Molekular zielgerichtete Therapie zur Steigerung der Strahlensensibilität von Tumoren

Projektbeschreibung

Nicht alle Patienten profitieren von einer Radio(chemo)therapie gleichermaßen. So reicht das individuelle Ausmaß des Therapieansprechens von einem vollständigen Rückgang des Tumors (komplette Remission) bis hin zur Tumorprogression. Von klinischer Bedeutung ist es deshalb, molekulare Mechanismen und Marker zu definieren, die das Ansprechen auf eine Therapie determinieren und entsprechend Zielstrukturen für eine molekular zielgerichtete Therapie oder eine Immuntherapie darstellen. Im Rahmen der Projekte werden Möglichkeiten einer Tumorsensibilisierung durch Hemmung molekularer Faktoren oder den Einsatz immumologischer Strategien wie einer adaptiven Zelltherapie in Kombination mit Bestrahlung untersucht. Dazu stehen eine Reihe von therapeutischen Möglichkeiten wie eine RNA-Interferenz (siRNA, shRNA), von „Small molecule“ Inhibitoren oder von Protokollen zum Einsatz natürlichen Killer(NK)-Zellen zur Verfügung.

Einen experimentellen Schwerpunkt bilden Mitglieder der Inhibitor of Apoptosis-Protein (IAP) Familie wie Survivin und X-linked IAP (XIAP), die als multifunktionelle Faktoren im Tumorgewebe überexprimiert werden. Weitere Zielstrukturen stellen Enzyme wie Mitglieder der Polo-like kinase Familie (Plk1, Plk3), der DNA-Reparatur assoziierten Never in mitosis gene a-related kinase 1 (NEK1), von mRNA-bindenden Proteinen wie human antigen R (HuR) und von Integrin-assoziierten Faktoren wie der Focal adhesion kinase (FAK) dar.

Kooperationen für diese Forschungsvorhaben bestehen mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin (Prof. Ullrich), der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Prof. Strebhardt), der, Klinik für Neurochirurgie (Prof. Kögel), dem Institut für Medizinische Virologie (Prof. Cinatl), dem Institut für Experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie (Prof. Fulda), dem Institut für Allgemeine Pharmakologie und Toxikologie (Prof. Eberhardt), dem Nationalen Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie (OncoRay Prof. Cordes) und der technischen Universität Darmstadt (Prof. Löbrich).

Leitung der Projekte: Prof. Dr. F. Rödel, Prof. Dr. E Fokas, Prof. Dr. C. Rödel, PD Dr. S. Hehlgans.

Förderung

Förderungen bestehen im Rahmen des Deutschen Konsortiums für translationale Krebsforschung (DKTK) und des Universitären Zentrums für Tumorerkrankungen (UCT), Universität Frankfurt/Main

Themenrelevante Publikationen:

  • Wagner J, Pfannenstiel V, Waldmann A, Bergs WJ, Brill B, Hünecke S, Klingebiel T, Rödel F, Buchholz C, Wels W, Peter Bader P, Evelyn Ullrich E. A two-phase expansion protocol combining IL-15 and IL-21 improves NK cell proliferation and cytotoxicity against Rhabdomyosarcoma. Front Immunol 2017;8: