Operation

Nebennierenumore, die klein (1-2 cm) und eine Zufallsdiagnose sind, sowie keine Hormone produzieren nennt man Inzidentalome. Zeigen diese in den Verlaufskontrollen keine Wachstumstendenz, dann können sie zunächst weiter beobachtet werden. Bei Nebennierentumore, die Hormone produzieren oder eine Größe von 5 cm haben, besteht eine Opperationsindikation. Müssen bei einer Operation beide Nebennieren entfernt werden, ist eine lebenslange Einnahme von Hormon-Tabletten erforderlich.

Vor der Operation wird eine umfangreiche Diagnostik durchgeführt, bei der unter anderem der Blutdruck untersucht wird. Labortests mit Hormonbestimmungen im Blut und im Urin , wie z.B. Cortisol, Aldosteron, Adrenalin, Noradrenalin, Östrogen, und Testosteron. Des weiteren werden sog. Funktionsteste durchgeführt, bei denen durch Gabe von Medikamenten geprüft wird, ob der Tumor eigenständig Hormone produziert. Daneben sind weiter Untersuchungen wie z.B. Ultraschall, ein Computertomogramm (CT) oder ein Kernspintomogramm (MRT) notwendig.

Bei der operativen Behandlung bevorzugen wir in unserer Klinik die minimal invasive Chirurgie der Nebenniere, was mittlerweile auch internationalem Standard entspricht. Minimal invasiv bedeutet hierbei, dass über kleinste Hautschnitte Arbeitsinstrumente und eine Kamera in den Körper eingeführt werden, um an den Nebennieren zu operieren. Vorteile sind hierbei eine rasche Erholung nach der Operation durch die kleinere Wundfläche, der verminderte Wundschmerz und eine kürzere Aufenthaltsdauer im Krankenhaus. Vermutet man jedoch einen bösartigen Tumor an der Nebenniere (Nebennierenkarzinom), so bevorzugen wir die konventionelle, also offene Operation.