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Expertenteam stellt neue Methode zur Operation schwieriger Hirngefäß-Aneurysmen vor: Blutdruck herunterfahren, um Hirngefäße zu reparieren

Das Expertenteam der RVP-Therapie am Universitätsklinikum Frankfurt vor dem Mikroskop, das während des Eingriffs verwendet wird (v.l.n.r.): Prof. Jürgen Konczalla, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, PD Dr. Haitham Mutlak, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Prof. Stephan Fichtlscherer, Stellvertretender Direktor der Klinik für Kardiologie, Dr. Ulrich Strouhal, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, und Prof. Volker Seifert, Direktor der Klinik für Neurochirurgie.

Experten aus Neurochirurgie, Kardiologie und Anästhesiologie des Frankfurter Universitätsklinikums haben in einer weltweit ersten interdisziplinären Studie eine alternative unterstützende Methode, die im Rahmen der Chirurgie von schwierigen Hirngefäß-Aneurysmen eingesetzt wird, untersucht.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung stellte das Verfahren unter der Überschrift „Das rasende Herz hilft dem Hirn“ am 4. April in ihrem bundesweiten Wissenschaftsteil vor.

Bei der neuen Aneurysma-Therapie hat das Frankfurter Team mittels einer passageren Schrittmacherstimulation die Frequenz des Herzschlages kurzfristig extrem beschleunigt, um hierdurch kontrolliert für eine kurze Phase während des operativen Eingriffs einen bewusst sehr niedrigen Blutdruck zu erreichen.

Diese elegante und zugleich anspruchsvolle Technik ermöglicht die effektive und sichere Behandlung von besonders komplexen Hirngefäßaneurysmen und könnte die bisher verwendeten Verfahren ersetzen. Aneurysmen sind angeborene oder erworbene Aussackungen von Blutgefäßen, die im Vergleich zu gesunden Gefäßabschnitten dem normalen Blutdruck nicht immer standhalten können und in seltenen Fällen durch ein Platzen des Aneurysmas zu einer schweren Hirnblutung führen.

Geplatzte (rupturierte) Aneurysmen im Gehirn sind für circa 15 Prozent der Schlaganfälle verantwortlich. Diese Blutungen können massive Schäden im Gehirn verursachen und verlaufen in vielen Fällen tödlich. Entdecken Ärzte ein nicht geplatztes Aneurysma bereits vor einer Ruptur, können sie durch eine Operation oder dank einem Eingriff über den Gefäßweg dieses ausschalten und somit unschädlich machen.
Große und komplexe Aneurysmen können zu einem großen Teil nur über eine Operation dauerhaft und effektiv verschlossen werden. Dafür wird das Aneurysma mit einem oder mehreren Titanclips unter dem Operationsmikroskop verschlossen und damit die Gefahr einer Ruptur beseitigt. Diese Eingriffe sind jedoch nach Lage, Größe und Struktur des Aneurysmas unterschiedlich komplex bzw. anspruchsvoll. Das zentrale Problem bei diesem Eingriff besteht darin, vor allem bei einem großen, prall mit Blut gefüllten Aneurysma, den oder die Aneurysmaclips sicher zum Verschluss des Aneurysmas platzieren zu können.


Bei diesen schwierigen Fällen werden bislang Methoden eingesetzt, die entweder in der Effektivität begrenzt sind oder eine hohe Komplikationsrate aufweisen. 

WEGWEISENDE INTERDISZIPLINÄRE STUDIE

3D-Angiographie eines komplexen Hirngefäßanauerysmas vor (links) und nach (rechts) mikrochirurgischem Verschluß unter RVP

Das Universitätsklinikum Frankfurt hat jetzt in einer wegweisenden interdisziplinären Studie ein alternatives Verfahren, dass als Rapid Ventricular Pacing (RVP) bezeichnet wird, im Rahmen der Operation komplexer Aneurysmen eingesetzt. In der modernen Kardiologie stellt diese Methode bereits ein etabliertes Verfahren dar, zum Beispiel beim Ersatz der Aortenklappe über den Gefäßweg.

Um dieses Verfahren bei Hirngefäßaneurysmen einzusetzen, wird über eine Vene ein temporärer Herzschrittmacher in die rechte Herzkammer eingebracht. Hiermit ist das Team in der Lage, den Herzschlag des Patienten kontrolliert kurzzeitig sehr stark zu beschleunigen, was zu einem deutlichen,  aber präzise steuerbaren Absinken des Blutdrucks führt. Durch diesen gezielten Blutdruckabfall wird eine nahezu vollständige Blutleere in dem zu behandelnden Aneurysma erreicht, wodurch es dem Operateur möglich ist, auch große und komplexe Aneurysmen erfolgreich und sicher mikrochirurgisch zu verschließen – so die Ergebnisse der Studie, die im renommierten amerikanischen Wissenschaftsmagazin „Journal of Neurosurgery“ veröffentlicht worden sind. 

Die Frankfurter Wissenschaftler sind zuversichtlich, dass diese Methode der neue Standard bei der Behandlung komplexer Hirnaneurysmen werden kann.

 

 

Hirntumore besser therapieren

Hirntumorerkrankungen gehören zu den komplexesten und am schwierigsten zu behandelnden Tumortypen und verlaufen auch heutzutage häufig noch schicksalhaft. Neue Therapie- und Diagnostikansätze verbessern die Situation von Patienten spürbar.

