Vorstellung

Am Universitätsklinikum Frankfurt steht für die Behandlung von hochpathogenen Infektionserkrankungen die Isoliereinheit der Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und des Saarlandes zur Verfügung.

Erfahrung in der Behandlung von hochpathogenen Infektionserkrankungen besteht seit dem Jahr 1967, in dem erstmalig Patienten mit der Marburg Erkrankung in Frankfurt behandelt wurden. Die Isoliereinheit in ihrer modernen Form wurde 2002 eröffnet und seitdem mehrfach modernisiert. Wir haben hier mehrere Patienten mit der SARS Erkrankung, dem Lassa Fieber sowie einen mit dem Ebolavirus infizierten Patienten erfolgreich behandelt. 

Die Isoliereinheit nimmt auf Grund der Nähe zum Frankfurter Flughafen und den mittlerweile häufig gewordenen Importinfektionen eine zentrale Rolle im Versorgungsnetzwerk für importierte, unter Umständen hochpathogene Infektionserkrankungen ein. Sie ist vorbereitet auf die Versorgung von Patient*innen und Patienten mit viral hämorrhagischem Fieber (VHF) wie Ebola-, Marburg, Lassa-, Hendra/Nippah, Rift Valley oder Krim-Kongofieber, sowie der Lungenpest, den Affenpocken, dem MERS (Middle East Respiratory Syndrome) und auch mit eventuell neu auftretenden, gefährlichen Erregern.

Geleitet wird die Isoliereinheit von PD Dr. med. Timo Wolf und Herrn Peter Fleckenstein. In regelmäßigen Übungen hält ein multidisziplinäres Team unterschiedlichster Abteilungen des UKF die notwendigen Standards in der Isolierbehandlung aufrecht.

Leitung

PD Dr. med. Timo Wolf

Oberarzt Infektiologie
Tel.: +49 69/6301-6614
Fax: +49 69/6301-6378
E-Mail: timo.wolf[at]kgu.de

Pflegeleitung

Peter Fleckenstein

Gruppenleitung Pflege
Stationen der Infektiologie, Haus 68
Tel.: +49 69/6301-83401
Fax: +49 69/6301-81576
E-Mail: peter.fleckenstein[at]kgu.de

Zusammenarbeit

Die Versorgung von Patient*innen mit hochpathogenen Infektionserkrankungen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem

  • Kompetenzzentrum des Stadtgesundheitsamtes Frankfurt (https://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=2837&_ffmpar%5b_id_inhalt%5d=24131), dem
  • Hochsicherheitslabor der Justus Liebig Universität Marburg (https://www.uni-marburg.de/fb20/virologie/institut/bsl4) und der
  • Branddirektion Frankfurt, die für den Patiententransport zuständig ist

Die Isolierstation ist ein Behandlungszentrum des STAKOB "Ständiger Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger" (https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/Stakob/Stakob_node.html) beim RKI.

Wir kooperieren eng mit dem Biocontainment Unit der Universität Nebraska in Omaha, Nebraska (https://www.nebraskamed.com/biocontainment),
und dem Special Isolation Unit des Emory Krankenhauses in Atlanta, Georgia http://emorymedicinemagazine.emory.edu/issues/2014/fall/features/special-isolation-unit/9

Kontakt im Verdachtsfall

Die Isolierstation betreibt eine 24/07 Rufbereitschaft unter der Nummer 0160-7015550 für die Aufnahme von Patient*innen mit hochpathogenen Infektionserkrankungen. Diese Nummer ist nur für Fachkreise und steht nicht zur Beratung bei anderen Infektionserkrankungen zur Verfügung.

Bei Verdachtspatient*innen außerhalb des Universitätsklinikums Frankfurt ist es notwendig, sich über die Leitstelle der Feuerwehr (112) an das Kompetenzzentrum des Stadtgesundheitsamtes Frankfurt zu wenden.