Ausbildungscurriculum Facharzt für Neurologie

Das Weiterbildungs- und Rotationskonzept unserer Klinik:
Den Mehrwert einer universitären Facharztweiterbildung ausschöpfen

Die Facharztweiterbildung an einer Universitätsklinik hat viele Facetten. An unserer Klinik erfolgt sie in einem Team motivierter Kolleginnen und Kollegen unter der Leitung von Prof. Dr. Helmuth Steinmetz. Daneben bieten wir die Möglichkeit zur Entwicklung und Verfolgung eigener Forschungsprojekte und leisten den Großteil der Lehre im Fach Neurologie für die Medizinstudierendender Goethe Universität Frankfurt. Im Januar 2012 haben wir ein verbindliches Ausbildungs- und Rotationskonzept für die Weiterbildungsassistenten unserer Klinik etabliert. Dieses bietet Planungssicherheit über den neurologischen Teil der Facharztausbildung und garantiert eine umfassende Ausbildung. Insbesondere der Einsatz in allen nach dem Weiterbildungskatalog geforderten Bereichen der klinischen Neurologie kann durch dieses bindende Konzept allen Weiterbildungsassistenten in einer vertretbaren Ausbildungsdauer zugesichert werden. Hierbei wird für jeden Weiterbildungsassistenten die gleiche Ausbildungszeit zu Grunde gelegt. Schlüsselrotationen (Intensivstation, Ultraschalllabor, Elektrophysiologie) werden zu vorhersehbaren Zeitpunkten vergeben, die nach dem Eintrittsdatum in die Klinik errechnet werden. Die strukturierte Ausbildung aller Weiterbildungsassistenten mit gerechter Vergabe der Schlüsselrotationen zu errechneten Zeitpunkten ist bei der Größe einer Universitäts-Neurologie mit derzeit etwa 30 Weiterbildungsassistenten nicht innerhalb von vier Jahren (der Mindestzeit für den neurologischen Teil der Facharztweiterbildung) möglich. Derzeit beträgt die Ausbildungsdauer an unserer Klinik daher sieben Jahre. Die vergleichsweise längere Ausbildungsdauer mit Vergabe der Schlüsselrotationen zu vorhersehbaren Zeitpunkten ist von großem Vorteil, da so die vorausschauende Planung von Forschungsrotationen und die gezielte Vertiefung von klinischen Interessensgebieten ermöglicht werden. Die systematische Vergabe der Schlüsselrotationen räumt zudem die gelegentliche Konkurrenz um diese begehrten Rotationen aus und trägt zu unserem kollegialen Arbeitsklima bei.

Die Ausbildung beginnt in aller Regel mit einem Einsatz in der stationären Versorgung (Allgemeinstation, Neuroonkologie oder Stroke Unit). Dieses ist eine gute Vorbereitung für die Nacht- und Wochenend-dienste, die nach etwa sechs Monaten aufgenommen werden. Jeder Weiterbildungsassistent wird im Laufe seiner Ausbildung jeweils sechs Monate vollzeitig im Ultraschall und in der Elektrophysiologie eingesetzt, außerdem sind 9 Monate Tätigkeit auf der Neurologischen Intensivstation fester Bestandteil des Curriculums. In allen Bereichen wird eine sorgfältige Einarbeitung gewährleistet. Zudem wird an unserer Klinik allen Weiterbildungsassistenten die Möglichkeit gegeben, die umfassende Facharztausbildung an einer Universitätsklinik mit Forschungs- und einer Lehrrotationen in Vollzeit mit der Möglichkeit zur medizindidaktischen Ausbildung anzureichern. Auch Rotationen in die Spezialgebiete der Neuroonkologie, der Ambulanz für Multiple Sklerose, der Ambulanz für Bewegungsstörungen und der stationären Video-EEG-Epilepsie- und Schlafdiagnostik mit angebundenen Spezialambulanzen ergänzen die klinisch-neurologische Ausbildung.