HIFI-Therapie bei Uterusmyomen & Adenomyose

Un­ser In­sti­tut bie­tet als ei­ne der ers­ten deutsch­spra­chi­gen Kli­ni­ken die Be­hand­lung mit dem Ul­tra­schall-ge­steu­er­ten HI­FU-Sys­tem an. So sind auch Ute­rus­myo­me (gut­ar­ti­ge Wu­che­rung der Ge­bär­mut­ter­mus­ku­la­tur) und die Ade­no­myo­se (En­do­me­trio­se der Ge­bär­mut­ter) mög­li­che Ein­satz­ge­bie­te der HI­FU-Te­ra­pie. Im Fol­gen­den wird auf die Er­kran­kun­gen und die spe­zi­el­len HI­FU-The­ra­pie­mög­lich­kei­ten ge­nau­er ein­ge­gan­gen.

Was sind Myo­me?

Die so­ge­nann­ten Myo­me sind die häu­figs­ten gut­ar­ti­gen Tu­mo­ren der Ge­bär­mut­ter und be­ste­hen aus An­samm­lun­gen von Ute­rus­mus­kel­zel­len. Myo­me sind im Ute­rus an den un­ter­schied­lichs­ten Stel­len lo­ka­li­siert und wer­den je nach La­ge in ver­schie­de­ne Ty­pen un­ter­teilt. Die ge­nau­en Ur­sa­chen der Myo­ment­ste­hung sind bis­her nicht be­kannt. Je­doch wach­sen sie un­ter dem Sti­mu­lus des weib­li­chen Ge­schlechts­hor­mons Ös­tro­gen, wes­halb sie fast aus­schließ­lich bei Frau­en im ge­bär­fä­hi­gen Al­ter be­ob­ach­tet wer­den. Zu­sätz­lich zum hor­mo­nel­len Ein­fluss schei­nen aber auch ge­ne­ti­sche Fak­to­ren ei­ne Rol­le bei der Myo­ment­ste­hung zu spie­len. Myo­me sind sehr häu­fig; sie fin­den sich bei min­des­tens 25% al­ler Frau­en im ge­bär­fä­hi­gen Al­ter.

 

Myo­me lö­sen Be­schwer­den aus.

Myo­me ver­ur­sa­chen nur in ca 15% der Fäl­le Be­schwer­den und Sym­pto­me, des­halb gibt es vie­le Frau­en, die nichts von ih­rem Myom wis­sen. Der Myombe­fund wird oft zu­fäl­lig bei gy­nä­ko­lo­gi­schen Un­ter­su­chun­gen er­ho­ben. Mens­trua­ti­ons­stö­run­gen oder un­re­gel­mä­ßi­ge, star­ke oder lang an­hal­ten­de Re­gel­blu­tun­gen kön­nen durch gro­ße oder un­güns­tig lo­ka­li­sier­te Myo­me aus­ge­löst wer­den. Eben­so kön­nen Myo­me Schmer­zen oder ein Druck­ge­fühl im Un­ter­leib ver­ur­sa­chen. Sie kön­nen durch Druck auf die Harn­bla­se zu ver­stärk­tem Harn­drang oder Harn­in­kon­ti­nenz führen oder auch Schmer­zen beim Ge­schlechts­ver­kehr aus­lö­sen. Sel­ten kön­nen Myo­me der Grund für ei­nen un­er­füll­ten Kin­der­wunsch oder auch für ei­ne Früh- oder Fehl­ge­burt sein.

Myo­me-Be­hand­lungs­mög­lich­kei­ten

Ei­ne Be­hand­lung der Myo­me ist aus me­di­zi­ni­scher Sicht nur not­wen­dig, wenn sie Be­schwer­den ver­ur­sa­chen. Bei Sym­ptom­auf­tre­ten gibt es ver­schie­de­ne The­ra­pie­mög­lich­kei­ten.

Ope­ra­ti­on

Die Ope­ra­ti­on ist die Stan­dard­be­hand­lung ei­nes Myoms, die über ver­schie­de­ne Zu­gän­ge err­fol­gen kann (nor­ma­le of­fe­ne Ope­ra­ti­on, Bauch­spie­ge­lung, durch die Schei­de = trans­va­gi­nal). Hier­bei wird ent­we­der das Myom aus der Ge­bär­mut­ter
her­aus­ge­schält (Myo­mek­to­mie) oder die gan­ze Ge­bär­mut­ter ent­fernt (Hys­te­rek­to­mie). Zur kom­plet­ten ope­ra­ti­ven Ge­bär­mut­ter­ent­fer­nung wird oft­mals bei sehr gro­ßen oder zahl­rei­chen Myo­men ge­ra­ten. Bei der Hys­te­rek­to­mie ist, ab­hän­gig vom Ein­zel­fall, ein Kran­ken­haus­auf­ent­halt
von 3 bis 10 Ta­gen er­for­der­lich. An­schlie­ßend soll­te ei­ne Er­ho­lungs­zeit von bis zu 6 Wo­chen ein­ge­hal­ten wer­den. Bei der Myo­mek­to­mie, al­so der rei­nen Myo­ment­fer­nung, dau­ert der Kran­ken­haus­auf­ent­halt meist 1 bis 3 Ta­ge, bei be­son­ders gro­ßen Myo­men bis zu ei­ner Wo­che. Die an­schlie­ßen­de Er­ho­lungs­zeit be­trägt hier­bei durch­schnitt­lich bis zu 4 Wo­chen.

 

NICHT OPE­RA­TI­VE VER­FAH­REN

Myo­mem­bo­li­sa­ti­on
Bei der Myo­mem­bo­li­sa­ti­on wer­den die myomver­sor­gen­den Blut­ge­fä­ße künst­lich ver­stopft. Die­se Al­ter­na­ti­ve zur Ope­ra­ti­on er­folgt in ört­li­cher Be­täu­bung über die Leis­te. Hie­rüber wird ein dünner Ka­the­ter in das Ge­fäß­sys­tem ein­ge­führt, über den dann lo­kal am Myom das so­ge­nann­te Em­bo­li­sa­ti­ons­ma­te­ri­al, meist klei­ne Kunst­stoff­kügel­chen, in­ji­ziert wird. Durch den re­sul­tie­ren­den Ge­fäß­ver­schluss (die Em­bo­li­sa­ti­on) wird das zu be­han­deln­de Myom von der Blut­ver­sor­gung ab­ge­schnit­ten, stirbt folg­lich ab und schrumpft in den fol­gen­den Mo­na­ten. Die Myo­mem­bo­li­sa­ti­on kann als am­bu­lan­te oder mit ei­nem 1- bis 2-tä­gi­gen sta­tio­nä­ren Auf­ent­halt durch­ge­führt wer­den. Vor­teil der Em­bo­li­sa­ti­on ist die gleich­zei­ti­ge Be­handl ung al­ler Myo­me in ei­ner The­ra­pie­sit­zung. Die Me­tho­de ist so­mit für Pa­ti­en­tin­nen mit meh­re­ren Myo­men ge­eig­net. Die Er­ho­lungs­zeit nach dem Ein­griff dau­ert bis zu ei­ner Wo­che