Das Hirntumorzentrum (HTZ) des Universitätsklinikums und des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen Frankfurt hat es sich zur zentralen Aufgabe gemacht, basierend auf Erkenntnissen der Tumorbiologie neue Therapieansätze in die klinische Anwendung zu bringen und in der Region eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten. Jetzt können die tragenden Abteilungen am Universitätsklinikum – Neurochirurgie, Neurologie, Neuroonkologie, Neuroradiologie, Neuropathologie, Radioonkologie sowie die Hämatologie und Onkologie – mehrere Forschungserfolge verzeichnen. Diese machen Hoffnung auf deutlich bessere Überlebenschancen. Die Zahl der am HTZ behandelten Patienten steigt stetig. Sie suchen das Zentrum auf für eine Erstdiagnose bei einer neuroonkologischen Erkrankung, für eine interdisziplinäre Entscheidung hinsichtlich Diagnostik und Therapie oder immer häufiger für eine Zweitmeinung.

Forschung, Diagnose, Therapie
Die Basis für die bestmögliche Patientenversorgung am Standort Frankfurt ist die hohe Expertise der beteiligten Partner im Bereich von operativer Therapie, Diagnostik und Hirntumorforschung. Fachbereich und Klinikum haben – mit Unterstützung der Dr. Senckenbergischen Stiftung und bis 2015 der Hertie-Stiftung – die strukturelle Entwicklung der Hirntumormedizin durch die Einrichtung einer Professur und eines Instituts für Neuroonkologie an der Schnittstelle der Partnerdisziplinen Neuromedizin und Onkologie gefördert, was ein Alleinstellungsmerkmal in der Region darstellt. Das HTZ wurde bereits 2013 durch die Deutsche Krebsgesellschaft als einzige universitäre Einrichtung in Hessen als Neuroonkologisches Zentrum zertifiziert. Im Jahr 2016 erfolgte die Rezertifizierung. Zahlreiche moderne Techniken und Methoden kommen hier zum Einsatz.

Operation am wachen Hirn
Das Frankfurter HTZ ist besonders versiert auf dem Gebiet der neurochirurgischen Wachoperationen. Da das Gehirn selbst keine Sinneszellen der Schmerzempfindung hat, können neurologische Funktionen noch im Verlauf der Operation überprüft werden. Die Patienten haben keine Schmerzen und sind während des Eingriffs ansprechbar. So kann beispielsweise sichergestellt werden, dass das Sprachzentrum nicht beschädigt wird. 

Schnell zur nötigen Tumorbestimmung
Die neue Methode der 850-K-Analyse hilft bei der molekularen Diagnostik. Hierbei wird aus dem operativ entfernten Tumormaterial DNA isoliert, um Tumortypen genauer bestimmen zu können. Die Definition des Tumortyps wird durch einen gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg erarbeiteten Algorithmus geleistet. 850 K erlaubt eine Reklassifizierung von Hirntumoren auf der Basis ihres epigenetischen Profils und prognostische sowie prädiktive Aussagen anhand definierter Tumormarker. Damit ist in Frankfurt die derzeit fortschrittlichste Methode der molekularen Hirntumordiagnostik verfügbar.

Roboter mit Linearbeschleuniger
Das CyberKnife ist eine weitere Behandlungsmethode, die am HTZ Anwendung findet: Es handelt sich um ein „state of the art“-Hightech-Gerät zur Krebsbehandlung. Robotertechnologie aus der Autoindustrie wurde hierfür mit einem medizinischen Bestrahlungsgerät kombiniert. Die CyberKnife-Technologie erlaubt eine hochpräzise und rahmenlose sogenannte Einzeitbestrahlung von Tumoren in Gehirn, Hirnhäuten und Schädelbasis. Sie kann bei Hirnmetastasen häufig die Ganzschädelbestrahlung ersetzen. Zudem senkt sie das Rezidivrisiko im Kontext der Nachbestrahlung des Tumorbetts, wenn die Krebsabsiedlungen zuvor neurochirurgisch operativ entfernt worden sind.

Elektrische Felder verhindern Tumorwachstum
Auch beim Therapieverfahren Novo-TTF können bemerkenswerte Erfolge verzeichnet werden. Bei dieser neuen physikalischen Therapie werden vier sogenannte Transducer am Kopf des Patienten platziert, die wechselnde elektrische Felder im Gehirn erzeugen, wodurch die Zellteilung behindert wird. Die kürzlich abgeschlossene Phase-III-Studie hat einen relevanten Gewinn von Überlebenszeit durch Kombination der Novo-TTF-Technik mit dem etablierten Standard der Radiochemotherapie ergeben. Frankfurt ist als Novo-TTF-Therapiezentrum zertifiziert und behandelt bereits erste Patienten.

Unmittelbare Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien
Das HTZ führt eine große Anzahl klinischer Studien zu Hirntumoren durch. Derzeit wird vor allem die Entwicklung von Immuntherapien vorangetrieben. Eine ganz neue und demnächst erstmals bei Patienten mit Glioblastomrezidiven zum Einsatz kommende Immuntherapiestrategie soll in der CAR2BRAIN-Studie getestet werden. Dabei werden biotechnologisch modifizierte natürliche Killerzellen gegen den Tumor ins Feld geführt. Diese in Frankfurt an Georg-Speyer-Haus und Blutspendedienst entwickelte Technik verwendet sogenannte CAR-NK-Zellen, welche spezifische Oberflächenmerkmale auf Tumorzellen erkennen und diese so hochselektiv attackieren. 

