Spektrum

Der Wunsch nach einem Kind ist das natürlichste auf der ganzen Welt

Unser kompetentes Team aus Fachärzten, Reproduktionsbiologen und Sekretariat berät Sie gerne in dieser wichtigen und persönlichen Angelegenheit. Wir arbeiten nach strengen wissenschaftlichen Kriterien um für Sie und Ihren Kinderwunsch die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen. Ein strenges internes Qualitätsmanagement System sorgt für reibungslose Abläufe, die in einem sensiblen Bereich wie der Reproduktionsmedizin unerlässlich sind. Externe Ringversuche und die Teilnahme an Zertifizierungsprogrammen stellen unsere Prozessabläufe regelmäßig auf den Prüfstand um für Sie ein gleichbleibendes, hohes Niveau sicherzustellen.

Untersuchungen für die Frau

Die Gründe für eine ungewollte Kinderlosigkeit sind bei beiden Geschlechtern in etwa gleich verteilt. Bei der Frau können hormonelle Funktionsstörungen (z.B. PCO), Beeinträchtigungen der Eileiterfunktion sowie Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane (z.B. Endometriose, Myome, Polypen, Fehlbildungen) ursächlich sein. In einem kleinen Prozentsatz lässt sich die ungewollte Kinderlosigkeit trotz intensiver Diagnostik dennoch nicht erklären.

Erstuntersuchung

Wichtig für einen genauen Überblick ist die Anamnese bei möglichst beiden Partnern. Ergänzt werden zur ersten Konsultation eine gynäkologische und auch sonographische Untersuchung. Optimaler Weise wurde bereits beim niedergelassenen Gynäkologen eine Krebsvorsorgeuntersuchung durchgeführt und der Impfstatus auf Aktualität hin überprüft.

Zyklusgerecht (d.h. zwischen dem 2. Und 5. Zyklustag) wird eine Blutentnahme durchgeführt um das Hormonbasisprofil zu erheben. Im weiteren Verlauf können zudem folgende Untersuchungen notwendig werden.

Zyklusüberwachung

Hierzu werden durch Blutentnahmen und Ultraschallkontrollen innerhalb einiger Tage der weibliche Zyklus auf z.B. seine Regelmäßigkeit, die Eizellreifung, den Eisprung oder auch die Gelbkörperphase untersucht.

Eileiterdurchgängigkeitsüberprüfung

Dies kann sowohl per Ultraschall als auch operativ erfolgen und wird beides an unserem Zentrum angeboten. Bitte fragen Sie bei Ihrem Gesprächstermin nach den Vor- und Nachteilen der jeweiligen Behandlungsoption und ob die Durchführung in Ihrem individuellen fall empfohlen wird.

Operative Diagnostik/Therapie

Gelegentlich wird auch die Durchführung einer Spiegelung der Gebärmutter (Hysteroskopie) oder der Bauchhöhle (Laparoskopie) empfohlen. Letzteres kann in Kombination mit einer Überprüfung der Eileiter erfolgen (Chromopertubation). Aber auch Eingriffe zu therapeutischen Zwecken z.B. bei Vorliegen von Myomen oder einer schmerzhaften Endometriose kann notwendig werden, bevor die Kinderwunschtherapie starten kann.

Zusatzuntersuchungen

Je nach Diagnosekonstellation werden weiterführende Untersuchungen mit Ihnen besprochen und abgestimmt werden. So können z.B. internistische oder radiologische Abklärungen notwendig sein.

Auch bei Vorliegen sogenannter „habitueller Aborte“, also dem mehrfachen Verlust von Schwangerschaften in einer sehr frühen Phase werden Sonderuntersuchungen notwendig. Diese werden individuell auf die Patientin abgestimmt und im Einzelnen ausführlich in einem Gesprächs Termin erläutert.

Informationen zur Terminvergabe erhalten Sie über unseren Kontakthinweis sowie Angaben zu unseren Öffnungszeiten. Sie finden uns im Haus 15, EG, Zimmer 19.

Untersuchungen beim Mann

Die entscheidenden Kriterien beim Mann sind die Qualität und Menge der produzierten Spermien. Die Neubildung von Samenzellen ist ein komplexer Prozess der von Hormonen, Umweltfaktoren und genetischen Ursachen abhängt. Die Gründe für eine gestörte Spermienproduktion sind oft schwer nachzuweisen und liegen häufig auch in der Kindheit begründet, z.B. eine Hodenentzündung nach Mumps. Für die Spermienbildung wichtige Hormone wie LH, FSH aber auch das männliche Sexualhormon Testosteron spielen eine entscheidende Rolle, Störungen können im Rahmen einer Blutuntersuchung diagnostiziert und behandelt werden.

