Targeting miRNA for HCC therapy

Seit relativ kurzer Zeit ist bekannt, dass hierzu nicht nur Protein-codierende Gene gehören, sondern auch Minigene, welche für kurze RNAs kodieren, sog. Mikro-RNAs (miRNAs). Diese regulieren die Expression von Protein-kodierenden Zielgenen durch eine Basenpaarung mit dem 3’-nicht-translatierten Regionen der Ziel-mRNAs.

Expressionsanalysen von miRNAs erwiesen sich als nützlich für die Klassifikation von Malignomen, beispielweise nach Zelltyp und Äthiologie. Ein kausaler Zusammenhang zwischen miRNAs und Tumorgenese wird durch Beobachtungen gestützt, dass verschiedene miRNAs in Malignomen im Vergleich zu den entsprechenden Normalgeweben verstärkt oder vermindert exprimiert werden. Ein vielversprechendes Therapieziel ist die miR-21, da gezeigt worden ist, dass die Suppression von deren Expression zu einem verminderten Tumorzellwachstum im Zellkulturmodell führt. Für Leberzellkarzinome (HCC) wurde eine Überexpression von miR-21 gezeigt. Im Rahmen dieses Projektes soll untersucht werden, ob miR-21 ein geeignetes Zielmolekül einer HCC-Therapie darstellen könnte. Hierzu wird die Wirkung der Reduktion der miR-21-Expression auf die HCC-Progression in verschiedenen HCC-Modellen untersucht.

Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. Dr. Albrecht Piiper
Medizinische Klinik 1  Biomed.Forschungslabor
Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität
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Tel.: 069-6301-87667
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