Erkenntnisse für alle Patienten der Region
In einem regionalen Zusammenschluss, dem Hirntumornetzwerk Rhein-Main, werden die neusten Erkenntnisse aus Forschung und klinischer Versorgung geteilt. Das Klinikum Frankfurt Höchst, das Sana-Klinikum Offenbach, das Klinikum Hanau, die Helios-Kliniken in Wiesbaden sowie das Klinikum Darmstadt sind unter anderem Mitglieder des Verbundes. Damit sollen Therapiestandards harmonisiert und auch für Patienten aus der Region innovative Therapieverfahren schneller zugänglich gemacht werden.

 

Für weitere Informationen:

Prof. Dr. Joachim P. Steinbach
Direktor des Dr. Senckenbergischen Instituts für Neuroonkologie,
Zentrum der Neurologie und Neurochirurgie
Universitätsklinikum Frankfurt
Fon         (0 69) 63 01 – 87 710
Fax         (0 69) 63 01 – 87 713
E-Mail      joachim.steinbach@med.uni-frankfurt.de

Stabsstelle Recht-, Öffentlichkeits- und Pressearbeit
Universitätsklinikum Frankfurt
Fon         (0 69) 63 01 – 64 44
Fax         (0 69) 63 01 – 83 22 2
E-Mail      jonas.luedke@kgu.de
Internet   www.kgu.de

 

 

 

 

Eine neuartige Technologie macht Eingriffe bei Hirntumoren oder Epilepsie schonender, schneller und sicherer. Frankfurt ist das erste Universitätsklinikum in Deutschland, das die Behandlung mit dieser neuen Technologie anbietet.


Seit Herbst 2015 verfügt das Universitätsklinikum Frankfurt über den Robotic Surgery Assistant (ROSA) der französischen Firma MedTech. Er kann für die Diagnostik tiefliegender Hirntumore und bei Epilepsie eingesetzt werden.
„Die Technologie verbessert noch einmal unsere hervorragende operative Ausstattung in der Neurochirurgie. Unsere Patienten profitieren unmittelbar davon“, kommentiert Prof. Volker Seifert, Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Frankfurt. „Eingriffe am Gehirn sind besonders kritisch. Wir freuen uns daher, jetzt mit Rosa operieren zu können, weil es die Behandlung noch schonender, schneller und sicherer macht“, ergänzt PD Dr. Thomas Freiman, Leitender Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie.
Frankfurt hat die Technologie als erstes Universitätsklinikum sowie als zweites Krankenhaus überhaupt in Deutschland eingeführt.

Zur erfolgreichen Behandlung eines Hirntumors ist häufig eine Biopsie nötig. Darunter versteht man die Entnahme einer Gewebeprobe und Untersuchung im Labor. Erst mit diesen Ergebnissen lässt sich oft die richtige Therapie festlegen. Bislang wurde die Biopsie mithilfe einer stereotaktischen Halterung durchgeführt. Dabei handelt es sich um einen Metallrahmen, in den der Schädel des Patienten eingespannt wird. Mit diesem Rahmen wird der Kopf in einem Computertomografen (CT) gescannt. Solche Aufnahmen sind nötig, damit die Ärzte wissen, an welcher Stelle sie ihr Instrumentarium in den Schädel einführen können, ohne den Patienten ernsthaft zu verletzen. Mithilfe der CT-Daten wird ein Bohrgerät auf der stereotaktischen Halterung fixiert, mit dem der Neurochirurg ein kleines Loch in den Schädel bohrt. Durch diese Öffnung können die Ärzte mit einer Kanüle Gewebeproben aus dem Gehirn entnehmen. Das gleiche Prinzip wird auch für die Diagnose bei Epilepsie genutzt. Um die Anfall-auslösenden Hirnregionen genau identifizieren zu können, ist ein invasives Elektroenzephalogramm (EEG) notwendig.

PD Dr. Thomas Freiman operiert mit dem Robotic Surgery Assistant

Im Gegensatz zum Standard-EEG, bei dem man die Elektroden zur Messung der Hirnströme nur auf die Kopfhaut setzt, werden die Elektroden hierbei auf oder in die Gehirnoberfläche implantiert. Auch dafür wurde bislang die Bohrung mithilfe der stereotaktischen Halterung durchgeführt.
Rosa wurde entwickelt, um die Zuverlässigkeit solcher neurochirurgischen Eingriffe weiter zu erhöhen. Bei der neuen Technologie entfällt das Einspannen in den Metallrahmen und der CT vollständig. Der Patient befindet sich auf der Behandlungsliege und sein Kopf ist hierauf fixiert. Das Gerät hat einen in alle Richtungen beweglichen Arm und scannt mit einem Laser die Anatomie des Gesichts. Mit diesen Informationen berechnet es exakt, wo die Operateure die Bohrung machen können und markiert die Stelle mit einem Lichtpunkt. Zusätzlich positioniert der Roboter einen Schaft, also eine Art Halterung, für das Bohrinstrumentarium genau über der richtigen Stelle. Durch diesen kann der Operateur präzise in den Schädel bohren.

