Pflege der Gefäß- und Viszeralchirugie

Die Station A 5 der Endovaskular- und Gefäßchirurgie befindet sich im Haupthaus des Uniklinikums im 5. Stockwerk. Die Station hat für die Versorgung der Patienten 25 Bettenplätze.  Diese sind überwiegend in Zweibettzimmer aber auch in zwei Vierbettzimmer und einem Einzelzimmer  unterteilt. Für Patienten steht auch ein Aufenthaltsraum mit Fernseh- und Leseecke zur Verfügung. 

Die Allgemeinstation der Endovaskular- und Gefäßchirurgie zeichnet sich durch eine hohe Zusammenarbeit mit der gefäßchirurgischen Hochschulambulanz aus, in der auch die Funktionsdiagnostik der Gefäß-und Endovaskularchirugie untergebracht ist. Die Pflegekräfte der Station A5 arbeiten nach dem Koordinationsprinzip, in dem eine erfahrene Gesundheits- und Krankenpflegerin/er den gesamten Ablauf der Schicht überwacht, die anderen Mitarbeiter je nach Qualifikation optimal einteilt und koordiniert, aber auch den Ansprechpartner für Patienten und alle anderen Schnittstellen darstellt. Hierdurch wird eine optimale Versorgung der Patienten gewährleistet.

Aufgabenschwerpunkte

Im Fachgebiet der Endovaskular- und Gefäßchirurgie zeigt sich neben der eigentlichen chirurgischen Versorgung ein weites Spektrum an Krankheitsbildern. Dies spiegelt sich oft in multimorbiden Patienten wieder, die eines hohen Maßes an intensiver Pflege bedürfen. Jedoch wird durch die Umsetzung der Fast Track Chirurgie auch häufig der minimalinvasive Weg der Operation gewählt, durch welchen den Patienten eine schnelle Erholung und nur ein kurzer Klinikaufenthalt ermöglicht wird. Häufige Krankheitsbilder sind unter anderem die Versorgung von Aneurysmen (z.B.: Bauchaortenaneurysma) oder die Wiederherstellung der Durchblutung durch das operative Erstellen von Bypässen oder das Entfernen von Plaques in den arteriellen Blutgefäßen (z.B.: Femoralis TEA). Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Erstellung von Dialyseshunts.

So konzentrieren sich die Aufgaben der Pflege in der OP-Vorbereitung und der postoperativen Überwachung von Patienten. Im Anschluss an die operative Versorgung der Patienten liegt die individuell auf den Patienten abgestimmte Wiedererlangung der Selbstständigkeit und Nutzung der eigenen Ressourcen, der durch die Pflegefachkräfte intensiv begleitet wird. Hierzu wird das Team auch durch die Physiotherapie unterstützt. Das stationseigene Case-Management bereitet, falls notwendig,  postoperativ die Entlassung nach Hause oder in eine Rehabilitationseinrichtung vor.  Ein wesentlicher Schwerpunkt der Pflege in der Gefäß- und Endovaskularchirurgie ist auch die Versorgung chronischer und postoperativer Wunden.  Bei allen pflegerischen Handlungen orientieren wir uns an den nationalen Expertenstandards der Pflege, um eine bestmögliche und moderne Versorgung zu gewährleisten.

Pflegeteam

Das multinationale Pflegeteam der Gefäß- und Endovaskularchirugie besteht aus examinierten Pflegekräften, welche in Voll- und Teilzeit tätig sind. Darüber hinaus wird es durch eine Servicekraft und eine Stationssekretärin ergänzt. Unser Team wird regelmäßig durch Schüler/innen der Gesundheits- und Krankenpflege, der Agnes Karl Schule, verstärkt. Auch unterstützen wir  Anerkennungspraktikanten der Gesundheits- und Krankenpflege auf ihrem Weg zum gleichwertigen Examen, weshalb im Pflegeteam auch examinierte Praxisanleiter zur Einarbeitung und Betreuung tätig sind. Durch die Vielfalt der Aufgaben bestehen  die Möglichkeiten, sich individuell weiter zu entwickeln und fortzubilden. Beispielsweise durch eine Fortbildung zum ICW Wundexperten/in oder zum examinierten Praxisanleiter/in.