Kurzporträt unserer Klinik

Die Klinik für Gefäß- und Endovascularchirurgie wird durch Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Schmitz-Rixen geleitet. Dieser ist seit 2016 Präsident der deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und amtierender Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie und deren nächster Präsident. Unterstützt wird er durch vier Oberärzte, 10 Fachärzte, Assistenzärztinnen und Assistenzärzte und 2 Gefäßassistentinnen, 2 Sekretärinnen und Pflegepersonal auf Station, in der gefäßchirurgischen Hochschulambulanz, im ambulanten OP und im Zentral-OP. 
Die Klinik für Gefäß- und Endovascularchirurgie bietet alle Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie von Gefäßkrankheiten. Integriert in das erste universitäre Gefäßzentrum wird eine umfassende Versorgung der Patienten ermöglicht. 


Es werden jährlich über 2000 Operationen durchgeführt. Insbesondere in der endovasculären Behandlung der Aneurysmen der abdominellen und thorakalen Aorta sind wir spezialisiert. Diese Expertise wurde seit 2014 durch Einführung der endovasculären Versorgung mit fenestrierten Spezialprothesen (Seitenast-Versorgung) weiter ausgebaut. In der Ambulanz wurden über 4.000 Patienten als Erstbehandlung, Nachbehandlung und Nachsorge nach gefäßchirurgischen Operationen und Interventionen versorgt. Um insbesondere komplexe und seltene Pathologien besser versorgen und nachsorgen zu können, wurden Spezialsprechstunden jeweils für Aneurysmen der Hauptschlagader, arteriovenöse Malformationen und lymphatische und komplexe venöse Pathologien eingerichtet. 

Bei allen Therapieformen stehen inzwischen endovasculäre Techniken oder die Kombination dieser Techniken mit offenen Operationen (Hybridverfahren) im Vordergrund. Insbesondere konnte im Jahr 2016 ein gänzlich neues endovasculäres Verfahren zur Dialyseshuntanlage im Rahmen einer internationalen Studie eingeführt werden. Erste Ergebnisse sind vielversprechend. 


Besonderen Wert legen wir auf die intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit. Sehr eng arbeiten wir im Gefäßzentrum mit dem Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie, ferner mit dem Schwerpunkt Angiologie und der Klinik für Kardiologie und dem Funktionsbereich Nephrologie zusammen. Mit dem Kuratorium für Heimdialyse e.V. haben wir ein Excellenzzentrum für die Dialyseshuntchirurgie gegründet. Auch zusammen mit unseren neurologischen, neuro-radiologischen und neurochirurgischen Kollegen bieten wir unseren Patienten eine optimale und patientenorientierte Diagnostik und Therapie in einem Hirngefäßzentrum an. Zusammen mit der Klinik für Dermatologie betreiben wir eine interdisziplinäres Zentrum für chronische Wunden. Hieraus wurde eine Wundversorgungsstandard für das gesamte Klinikum entwickelt und im Auftrag des Klinikvorstandes ein universitäres Wundzentrum unter Leitung von Prof. Schmitz-Rixen gegründet. Umfangreiche Aktivitäten dieses Wundzentrums führten zu einer signifikanten Verringerung des Auftretens der im Klinikum erworbenen Decubitalulcera. Zusammen mit der HNO-Klinik und der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastischen Gesichtschirurgie aber auch für den eigenen Bedarf bieten wir freie Gewebs-Transplantationen mit mikrovasculären Lappen an. Mit mehreren externen Krankenhäusern pflegen wir intensive Kooperationen; bei der gemeinsamen Patientenversorgung wird hier ein case management System eingesetzt