TECHNOLOGIE IST SCHONENDER, SCHNELLER UND VERHINDERT FEHLER

PD Dr. Thomas Freiman operiert mit dem Robotic Surgery Assistant

Der Eingriff mit der neuen Technologie hat mehrere wesentliche Vorteile. Der Kopf des Patienten muss nicht in die stereotaktische Halterung eingespannt werden. Dadurch lässt sich die Technik auch bei kleinen Kindern einsetzen, deren Schädelknochen hierfür noch zu weich sind. Der Patient wird dank dem neuen Verfahren keiner Strahlenbelastung durch den CT ausgesetzt – auch das ist gerade aber nicht nur für die kleinsten Patienten wichtig. Außerdem ist Rosa noch sicherer.
Bislang mussten die Koordinaten des genauen Eingriffsortes aus den CT-Daten manuell auf die stereotaktische Halterung übertragen werden, wobei es zu Fehlern kommen konnte. Der Operationsroboter nutzt seine eigenen Scandaten, um den Ort für den Eingriff genau vorzugeben. Es ist also keine Übertragung mehr nötig und der mögliche Fehlerfaktor Mensch entfällt hier vollständig. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die verkürzte Behandlungsdauer. Das bisherige Verfahren dauerte mit allen Schritten zwei bis drei Stunden. Mithilfe der neuen Technologie ist eine Stunde für den gesamten Eingriff ausreichend.

 

 

 

Special International Lectures by J. A. Landeiro & N. M. Oyesiku 05.06.2015

Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie
Universitätsklinikum Frankfurt
Goethe-Universität
Schleusenweg 2-16
60528 Frankfurt am Main

Neurochirurgische Bibliothek
Haus 95 A, Untergeschoss, Raum A 022

Freitag, 05.06.2015 ab 7:15 Uhr

"Surgical management of Cushing Disease"

Nelson M. Oyesiku, MD, PhD, FACS
Al Lerner Chair and Vice-Chairman,
Professor, Neurosurgery and Medicine (Endocrinology), Emory Pituitary Center
Dept. of Neurosurgery, Emory University School of Medicine, Atlanta
Editor-in-Chief, NEUROSURGERY

 

"Skull base tumors: moving towards new approaches"

Prof. Dr. Jose Alberto Landeiro
Prof. Associado de Neurocirurgia
Centro de Ciencias da Saude
Faculdade de Medicina
Chefo do Servico de Neurocirurgia do HUAP
Universidade Federal Fluminense, Rio de Janeiro

 

 

Unter 4.600 Bewerbern hat sich Dr. Florian Andreas Geßler vom Universitätsklinikum Frankfurt durchgesetzt und erhält ein von dem Gates Cambridge Trust finanziertes Stipendium für die University of Cambridge.



Dr. Florian Andreas Geßler erhält das Gates-Cambridge-Stipendium.

Dr. Florian Andreas Geßler (29), Assistenzarzt in der Klinik für Neurochirurgie am Frankfurter Universitätsklinikum, ist einer von 95 Wissenschaftlern aus insgesamt 27 Ländern, die von einem der sehr begehrten Vollstipendien des Gates Cambridge Trust profitieren dürfen. Zu den Aufnahmebedingungen zählen hervorragende akademische Leistungen, Führungspotential sowie der Wille, das Leben anderer Menschen zu verbessern. Diese Kriterien erfüllt Dr. Geßler und tritt am 1. Oktober 2014 sein mehrjähriges Stipendium an der University of Cambridge an. Er wird dort seine erfolgreiche Forschung über bösartige Hirntumore fortsetzen, um deren Therapie zu verbessern. „Dieses Stipendium ist eine große Auszeichnung für Herrn Dr. Geßler und zeigt, dass unsere Forschung auch auf internationalem Spitzenniveau voll konkurrenzfähig ist“, sagt Prof. Volker Seifert, Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum und Dr. Geßlers Doktorvater. Während des Postgraduiertenstudiums ruht Dr. Geßlers Vertrag mit dem Universitätsklinikum. Nach Abschluss des Forschungsaufenthalts in Cambridge will er nach Frankfurt zurückkehren, um seine Facharztausbildung in der Neurochirurgie abzuschließen.

Kampf gegen extrem tödliche Hirntumore

Glioblastome sind die häufigste Art bösartiger Hirntumore bei Erwachsenen. Die Erkrankungen verlaufen fast immer tödlich. Die Überlebenschancen liegen nach drei Jahren bei unter 20 Prozent. Dr. Geßlers Forschung könnte dies ändern. Seine Dissertation hat sich mit der Verminderung des Zellwachstums in Glioblastomen mithilfe eines Antikörpers beschäftigt. Im Rahmen der Akademischen Feier der Universität Frankfurt 2013 wurde ihm hierfür der Förderpreis des Burse e.V. für herausragende wissenschaftliche Leistungen verliehen. Zuletzt konnte im Rahmen aktueller Forschungsergebnisse gezeigt werden, dass Stammzellen für den Rückfall eines Tumors verantwortlich sein können. Außerdem zeichnet sich immer mehr die Einflussnahme des körpereigenen Immunsystems auf die Tumorzellen ab. Im Rahmen seines Postgraduiertenstudiums am Department of Clinical Neurosciences in Cambridge will der Wissenschaftler die Interaktion zwischen Stammzellen und Immunsystem weitergehend untersuchen, um die Grundlage für eine verbesserte Behandlung der Tumore zu schaffen. „Ich freue mich sehr, meine Forschung unter den hervorragenden Bedingungen des Gates-Cambridge-Stipendiums fortsetzen zu können“, sagt der Wissenschaftler.

