Häufig gestellte Fragen

Warum muss ich das Hörscreening wiederholen obwohl die TEOAE Messung unauffällig war?

Dies kann zwei Gründe haben:
1. es wurde zuvor bereits eine AABR-Untersuchung durchgeführt, die ein kontrollbedürftiges Ergebniss ergab
2. Ihr Kind gehört zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko für eine Hörstörung und sollte aus diesem Grunde eine AABR Untersuchung erhalten.
Risikofaktoren sind unter anderem bestimmte Medikamente, eine Frühgeburt, Rauchen/Alkohol in der Schwangerschaft, intensivmedizinische Versorgung,
familiäre Hörstörungen, Infektionen, Fehlbildungen des Kopfes und weitere.

Wie funktioniert das Neugeborenenhörscreening?

Kann ich das Hörscreening/ die Kontrolle bei einem Arzt machen, der nicht von der Hörscreening-Zentrale empfohlen wird?

Sie können das Neugeborenenhörscreening bei jedem Arzt durchführen lassen, der die notwendigen Geräte für die Messungen der TEOAE/DPOAE und AABR hat.
Wenn Sie jedoch keinen Arzt aus unserer Adressliste wählen, so bitten wir Sie darum, uns im Anschluss an die Untersuchung den Befund/Arztbrief zukommen zu lassen.

Was ist wenn mein Kind eine Hörstörung hat?

Wenn bei ihrem Kind eine Hörstörung festgestellt wird, so werde die Ärzte mit Ihnen über die beste Therapiemöglichkeit beraten. Bei einer frühzeitigen Versorgung der Hörstörung wird Ihr Kind
in sich im Vergleich zu einem Kind ohne Hörstörung annähernd normal entwickeln. Ihr Kind wird je nach Bedarf Frühförderungen erhalten.

Tut der Hörtest meinem Kind weh?

Bei dem Hörtest wird ein kleiner Stecker in das Ohr des Kindes gesteckt, aus dem ein leiser Ton in das Ohr gesendet wird. weder der Stecker noch der Ton tun dem Kind weh.
Wir empfehlen Ihnen, sich bei Interesse diesen Stecker einmal selbst in Ihr Ohr zu halten und sich somit ein Bild von der Screeningmethode zu machen.
Bei der AABR Messung werden zusätzlich Klebeelektroden auf dem Kopf angebracht. Das ist mit einem gut klebendem Pflaster vergleichbar und tut dem Kind ebenfalls nicht weh.

Fühlt sich das Kind durch den Ton beim Hörtest gestört?

Der leise Ton wird von den Kindern zwar wahrgenommen, diese fühlen sich jedoch nicht dadurch gestört; auf viele Kinder wirkt der Ton sogar beruhigend und sie schlafen dabei ein.

Muss das Kind während des Hörscreenings schlafen?

Das Hörscreening lässt sich am besten am schlafenden Kind durchführen; es funktioniert aber auch bei einem ruhigen wachen Kind.

Mein Kind reagiert wenn ich es anspreche, kann es trotzdem eine Hörstörung haben?

Viele Kinder mit einer Hörstörung entwickeln eine herausragend gute Beobachtungsgabe und versuchen so den Hörverlust auszugleichen; es kann also sein, dass bei den
Eltern lediglich der Eindruck entsteht, das Kind würde auf das gehörte reagieren obwohl das Kind nur auf den visuellen Reiz reagiert hat.

Ist eine Freifeldaudiometrie bei einem Neugeborenen ausreichend?

Eine freifeldaudiometrie ist bei einem Neugeborenen nur sehr schwer durchführbar und wird daher für das Neugeborenenhörscreening nicht verwendet.

Mein Kind ist nicht in einer Klinik geboren, wie kann ich nun ein Hörscreening erhalten?

Ein Hörscreening können Sie bei allen Ärzten auf dieser Liste oder bei einem anderen Arzt Ihres Vertrauens durchführen lassen. Sofern Sie keinen Arzt aus
unserer Liste wählen, bitten wir Sie, uns im Anschluss an die Untersuchung den Befund/Arztbrief zukommen zu lassen.

Bis wann muss das Neugeborenenhörscreening gemacht werden?

Das Neugeborenenhörscreening sollte in den ersten drei Lebenstagen durchgeführt werden. Bei Frühgeborenen oder kranken Kindern kann das Hörscreening auch später erfolgen.
Die Nachkontrollen und eventuell nötige Konfirmationsdiagnostik sollten bis zum 3. Lebensmonat abgeschlossen und die Therapie bis zum 6. Lebensmonat begonnen werden sofern eine Hörstörung vorliegt.

Brauche ich für das Hörscreening eine Überweisung?

Bitte fragen Sie Ihren Arzt ob und welche Überweisung Sie benötigen.
Einige Kliniken/Ärzte benötigen hier eine Überweisung von einem HNO Arzt, anderen reicht eine Überweisung vom Kinderarzt oder es wird keine Überweisung benötigt.