollten sich Patienten einer langfristigen Behandlung unterziehen, um das Risiko eines fortschreitenden Krankheitsverlaufs zu minimieren. Durch eine Behandlung der Acne Inversa kann zum einen das Risiko der Begleiterscheinungen gemindert werden und zum anderen durch die Kontrolle der Hautbeteiligung die Lebensqualität wieder stark verbessert werden.