Gates Cambridge Trust und die Bill and Melinda Gates Foundation

Das Stipendium wird vom Gates Cambridge Trust getragen, der im Jahr 2000 von der Bill and Melinda Gates Foundation gegründet und mit einer Summe von 210 Millionen US-Dollar ausgestattet wurde. Es handelt sich um die höchste Einzelspende, die eine britische Universität jemals erhalten hat. Durch das Programm soll ein Netzwerk künftiger globaler Führungskräfte aufgebaut werden, die für die Verbesserung der Lebensbedingungen anderer Menschen eintreten.

Die Bill and Melinda Gates Foundation rief Microsoft-Mitbegründer Bill Gates 1994 ins Leben, 1999 erhielt sie ihren jetzigen Namen. Die Stiftung gilt, an der Kapitaleinlage gemessen, als größte Privatstiftung der Welt. Sie engagiert sich vor allem im globalen Rahmen für Entwicklung und Gesundheit, aber auch in den Vereinigten Staaten im Bereich der Bildung.


Für weitere Informationen:

Dr. Florian Andreas Geßler

Klinik für Neurochirurgie

Universitätsklinikum Frankfurt

E-Mail f.gessler@med.uni-frankfurt.de

Ricarda Wessinghage 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 

Universitätsklinikum Frankfurt

Fon (0 69) 63 01 – 77 64
Fax (0 69) 63 01 – 83 22 2

E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de

Internet www.kgu.de

 

 

Dr. med. Florian Geßler von der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie hat den Promotionspreis der Alumni und Freunde des Fachbereichs Medizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität gewonnen.

Dr. Florian Andreas Geßler (29), Assistenzarzt in der Klinik für Neurochirurgie am Frankfurter Universitätsklinikum, hat im Rahmen seiner Doktorarbeit die Funktion eines Proteins mit dem Namen Tissue Factor (TF) in dem Tumorwachstum von Glioblastomen untersucht. Auf dieser Grundlage konnte er auch einen Antikörper beschreiben, durch den das Tumorzellwachstum in Glioblastomen deutlich reduziert werden kann.
Hierfür wurde Herrn Dr. Geßler nun der Promotionspreis der Alumni und Freunde des Fachbereichs Medizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität verliehen.

Über die Alumni des Fachbereich Medizin:

Nach der Satzung verfolgt der Verein den Zweck, die Aktivitäten des Fachbereichs Medizin auf den Gebieten der studentischen Ausbildung, ärztlicher Fort- und Weiterbildung, der Wissenschaft und Forschung sowie der Verbindung von Theorie und Praxis ideell und finanziell zu fördern. Besonderes Interesse gilt der interdisziplinären Zusammenarbeit, um den Patienten eine optimale, dem Stand der Wissenschaft entsprechende Diagnostik und Therapie gewährleisten zu können. Die Vergabe des mit 1.000 € dotierten Preises fand im Rahmen des Dies academicus des Fachbereich Medizin statt.


Weiterführende Informationen:

Florian Andreas Geßler
Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie
Universitätsklinikum Frankfurt
E-mail: f.gessler@med.uni-frankfurt.de

 

 

Antikörper bremst Hirntumor

Der Frankfurter Wissenschaftler Dr. Florian Andreas Geßler hat einen Antikörper identifiziert, mit dem die Ausbreitung von Hirntumoren eingeschränkt werden kann. Dafür erhält der Nachwuchsforscher den Förderpreis des Burse e.V. für herausragende wissenschaftliche Leistungen.

Glioblastome sind die häufigsten bösartigen Hirntumore bei Erwachsenen. Die Heilungschancen für Betroffene sind bisher sehr schlecht. Die Überlebensrate der Patienten, bei denen ein Glioblastom diagnostiziert wurde, liegt nach drei Jahren bei unter 20 Prozent. Dr. Florian Andreas Geßler (28), Assistenzarzt in der Klinik für Neurochirurgie am Frankfurter Universitätsklinikum, hat nun im Rahmen seiner Doktorarbeit herausgefunden, dass das Protein mit dem Namen Tissue Factor (TF) für das Tumorwachstum mitverantwortlich ist. Auf dieser Grundlage konnte er auch einen Antikörper identifizieren, durch den das Tumorzellwachstum deutlich reduziert werden kann. Für diese Arbeit hat Dr. Geßler den Förderpreis des Burse e.V. für herausragende wissenschaftliche Leistungen erhalten. Die Auszeichnung wurde am 27. Juni im Rahmen der Akademischen Feier der Freunde und Förderer der Goethe-Universität offiziell übergeben. „Ich freue mich, dass Dr. Geßlers hervorragende wissenschaftliche Leistung mit diesem Preis gewürdigt wird. Mit seiner Arbeit hat er die Grundlage für eine wirksamere Therapie von Glioblastomen gelegt“, sagt Prof. Volker Seifert, Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum und Geßlers Doktorvater.

