Studienzentrum

Das Studienzentrum der medizinischen Klinik 2 ist ein Koordinationszentrum für akademisch-initiierte und Industrie-gesponsorte Studien bei malignen Erkrankungen. Alle Studien der Abteilung werden über das Studienzentrum initiiert, koordiniert und in der Durchführung unterstützt. Die Teilbereiche der Studienzentrums – Studienzentrale, Studienambulanz und Schwerpunkt Onkologie – sind eng miteinander vernetzt, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte.
Die Studienzentrale befasst sich schwerpunktmäßig mit der Initiierung und Durchführung akademischer Studien bei akuter lymphatischer Leukämie und anderen malignen Erkrankungen. Sie betreibt als Studienzentrale die multizentrische nationale Studiengruppe für die akute lymphatische Leukämie des Erwachsenen (GMALL). Darüberhinaus agiert die Studienzentrale als klinikinterne Serviceeinrichtung  und unterstützt die Initiierung, Durchführung und Koordination von Industrie-gesponsorten und akademischen Studien bei hämatologischen und onkologischen Erkrankungen. Sie ist zertifiziert (DIN EN ISO 9001:2000) und in zahlreiche Projekte zur Unterstützung von Studieninfrastruktur, Qualitätssicherung und Public Health eingebunden.
José Carreras Ambulanz für Molekulare Therapien
Der rasant wachsende Kenntnisstand der molekularen Grundlagen maligner Erkrankungen hat in den letzten Jahren die Entwicklung neuer Therapieprinzipien ermöglicht, die sich an den Mechanismen der Tumorentstehung orientieren. Eine Vielzahl neuer, molekular gezielt wirkender Substanzen, die z.B. in die Signal-übertragung maligner Zellen eingreifen oder epigenetische Veränderungen bewirken, wurden mittlerweile zugelassen oder befinden sich derzeit in klinischer Prüfung geführt. 
Die Ambulanz für Molekulare Therapiestudien der Medizinischen Klinik II mit integrierter Phase I Studieneinheit führt mehr als 40 klinische Studien mit innovativen, molekular gezielten Substanzen  durch, einschließlich der Erstanwendung beim Menschen. Das Studienangebot umfasst Studien der Phasen I bis III auf den Gebieten der Hämatologie und Onkologie, mit besonderem Schwerpunkt auf der Therapie von Leukämien, myeloproliferativen und myelodysplastischen Syndromen  und Lymphomen; neben hämatologischen Neoplasien werden auch Studien bei soliden Tumoren durchgeführt. Da zahlreiche dieser Studien weltweit an nur wenigen Zentren durchgeführt werden, ist die Studienambulanz zudem national und teilweise international eine Anlaufstelle für viele Patienten, bei denen konventionelle Therapien versagt haben. Pro Jahr werden ca. 2.500 Behandlungen durchgeführt. Die Therapieeinheit besitzt insgesamt 12 Behandlungsplätze, in denen Patienten ambulant oder tagesstationär betreut werden. Das Behandlungsteam  umfasst 8 Studienkoordinatoren („Study Nurses“), 3 Krankenschwestern bzw. Arzthelferinnen, eine Assistenzarztstelle und einen Oberarzt.
Der Schwerpunkt Onkologie ist besonders mit der Durchführung interdisziplinärer Studien bei soliden Tumoren befaßt und dabeit mit nationalen und internationalen Studiengruppen eng vernetzt.