Komplizierte Wunden

Komplizierte Wunden

       Wundsprechstunde

Die Ambulanz des universitären Wundzentrums befindet sich im Haus 23 A, 1. OG und ist angegliedert an die Hochschulambulanz für Gefäß- und Endovascularchirurgie.

Sie bietet stationären wie auch ambulanten Patienten die Möglichkeit der Beratung und Behandlung bei Vorliegen einer chronisch-komplizierten Wunde.

In Kooperation mit den Hauptbehandlern erfolgen im Rahmen der Sprechstunde die basisdiagnostische Abklärung der Wunde und die Definition von Möglichkeiten und Maßnahmen zur Optimierung der lokalen und systemischen Wundbehandlung.

Im Verlauf sorgen wir für die Koordination der weiteren ambulanten oder nachstationären Behandlung durch qualifizierte Homecare-Kooperationspartner und Pflegedienste.

 

Unser Leistungsspektrum umfasst unter anderem:

  • Nachstationäre Verlaufskontrollen bei chronisch-komplizierter Wunde/ Wundheilungsstörungen
  • Ambulante Kausaltherapie
  • Lokale Wundbehandlung nach evidenzbasiertem Standard
  • Ambulante Verlaufskontrollen
  • Wundbehandlung von Palliativwunden (Tumore, Strahlenschäden, etc.)
  • Unterschiedliche ambulante Verfahren zum Wunddebridement (Biochirurgie, Shaving, etc.)
  • Ultraschallassistierte Wundreinigung
  • Farbkodierte Duplexsonographien
  • Histologische Untersuchungen
  • Lichtreflexionsrheograpie
  • Verschlussplethysmografie
  • Standardisierter Gehtest
  • Koordination der nachstationären Versorgung
  • Kommunikation und Kooperation mit externen Leistungserbringern
  • Beratung und Initialversorgung von Pateinten mit Stoma- und Darmfisteln
  • Überleitung in ambulante Negative-Wunddruck-Therapie
  • Anleitung und Beratung von pflegenden Angehörigen
  • Vermittlung von Kontakten zu Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen

 

Termine können telefonisch oder auf elektronischem Wege vereinbart werden:

Universitäres Wundzentrum

Haus 23 A, 1. OG

Telefon: +49/ (0)69/ 6301-7103

Wundmanagement@kgu.de


 

Dekubitus-Visite

Das Dekubitusproblem ist zeitlos. Obwohl die Medizintechnologie auf dem Gebiet der Diagnostik und Therapie sich stetig weiterentwickelt und Krankheiten schneller und effizienter diagnostiziert und therapiert werden können, ist die Entstehung eines Dekubitus im Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt ein weit verbreitetes Problem, welches in unmittelbarem Zusammenhang mit der angewendeten Pflegequalität steht. Um die Dekubitusinzidenz im Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität zu senken, wurde ein Stufenplan erarbeitet. Dazu gehört seit Ende Mai 2011 die Einführung einer Dekubitus-Visite auf den Intensivstationen. Bereits jetzt kann festgestellt werden, dass durch die Visite die Dekubitusinzidenz gesenkt werden konnte. Des weiteren bietet die Visite eine Diskussionsplattform für andere komplizierte Wunden und ermöglich so den fachlichen Austausch der Mitglieder des universitären Wundzentrums mit dem Behandlungsteam des Patienten.

Konsil Wunde

Seit Juni 2011 haben alle Berufsgruppen, die an der Pflege und Behandlung eines Patienten beteiligt sind die Möglichkeit, über ORBIS eine Konsilanfrage an das universitäre Wundzentrum zu richten. Das Team aus Wundexperten des UWZ bearbeitet die Anfragen zeitnah und erstellt nach Konsultation des Patienten ein Konsilbericht. Sollte das Hinzuziehen medizinischer Expertise erforderlich sein, werden die behandelnden Ärzte darüber informiert und das ärztliche Expertenteam des UWZ eingeschaltet. Ziel der Konsiltätigkeit ist die zeitnahe Erstellung eines Behandlungsplans in Absprache mit den behandelnden Ärzten und die bestmögliche Wundbehandlung des Patienten. Die Mitarbeiter der Stationen und auch die Patienten/Angehörigen werden vor Ort durch die Wundexperten in Umsetzung der Behandlungsmöglichkeiten geschult und beraten.