Das Signal zum Tumorwachstum dämpfen

Wegen des unkontrollierten Wachstums der Glioblastome ist das Verständnis der molekularen Prozesse von Zellvermehrung und -invasion für eine wirksame Therapie notwendig. Es ist bekannt, dass das Protein TF die Blutgerinnung mit auslöst und damit eine für den Körper wichtige Funktion bei Verletzungen erfüllt. Demgegenüber konnte aber in vorherigen Studien auch eine zentrale Rolle von TF bei der Ausbreitung verschiedener Tumoren nachgewiesen werden. Dr. Geßler hat in seiner Arbeit konkret den Einfluss von TF auf das Verhalten von Hirntumoren untersucht. Für die Ausbreitung von Tumoren – wie bei vielen anderen Veränderungen der Zellen auch – sind sogenannte Signale notwendig, durch die zelluläre Veränderungsprozesse erst in Gang gesetzt werden. In der Forschungsarbeit konnte nachgewiesen werden, dass TF eine wesentliche Funktion in der Signalübermittlung von Hirntumorzellen hat und daher zu einer Vermehrung von Tumorwachstum, -zellbewegung und -invasion führt. Darüber hinaus konnte Dr. Geßler zeigen, dass die Proteine PAR-2 und beta-Arrestin 1 wesentlich an der durch TF vermittelten Signalübertragung beteiligt sind und wichtige Funktionen in der Entwicklung der Tumoren besitzen.

In Kenntnis dieser Ergebnisse wurde in der Arbeit ein Antikörper eingesetzt, der die Signalübermittlung von TF hemmt, gleichzeitig jedoch die wichtige Gerinnungsinitiierung von TF nicht beeinträchtigt. Mit dem Antikörper behandelte Glioblastomzellen zeigten in der Folge eine deutlich reduzierte Tumorzellbewegung sowie -invasion und auch das Tumorzellwachstum war reduziert. Die Unterdrückung der TF-Signale mit Hilfe eines Antikörpers stellt also einen vielversprechenden Ansatz zur Therapie der bösartigen Hirntumore dar.

Über Burse e.V.

Burse e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der Studentenhilfe an der Goethe-Universität Frankfurt. Zu den Aufgaben des Vereins gehören unter anderem die Unterhaltung eines Studentenwohnheims, die Unterstützung Studierender durch Stipendien, die Förderung der Begegnung zwischen Studierenden der Goethe-Universität und ausländischen Universitäten sowie insbesondere die Verleihung des Förderpreises für herausragende wissenschaftliche Leistungen. Die Vergabe des mit 3.000 Euro dotierten Preises findet in diesem Jahr erstmalig im Rahmen der Akademischen Feier der Freunde der Universität statt.


Für weitere Informationen:

Florian Andreas Geßler
Klinik für Neurochirurgie
Universitätsklinikum Frankfurt
E-Mail f.gessler@med.uni-frankfurt.de

Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Frankfurt
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Fax (0 69) 63 01 – 83 22 2
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de
Internet www.kgu.de



Nächster Hirntumor-Informationstag am 4. Mai 2013 in Frankfurt/Main

Am Samstag, dem 4. Mai 2013 veranstaltet die Deutsche Hirntumorhilfe ab 9:30 Uhr den nächsten Hirntumor-Informationstag und lädt interessierte Patienten und Ärzte herzlich nach Frankfurt am Main ein. Die Teilnehmer erwartet wieder ein vielfältiges Vortragsprogramm.

Deutsche Hirntumorhilfe

 

 

 

Studie: Schmerzfrei trotz diabetischem Fuß

Das Klinikum der J.W. Goethe-Universität will in einer Studie herausfinden, ob es eine wirksame Operation gegen diabetischen Fußschmerz gibt. Dafür werden Patienten gesucht, die durch die Teilnahme ihre Schmerzen vermindern und den medizinischen Fortschritt mit voranbringen können.

Diabetiker leiden häufig unter Fußschmerzen. Dafür kann die Verengung eines Nervenkanals am Fuß verantwortlich sein. Es gibt jedoch ein Operationsverfahren, das diese Schmerzen möglicherweise deutlich lindern kann. Die bisherigen Erfahrungen mit dem Eingriff sind vielversprechend. Bereits mehrere hundert operierte Patienten haben von einer sehr starken Verminderung ihrer Schmerzen durch die Operation berichtet. Auch die Sicherheit des Verfahrens hat sich bestätigt. Allerdings gibt es noch keine Studie, die die positive Wirkung auch wissenschaftlich belegt. Diese Lücke will das Klinikum der J.W. Goethe-Universität füllen und sucht dafür Diabetiker, die unter Beschwerden an der Fußsohle leiden. Der spezifische Schmerz tritt insbesondere bei festem Beklopfen an der Innenseite des Knöchels auf. Starke Wassereinlagerungen am Knöchel oder offene Wunden am Fuß sollten allerdings nicht vorliegen.

