IVF (In-Vitro-Fertilisation)

Für eine IVF-Therapie werden der Frau nach vorangegangener Hormonbehandlung Eizellen aus dem Eierstock entnommen, außerhalb des Körpers mit Samenzellen befruchtet und einige Tage später als Embryonen zurück in die Gebärmutterhöhle übertragen.

Die Indikationen für eine IVF-Therapie können zum Beispiel ein Eileiterverschluss, eine Endometriose-Erkrankung, oder ein pathologischer Zyklus wie z.B. bei Polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) sein oder idiopathische Sterilität (unerfüllter Kinderwunsch  mit ungeklärter Ursache)  wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht erfolgreich sind.

Mithilfe einer hormonellen Stimulation können mehrere Eizellen heranreifen. Am Tag der Eizellentnahme benötigen wir eine Samenprobe des Mannes. Durch spezielle Aufarbeitung werden ausschließlich gut vorwärtsbewegliche Spermien isoliert, denn nur diese sind befruchtungsfähig. Die Spermien finden über chemotaktische Signale den Weg zur Eizelle und können aus eigener Kraft in die Eizellen eindringen. Auf diese Weise lassen sich ca. 60 % der behandelten Eizellen befruchten (55,4 % DIR Jahrbuch 2017). Für jede Eizelle werden etwa 100.000 gut vorwärtsbewegliche Spermien benötigt. Wenn immer möglich, führen wir bei uns diese natürlichere Methode der künstlichen Befruchtung durch. Die Geburtenrate nach erfolgtem Embryotransfer liegt nach einer IVF-Behandlung bei 26,7 % und damit über der Geburtenrate pro Transfer nach einer ICSI-Behandlung (24,4 %; DIR Jahrbuch 2017).