Spermiogramm Untersuchung

Um die bestmögliche Therapie für Sie und Ihre Partnerin planen zu können ist es erforderlich ein Basisspermiogramm, unter Umständen auch ein Kontrollspermiogramm durchzuführen. Da die Spermienkonzentration natürlichen und auch krankheitsbedingten Schwankungen unterworfen ist, ersuchen wir Sie eine Karenzzeit von 3-5 Tagen einzuhalten. Wenn Sie einen Spermiogramm Termin vereinbart haben, melden Sie sich bitte an der Rezeption im Haus 15, im Sekretariat der Reproduktionsmedizin an, um die notwendigen Formalitäten abzuklären. Danach gehen Sie bitte ins benachbarte Haus 14/Zimmer E08 wo Sie von unseren Labormitarbeitern bereits erwartet werden. Da insbesondere die Auswertung der Langzeitparameter einige Zeit in Anspruch nimmt, liegt der Spermiogrammbefund am nächsten Tag vor und kann telefonisch im IVF-Labor erfragt werden. Es liegt auf der Hand, dass eine Ejakulat Abgabe in einem Krankenhaus eine unangenehme Situation darstellt, die Diskretion und Professionalität erfordert. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit dass Sie Ihre Partnerin in den Abgaberaum begleitet oder das Ejakulat zu Hause zu gewinnen und körperwarm in das Labor mitzubringen.

das Spermium

Erläuterung häufiger Spermiogrammbefunde

NormozoospermieNormalbefund
TeratozoospermieÄußerliche Defekte der Spermien
OligoasthenozoospermieKombination aus geringer Anzahl und geringem Anteil an beweglichen Spermien
AsthenoteratozoospermieKombination aus geringem Anteil an beweglichen Spermien und äußerlichen Defekten der Spermien
Kryptozoospermiesehr geringe Anzahl an Spermien
OAT SyndromKombination aus geringer Spermienanzahl, geringer Beweglichkeit und äußeren Defekten
OligozoospermieGeringe Anzahl an Spermien
AsthenozoospermieEingeschränkte Beweglichkeit der Spermien

 

Bei Auffälligkeiten des Spermiogramms erfolgt in Kooperation mit den hiesigen Andrologen eine zunächst körperliche Untersuchung, welche je nach Ausmaß der Beeinträchtigung um eine Blutuntersuchung oder Vorstellung am Zentrum für Urologie erweitert werden kann. Nähere Informationen erhalten Sie im Befundgespräch. Gelegentlich ist eine medikamentöse Behandlung des Mannes über einen definierten Zeitraum sinnvoll.

 

Therapie

Die Wahl der individuell passenden Therapieoption richtet sich nach der Diagnosekonstellation beider Partner. Nicht in jedem Fall ist eine künstliche Befruchtung notwendig. Deshalb haben wir einige Optionen etwas ausführlicher beschrieben:

 

Hormonelle Stimulation

Für eine hormonelle Stimulation ist die Einnahme von Tabletten, (z.B. Clomifen© oder Letrozol©) oder Injektion von FSH, LH oder hMG erforderlich. Ihre behandelnde Ärztin wird mit Ihnen ein indivduelles Behandlungskonzept erarbeiten. Vor Beginn und als Erfolgskontrolle während der Behandlung werden Ultraschalluntersuchungen und eine Blutentnahme durchgeführt. Diese Behandlung erfolgt z.B. bei ausbleibender oder seltener Menstruation oder auch in Kombination mit einem Verfahren der künstlichen Befruchtung.

 

IUI, Intrauterine Insemination

Ein Grund zur Durchführung einer Insemination ist vor allem eine mäßig eingeschränkte Samenqualität. Etwa 1,5 Stunden vor dem Inseminationstermin gibt der Mann eine Samenprobe ab, die im Labor von unseren Biologen und technischen Assistenten aufbereitet wird. Durch Anwendung verschiedener Labortechniken wird die Konzentration der qualitativ hochwertigsten Spermien erhöht und diese von der behandelnden Ärztin mit einem Inseminationskatheter in der Gebärmutter freigesetzt. Diese Verfahren ist nicht schmerzhaft und kann mit oder ohne hormonelle Stimulationsvorbehandlung erfolgen. Bei Ersatzkassenpatienten ist die vorherige Genehmigung durch die Krankenkassen erforderlich damit die Krankenkassen bei Erfüllung der erforderlichen Grundvoraussetzungen die Kosten hierzu anteilig übernehmen kann.

Follikelpunktion

Im Falle einer künstlichen Befruchtung (IVF/ICSI, TESE-ICSI, MESA) werden die Eizellen per Follikelpunktion entnommen. Nach ultraschallgesteuerter, transvaginaler Punktion der Eibläschen unter einer leichten Narkose wird die Punktatflüssigkeit über ein Schlauchsystem in vorgewärmte Röhrchen abgesaugt die sich in einem Wärmeblock befinden. Diese wird umgehend im Labor verarbeitet, die Eizellen aus der Follikelflüssigkeit herausgesucht, gereinigt, gezählt