Auszeichnungen und Preise 2011

Der Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, PD Dr. Christian Senft, hat auf dem Jahreskongress der American Association of Neurological Surgeons (AANS), dem größten amerikanischen Neurochirurgenkongress, den International Abstract Award für den besten internationalen Vortrag erhalten.
Neben Dr. Senft gehören auch Andrea Bink, Kea Franz, Hartmut Vatter, Thomas Gasser und Volker Seifert zu den Autoren, die ihren Vortrag unter dem Titel „Intraoperative MR-guided versus conventional microsurgical brain tumor resection: Results of prospective randomized trial" so erfolgreich präsentierten. Die Arbeit befasst sich auf der Grundlage von Patienten mit Hirntumoren, die an der Neurochirurgischen Universitätsklinik Frankfurt operiert wurden, mit der prospektiven randomisierten Evaluation der intraoperativen Kernspintomographie zur intraoperativen Resektionskontrolle.
Der „Discussant" des Vortrages auf dem AANS-Kongress, Prof. Berger (University of San Francisco) betonte, dass die Studie einen beispielhaften und richtungweisenden Beitrag zur klinisch-wissenschaftlichen Erforschung eines neuen Operationsverfahrens in der Chirurgie von schwierigen Hirntumoren darstellt.

Die Ergebnisse der Studie wurden zwischenzeitlich in einer der einflußreichsten Fachzeitschriften weltweit zur Publikation angenommen.
Der vollständige Artikel ist hier erhältlich:
Lancet Oncol. 2011 Oct;12(11):997-1003
 

 

Dr. med. Lutz Weise, Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie und Leiter des Funktionsbereiches Stereotaxie-Funktionelle Neurochirurgie wurde auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie in Hamburg vom 09.05. - 12.05.2011 der renommierte Traugott-Riechert-Preis, der mit 10.000 Euro dotiert ist, für sein wissenschaftliches Projekt: „Tiefe Hirnstimulation – Korrelation motorisch evozierter Potenziale mit navigierter TMS-basierter Traktographie“ verliehen.
Ziel der Studie ist es, mit Hilfe der Faserbahndarstellung (DTI-basiertes Fibertracking) ein weiteres anatomisches Korrelat bzw. Referenzsystem zu nutzen, um eine noch genauere Platzierung der Stimulationselektroden z.B. im Rahmen der operativen Behandlung einer Parkinson-Erkrankung zu ermöglichen und ggf. invasive elektrophysiologische Kartierungen reduzieren zu können.
Sollten sich diese Faserbahnen als zuverlässiges Referenzsystem im Rahmen der Funktionellen Neurochirurgie herausstellen, könnte hinsichtlich der Tiefenhirnstimulation eine größere therapeutische Breite und eine Verringerung des Blutungsrisikos erreicht werden.