Brustkrebs Früherkennung

80% der Brustkrebserkrankungen werden von den Frauen selbst getastet, aber höchstens 15% der Frauen untersuchen ihre Brust selbst.

Früherkennung heißt frühes Erkennen einer Erkrankung und damit Verbesserung der Heilungschancen. Die Früherkennung schützt nicht vor dem Enstehen der Erkrankung.

Es gibt genaue gesetzliche Vorschriften, was der Arzt bei der Brustkrebsfrüherkennung untersuchen darf. Hierzu gehören ab dem 30. Lebensjahr:

  • Gezielte Fragen nach bestimmten Beschwerden
  • Abtasten der Brüste mit Brustwarzen, beider Achselhöhlen und der Schlüsselbeingegend beiderseits
  • Anleitung zur regelmäßigen Selbstuntersuchung der Brust

 

Da 60%-80% der Brustkrebserkrankungen von den Frauen selbst entdeckt werden, kommt der Selbstuntersuchung eine große Bedeutung zu. Denn so kann der Tumor rechtzeitig entdeckt und behandelt werden. Bei rechtzeitiger Behandlung ist Brustkrebs heilbar. Die Selbstuntersuchung sollte nach Ende der Regelblutung gemacht werden oder bei Frauen nach den Wechseljahren regelmäßig im monatlichen Abstand (z.B. jeden 1. des Monats.)

Denken Sie daran: nur hinter jedem fünften tastbaren Knoten steckt Brustkrebs. Wenn Sie einen Knoten tasten, lassen Sie ihn zur Klärung von Ihrem Frauenarzt untersuchen.

Neben der Tastuntersuchung gibt es eine Reihe von weiterführender Apparatediagnostik, um eine Brustkrebserkrankung zu entdecken:

  • Mammografie und Galaktografie
  • Tomosynthese
  • Mammasonografie
  • Magnetresonanztomografie

Die Mammografie ist derzeit die aussagekräftigste bildgebende Diagnostik der Brust. Sie eignet sich zur Früherkennung und zur Nachsorge. Eine Galaktografie kommt nur dann in Betracht, wenn ein einzelner Milchgang dargestellt werden muss oder blutige Flüssigkeit aus einem Milchgang tritt. Bei Frauen unter 50 Jahren scheint jedoch der Nutzen der Mammografie als Früherkennung ohne tastbaren Knoten dem Strahlenrisiko unterlegen zu sein.

Die Mammasonografie (Ultraschalluntersuchung der Brust) hat den Vorteil, keine Strahlenbelastung mit sich zu bringen. Diese Untersuchung ist für die Früherkennung nur beschränkt nutzbar, kann aber die Mammografie sinnvoll ergänzen, bzw. bei dichtem Brustdrüsengewebe, wie es bei jungen Frauen häufig ist, eine gute Aussage machen. Um gezielt Gewebe aus der Brust zu gewinnen, wird vornehmlich die Mammasonografie genutzt.

Die Magnetresonanztomographie wird derzeit nur dann von den Krankenkassen gezahlt, wenn

  • in der Nachsorge mit anderen diagnostischen Verfahren ein Rezidiv nicht ausgeschlossen werden kann
  • ein CUP (Cancer of unknown primary) vorliegt: das heißt, pathologische axilläre Lymphknoten gesichert sind, aber der Primärtumor mit der üblichen Diagnostiknicht gefunden wird.
  • eine Verlaufskontrolle des Tumors unter neoadjuvanter, d.h. vor einer geplanten Operation durchgeführter, Chemotherapie vorgenommen wird.