Hörstörungen bei Erwachsenen

Eine Hörminderung kann eine Reihe von Ursachen haben, die nur durch eine hals-nasen-ohren-fachärztliche Untersuchung sicher zu bestimmen sind. Neben einfachen Problemen wie Ohrenschmalz oder einer Entzündung des äußeren Gehörgangs kann auch ein Loch im Trommelfell, eine chronische Mittelohrentzündung oder eine Schädigung der Hörschnecke (Cochlea) zu einer Hörminderung führen. In Abhängigkeit von der zugrundeliegenden Ursache kommen daher ganz unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten in Betracht, die nur durch eine Untersuchung beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt geklärt werden können.

  1. Welche Untersuchungen sind bei einer Höreinschränkung nötig?

    Neben der mikroskopischen Untersuchung des Gehörgangs und des Trommelfells durch den Hals-Nasen-Ohren-Arzt erfolgen Funktionstests, die zum Ziel haben, die Hörfunktion des Ohres zu messen. Hierzu werden Hörtests mit Tönen und mit Worten (Sprachhörtest) in einer schallisolierten Kabine durchgeführt, um eine Erfassung der vorliegenden Hörminderung und der Klärung der zugrunde liegenden Ursache vorzunehmen. Im Einzelfall können auch sogenannte „objektive Hörtests“ (BERA, OAE) notwendig sein, die ohne die aktive Mitarbeit des Patienten (z.B. bei kleinen Kindern) durchgeführt werden können.
     

  2. Welche Behandlungsmöglichkeiten kommen bei einer Schwerhörigkeit in Betracht?

    Die durch unsere Klinik angebotenen Behandlungsmöglichkeiten richten sich zunächst spezifisch auf die jeweilig zugrunde liegende Ursache.

    Im Falle eines entzündeten oder durch Ohrenschmalz verstopften Gehörganges erfolgt eine Reinigung bzw. Medikamentenbehandlung des Gehörganges. Liegt ein Loch im Trommelfell oder eine chronische Entzündung des Mittelohres vor, so ist in aller Regel ein operativer Eingriff in Vollnarkose notwendig. Im Falle einer Schädigung des Innenohres kann die Versorgung neben der Anwendung von Hörgeräten auch die Möglichkeit der Implantation eines „aktiven Mittelohrhörgerätes“ umfassen. Im Falle einer sehr ausgeprägten Hörminderung oder Ertaubung kann die Implantation eines sogenannten „Cochlea-Implantats“ (elektronische Innenohrprothese) erforderlich machen (interner Link). Für den jeweilig vorliegenden Fall suchen wir für Sie die individuell optimale Lösung.
     

  3. Wie wird eine chronische Entzündung des Mittelohres oder ein Loch im Trommelfell behandelt?

    Bei einer chronischen Entzündung des Mittelohres, die mit oder ohne ein im Trommelfell befindliches Loch auftreten kann, ist in der Regel ein operativer Eingriff notwendig. Der Eingriff hat zum Ziel, die Entzündung zu entfernen und das Loch im Trommelfell durch körpereigenes Material (in der Regel Knorpel oder Knorpelhaut von der Ohrmuschel) zu verschließen. Hierbei wird entweder ein Weg durch den Gehörgang oder ein Weg hinter dem Ohr in Abhängigkeit von der genauen Lokalisation der Entzündung gewählt. Es handelt sich um einen mikrochirurgischen Eingriff, der zumeist in Vollnarkose durchgeführt wird. Im Falle einer Zerstörung der Gehörknöchelchen durch eine Entzündung besteht ebenfalls die Möglichkeit, einen Ersatz der Gehörknöchelchen durch künstliche Gehörknöchelchen (z.B. aus Titan) vorzunehmen. Operationen an den nur wenige Millimeter großen Gehörknöchelchen werden an unserer Klinik unter Verwendung hochmoderner Operationsmikroskope durchgeführt.
     

  4. Was ist eine „Otosklerose“ und wie wird sie behandelt?