Bedeutung der PI3K für die EGFR/p53-Dichotomie des Glioblastoms

Beim Glioblastom (WHO-Grad IV), dem häufigsten malignen hirneigenen Tumor, werden zwei Prototypen unterschieden(1-4): Primäre oder de novo Glioblastome treten eher bei älteren Patienten auf und zeigen eine Amplifikation oder Überexpression des epidermal growth factor receptor (EGFR)-Gens, jedoch keine p53-Mutationen. Bei sekundären Glioblastomen, die im Zuge der malignen Progression aus niedrigradigen Astrozytomen entstehen, ist das Erkrankungsalter niedriger. p53-Mutationen sind die Regel, EGFR-Alterationen finden sich kaum.

 

Wir untersuchen diese Exklusivität von EGFR-Alterationen und p53-Mutationen in der Pathogenese des Glioblastoms, auch in Bezug auf den PI3K-Signaltransduktionsweg, und unter Berücksichtigung der besonderen Bedingungen des Tumormilieus, i.e., Hypoxie und Nährstoffdepletion.

 

1. Kleihues P, Burger PC, Collins VP, Newcomb EW, Ohgaki H, Cavenee WK 2000.

2. Watanabe K, Tachibana O, Sata K, Yonekawa Y, Kleihues P, Ohgaki H. 1996

3. Watanabe K, Sato K, Biernat W, Tachibana O, von Ammon K, Ogata N, Yonekawa Y, Kleihues P, Ohgaki H. 1997

4. Tohma Y, Gratas C, Biernat W, Peraud A, Fukuda M, Yonekawa Y, Kleihues P, Ohgaki H. 1998