Nutzen der Teilnahme

Mit der Studie will das Universitätsklinikum feststellen, ob die Operation zu einer größeren Schmerzlinderung führt als eine konservative Therapie mit Medikamenten. Bei dem Verfahren wird zunächst ein kleiner Hautschnitt an der Innenseite des Knöchels vorgenommen. Der verengte Nerv wird dann von dem Bindegewebe befreit, das ihn zusammendrückt.
Durch ihre Teilnahme können die Probanden zu einer generell verbesserten Behandlung von Patienten mit diabetischem Fußschmerz beitragen. Außerdem kann die Operation zu einer Verminderung ihrer Schmerzen führen sowie möglicherweise auch spätere Geschwüre oder - im äußersten Falle - eine Amputation vermeiden. Zusätzlich werden eventuell die Sensibilität im Fuß und auch das Gleichgewicht beim Gehen verbessert. Dadurch könnten zusätzliche Folgeschäden wie etwa Frakturen infolge von Stürzen ebenfalls reduziert werden.

Interessenten können sich telefonisch unter 069/6301 5470 informieren und klären, ob eine Teilnahme an der Studie für sie in Frage kommt.


Für weitere Informationen:

Dr. Stephan Dützmann
Assistenzarzt der Klinik für Neurochirurgie
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon (0 69) 63 01 – 5470
E-Mail Stephan.Duetzmann@kgu.de

Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon (0 69) 63 01 – 77 64
Fax (0 69) 63 01 – 83 22 2
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de
Internet www.kgu.de

 

 

 

Führend in der Neurochirurgie: An der Universitätsklinik kommt ein hochmoderner intraoperativer Kernspintomograph zum Einsatz, der die Tumorentfernung verbessert. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet hier.

 

 

 

 

Im Frankfurter Zentrum für Radiochirurgie und Präzisionsbestrahlung GmbH wurde am 15.11.2012 die modernste CyberKnife-Strahlenkanone Deutschlands in Betrieb genommen. Sie ist die erste in ganz Hessen und dem Rhein-Main-Gebiet. Die Technologie ermöglicht eine für den Patienten sehr schonende Krebschirurgie.


Am Donnerstag den 15 November wurde im Zentrum für Radiochirurgie und Präzisionsbestrahlung GmbH das CyberKnife in Dienst genommen. Es handelt sich um ein "state-of-the-art"-Hightech-Gerät zur Krebsbehandlung.
Robotertechnologie aus der Autoindustrie wurde hierfür mit einem medizinischen Strahlengeschütz kombiniert. Der robotergeführte Strahl ersetzt bei der Entfernung von Tumoren das Skalpell - mit großen Vorteilen für die Patienten. Das in Frankfurt jetzt installierte System ist das modernste in ganz Deutschland. Für Hessen und das Rhein-Main-Gebiet handelt es sich um das erste CyberKnife überhaupt. Das Zentrum ist eine Kooperation des Zentrums für Radiochirurgie und Präzisionsbestrahlung GmbH mit dem Klinikum der J. W. Goethe-Universität.


PROF. VATTER ÜBERNIMMT W3-PROFESSUR FÜR NEUROCHIRURGIE IN BONN

Prof. Hartmut Vatter, Leitender Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie, hat nach Annahme des Rufes auf den Lehrstuhl für Neurochirurgie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität am 1. Oktober 2012 seine Tätigkeit als Direktor der Neurochirurgischen Klinik der Bonner Universitätsklinik angetreten.


Professor Vatter hat seine gesamte klinische und neurochirurgische Ausbildung als auch seinen akademischen Werdegang an der Klinik für Neurochirurgie der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main durchlaufen. Er hat dort im November 1999 seine Facharztausbildung begonnen. Im November 2004 erfolgte die Anerkennung als Arzt für Neurochirurgie.

Mit Beginn seiner Tätigkeit an der Frankfurter Neurochirurgie hat Professor Vatter mit dem Schwerpunkt der cerebrovaskulären Neurochirurgie seine experimentelle und klinische Forschungstätigkeit aufgenommen und während seiner Zeit in Frankfurt mit seinem Team wesentliche Beiträge zur Pathophysiologie und Therapie der posthemorrhagischen Ischämie nach Subarachnoidalblutung erarbeitet.
Im Juni 2007 erfolgte die Habilitation, im Jahre 2008 wurde er zum Leitenden Oberarzt und stellvertretenden Direktor der Neurochirurgischen Klinik ernannt.

Im Februar 2012 erfolgte der Ruf auf die W3-Professur für Neurochirurgie an der Medizinischen Fakultät der  Universität Bonn. „Die Universität Bonn bekommt aus Frankfurt einen international angesehenen Wissenschaftler und exzellenten Chirurgen. Ich freue mich besonders, da dies der zweite Lehrstuhl für Neurochirurgie ist, den unsere Klinik nach der Berufung meines ehemaligen Leitenden Oberarztes Prof. Dr. Andreas Raabe auf den Lehrstuhl unseres Faches an der Universität in Bern besetzt“, kommentiert Prof. Volker Seifert, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie.

Der Vorstand bedauert, einen so hoch qualifizierten Mediziner und Wissenschaftler verabschieden zu müssen, und dankt für engagierte Arbeit. Wir wünschen Prof. Vatter für seinen weiteren Werdegang alles Gute.



Prof. Volker Seifert, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, ist zum Vize-Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie für die Amtsperiode von 2012 bis 2014 gewählt worden. Die Wahl erfolgte auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie am 15. Juni 2012 anlässlich des Jahreskongresses.

