Pressemitteilungen 2011

Grundsteinlegung für CyberKnife am 08.12.2011

Das Zentrum für Radiochirurgie und Präzisionsstrahlung am Klinikum der J.W. Goethe-Universität in Frankfurt wird erweitert und bekommt hochmoderne Medizintechnik für die Krebstherapie.

Am 8. Dezember wurde um 12 Uhr auf dem Gelände des Klinikums (Zentrum Neurochirurgie) der Grundstein für den Erweiterungsbau CyberKnife gelegt. Mit der Erweiterung entsteht in Frankfurt eines der modernsten Radiochirurgiezentren Deutschlands. Dort werden dann künftig sowohl die GammaKnife- als auch die CyberKnife-Technik für die Krebstherapie eingesetzt. Diese medizinischen Hightechgeräte ermöglichen eine ganz besondere ambulante, schmerzfreie, komfortable und weitestgehend gefahrenfreie Chirurgie. An Stelle des Skalpells arbeitet ein robotergeführter Strahl. Mit großer Präzision zerstört er das Tumorgewebe im Inneren des Menschen. Das umliegende gesunde Gewebe wird mit dem Einsatz der neuen Medizintechnik nicht mehr geschädigt. Bislang können im Frankfurter Zentrum für Radiochirurgie und Präzisionsstrahlung nur Erkrankungen im Kopf behandelt werden. Mit CyberKnife wird die Behandlung auf den ganzen Körper erweitert.

Das Medizinische Versorgungszentrum investiert insgesamt rund 9 Millionen Euro in das Zentrum. Die Grundsteinlegung wurde mit zahlreichen Gästen gefeiert. Die Bedeutung des Erweiterungsbaus für das Klinikum erläuterten der Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie Prof. Dr. Volker Seifert und der Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Onkologie Prof. Dr. Claus Rödel. Die Leiterin der Deutschen BKK in Frankfurt, Bianka Minner, erklärte, warum die Krankenkasse entschieden hat, die Behandlung ihrer Patienten durch CyberKnife zu finanzieren. Manfred Hahn von der HypoVereinsbank beschrieb, wie sein Institut für die Finanzierung des Projekts gewonnen werden konnte. Zum Abschluss des offiziellen Programms durften die Bühnengäste gemeinsam den symbolischen Grundstein für den Erweiterungsbau CyberKnife legen. Im Anschluss konnten alle Gäste auf das zukunftsweisende Projekt anstoßen.

Weitere Informationen:
www.radio-chirurgie.de

 

 

Pressemitteilung 16.02.2011

Dreidimensionales Üben am künstlichen Schädel

Friedrich von Metzler übernimmt Patenschaft für innovatives Trainingskonzept an der Klinik für Neurochirurgie

Am Universitätsklinikum wird künftig ein völlig neuartiges Trainingskonzept für chirurgische Eingriffe am Gehirn umgesetzt und weiterentwickelt. Der Frankfurter Bankier und Mäzen Friedrich von Metzler sowie die Stiftung Deutscher Gründerpreis initiieren das Projekt zusammen mit der Klinik für Neurochirurgie.

Das neue Ausbildungsmodul ermöglicht es, chirurgische Fähigkeiten auch haptisch an naturgetreuen 3D-Modellen des Schädels zu erlernen. Dabei können bestimmte räumliche Abschnitte einer neurochirurgischen Operation mit reellen Instrumenten simuliert und geübt werden. Während des chirurgischen Eingriffs am Modell werden Verletzungen von Risikostrukturen ermittelt und dem Chirurgen angezeigt. Basierend auf echten medizinischen Bilddaten wie CT, MRT oder 3D-Ultraschalldaten ist es überdies möglich, konkrete 3D-Modelle des Schädels spezifischer Patienten zu erstellen. So können komplexe Eingriffe vor der eigentlichen Operation an den individuellen Modellen durchgeführt werden. Das Risiko für den Patienten sinkt dadurch deutlich.

Weiterentwicklung des 3D-Modells in Frankfurt
Das 3D-Modell der Leipziger Firma Phacon beschränkt sich bislang noch auf die knöchernen Strukturen des Schädels. In Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurochirurgie soll das Verfahren ausgebaut und weiterentwickelt werden. Ziel ist es, auch die Binnenstrukturen des Schädels wie Gehirn, Hirnnerven und Gefäße entsprechend zu erfassen.
Der Grundstein für das Projekt wurde bei einem ersten Treffen im Januar in der Klinik für Neurochirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. Volker Seifert gelegt. Zugegen waren Dr. Ronny Grunert und Dr. Hendrik Möckel, Gründer der Phacon GmbH, Friedrich von Metzler, der die Patenschaft für das Projekt übernommen hat, sowie Nadine Helterhoff, Projektleiterin des Deutschen Gründerpreises.

Der Deutsche Gründerpreis ist die bedeutendste Auszeichnung für innovative und tragfähige Geschäftsideen und wird in mehreren Kategorien jährlich verliehen. Zu den mehr als 250 Experten des Deutschen Gründerpreises zählen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik, Vertreter von Handels- und Handwerkskammern, Universitäten, Technologietransferstellen, Venture Capital-Geber und Vertreter der Sparkassen-Finanzgruppe.


Frankfurt am Main, 16. Februar 2011



Für weitere Informationen:

Prof. Dr. Gerhard Marquardt
Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie
Fon    (0 69) 63 01 – 52 95
Fax    (0 69) 63 01 – 63 22
E-Mail    g.marquardt@em.uni-frankfurt.de

Prof. Dr. Volker Seifert
Direktor der Klinik für Neurochirurgie
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon    (0 69) 63 01 – 52 95
Fax    (0 69) 63 01 – 63 22
E-Mail    v.seifert@em.uni-frankfurt.de

Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon    (0 69) 63 01 – 77 64
Fax    (0 69) 63 01 – 83 22 2
E-Mail    ricarda.wessinghage@kgu.de
Internet    www.kgu.de