Onkologische Chirurgie- Klinik-Aufenthalt

Der erste Kontakt mit Ihnen als Patient findet normalerweise in unserer chirurgischen Ambulanz statt. Dorthin überweist Sie in der Regel die Kollegin oder der Kollege, der oder die Sie bislang behandelt und die Befunde erhoben hat.

Wir besprechen mit Ihnen, auf Wunsch auch zusammen mit Ihren Angehörigen, die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen sowie Therapiemöglichkeiten und Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Gegebenenfalls ist noch eine ergänzende Diagnostik notwendig.
Liegen dann alle wesentlichen Befunde vor und ist eine Operation oder eine andere Therapie notwendig, werden wir diese nochmals ausführlich mit Ihnen besprechen und einen stationären oder ambulanten Termin direkt vereinbaren.

Je nach Befund und Art Ihrer Erkrankung wird man Sie also entweder einer Operation oder aber einer unserer anderen Behandlungsmethoden wie z.B. der Chemotherapie oder Chemoembolisation unterziehen, die über unsere Chirurgisch-Onkologische Ambulanz eingeleitet werden. 
 
Aufnahme
Am Tag der Aufnahme finden Sie sich zum vereinbarten Zeitpunkt auf einer unserer Stationen im Haupthaus 23A ein. Dort wird Sie ein freundliches und kompetentes Team von Ärzten und Pflegepersonal empfangen, denen Ihre Diagnose bereits bekannt ist, was unnötige Fragen sowie Belastungen vermeidet.
Je nach geplantem Eingriff erfolgt die Aufnahme am Behandlungstag oder ein bis zwei Tage vorher. Dabei erfolgt nochmals ein Gespräch mit unseren Ärzten und natürlich mit dem Operateur bzw. behandelnden Arzt. Abhängig von Art und Umfang der Behandlung werden Sie sich mehrere Tage oder durchschnittlich ein bis zwei Wochen in unserer Abteilung bis zu Ihrer weitgehenden Genesung aufhalten. Wir werden versuchen, Ihnen diese Zeit so angenehm zu gestalten, soweit dies in einem Krankenhaus möglich ist. Ihre Entlassung erfolgt entweder nach Hause oder aber in eine so genannte Anschlussheilbehandlung (Kur/Reha). 

Befund
Besonderes Interesse, sowohl von Ihrer als auch unserer Seite, gilt dem feingeweblichen (histologischen) Untersuchungsergebnis der durchgeführten Operation. Dabei zeigt sich, ob das entfernte Gewebe gut- oder bösartig war, wie seine histologische Klassifikation ist und ob sich weitere Therapienotwendigkeiten daraus ergeben. Abhängig von der Art und dem Umfang der notwendigen Untersuchungen, bedarf es ca. einer Woche bis 10 Tagen, bis ein endgültiges Ergebnis vorliegt. Sobald wir dieses haben, sprechen wir offen mit Ihnen, auf Wunsch auch zusammen mit Ihren Angehörigen, über den Befund und die möglichen Konsequenzen.
Sollten Sie zu diesem Zeitpunkt bereits entlassen oder verlegt sein bzw. sich in einer Anschlussheilbehandlung befinden, werden wir die Besprechung an einem ambulanten Termin in unserer Poliklinik durchführen.
Ergibt sich aufgrund der Untersuchungsergebnisse die Notwendigkeit einer weiteren Behandlung, diese kann z.B. eine Hormonsubstitution in Form von Tabletteneinnahmen als auch eine ergänzende Chemo- und/oder Strahlentherapie sein, wie sie nach manchen operativen Eingriffen leider immer noch notwendig ist, so wird dies unsererseits eingeleitet. Dies geschieht üblicherweise durch Anbindung an unser Chirurgisch-Onkologische Ambulanz. Diese übernimmt dann die weitere individuelle, auf Sie abgestimmte Therapie. Des weiteren arbeiten wir auch eng mit unseren Kollegen des Zentrums der Inneren Medizin und der Strahlentherapie in Hause zusammen. Selbstverständlich vermitteln wir Ihnen aber auch eine Therapie bei einer niedergelassenen Kollegin oder einem Kollegen sowie in einer anderen Klinik, wenn Sie dies wünschen. Bitte sprechen Sie uns an.
 
Psychotherapeutische Betreuung
Auch eine psychotherapeutische Betreuung über den stationären Aufenthalt hinaus kann hilfreich sein und von uns unkompliziert vermittelt werden.

Für uns endet die Verantwortung nicht mit Ihrer Entlassung aus unserer Abteilung. Sie sind und bleiben unser Patient. Deshalb sind wir auch weiterhin bei Fragen und Sorgen Ihr Ansprechpartner. Nehmen Sie uns beim Wort.
 
Mit freundlichen Grüßen und mit den besten Genesungswünschen

Ihr onkologisches Team der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Universitätsklinik Frankfurt am Main