Die Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie e. V. ist eine Vereinigung von Ärzten und Wissenschaftlern, die auf dem Gebiet der Neurochirurgie tätig sind oder an dem Fachgebiet Interesse haben. Zweck der Gesellschaft ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung und der praktischen Tätigkeit auf dem Gebiet der Neurochirurgie. Durch Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrung und durch Anregung zu wissenschaftlicher Tätigkeit will die Gesellschaft die Verbindung der deutschen Neurochirurgen untereinander und die Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Ärzten und Wissenschaftlern und neurochirurgischen Gesellschaften fördern.
Die Gesellschaft nimmt die Belange des Faches in Berufsausbildung, Weiterbildung und Fortbildung wahr und sichert den fachlichen Standard. Sie vertritt das Fach Neurochirurgie in ihrer Zuständigkeit auf nationaler und internationaler Ebene.

 

Weitere Informationen: http://www.dgnc.de

 

 

 

Jahresbericht 2011

 

 

 

In interdisziplinären Konferenzen am Uniklinikum werden in Zukunft regelmäßig Fallbeispiele aus der Schädelbasis- und kraniofazialen Chirurgie gemeinsam besprochen.

Der Behandlungsschwerpunkt für Schädelbasis- und kraniofaziale Chirurgie, kurz SKF-Zentrum genannt, verfolgt das Ziel einer interdisziplinären Behandlung von Patienten mit Tumoren, Verletzungen und Fehlbildungen der Schädelbasis und des Überganges von Neuro- und Viszerokranium. Gegründet wurde er vor einigen Jahren von den Kliniken für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie und Neurochirurgie am Universitätsklinikum.

Unter Beteiligung aller mitwirkenden und benachbarten Fachdisziplinen sollen Diagnostik, Therapie und Nachsorge der betroffenen Patienten durch Bündelung der Fachkompetenzen optimiert und so die Behandlungsqualität und die Patientenzufriedenheit gesteigert werden.
Um diesen Aufgaben noch besser gerecht werden zu können, sind künftig regelmäßige interdisziplinäre Fallkonferenzen des SKF-Zentrums geplant. Diese sollen ab 25. April 2012 in 6-wöchigem Abstand jeweils mittwochs um 16:15 Uhr im Haus 95, Schleusenweg 2-16, 60528 Frankfurt am Main stattfinden.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Gerhard Marquardt
Geschäftsführender Oberarzt


069/ 6301-5939
(Oberarztbüro Frau Rau/ Frau Ludwig)

 

 

 

Eine Abteilung/Einheit stellt sich vor.

DAS ZENTRUM FÜR RADIOCHIRURGIE UND PRÄZISIONSBESTRAHLUNG
Frankfurter Radiochirurgie-Zentrum mit hohem Anspruch

Die Kliniken für Neurochirurgie, für Strahlentherapie, für Neuroradiologie, für Radiologie und für Neuroonkologie haben ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Zentrum bereits signalisiert. PD Dr. Dr. Mack und Dr. Ullrich sind überzeugt, dass auch noch weitere Partner hinzukommen werden. Nun müssen neben der Fertigstellung des Erweiterungsbaus und der Übernahme des Großgeräts CyberKnife viele weitere Vorbereitungen getroffen werden, so dass ab Frühjahr 2012 der erste Patient auch behandelt wird. Völlig ungestört gehen bis dahin die Behandlungen mit Gamma Knife weiter. Die für CyberKnife vorgesehenen Patienten werden durch das Frankfurter Team bis zur Fertigstellung in einem auswärtigen CyberKnife- Zentrum in Deutschland behandelt.


Weitere Informationen: www.radiochirurgie-frankfurt.de

 

 

The World Federation of Neurosurgical Societies WFNS certifies the Department of Neurosurgery of the Johann Wolfgang Goethe University as Center of Excellence for Skull Base Surgery.

 

 

 

Klinik für Neurochirurgie weist in einer weltweit erstmalig publizierten Studie die Überlegenheit der intraoperativen Kernspintherapie in der Chirurgie maligner Gehirntumore im Vergleich zu den Standardverfahren nach.


Der vollständige Artikel ist hier erhältlich:
THE LANCET Oncology

(The Lancet Oncology, Vol. 12 No. 11 pp 997-100)

 

 

Allgemeine Informationen

Direktor der Klinik:
Prof. Dr. med. V. Seifert

Schleusenweg 2-16
60528 Frankfurt am Main

Sekretariat des Klinikdirektors:

Frau Katrin Wilke
Tel.  : 069 / 6301-5295
Fax  : 069 / 6301-6322
katrin.wilke@kgu.de

Ambulante Terminvereinbarungen
Neurochirurgische Poliklinik
08:00 - 15:30 Uhr: 069/ 6301-5470 oder 6301-5471

Anfrage zur stationären Aufnahme
- für Zuweiser: 069/ 6301 2220
- für Patienten: 069/ 6301 3320

Neurochirurgische Notfälle
08:00 - 15:30 Uhr:
069/ 6301-5470 oder 6301-5471

15:30 - 08:00 Uhr: 069/ 6301-0 (über die Zentrale den Dienstarzt benachrichtigen lassen)

Konsilanmeldungen von extern
Neurochirurgische Poliklinik
08:00 - 15:30 Uhr per Fax an 069-6301 6403

 

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