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05.12.13

Mordfälle: Licht in die Dunkelziffer bringen

Der jüngst berufene Direktor der Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt will seinen Beitrag dazu leisten, dass weniger Tötungsdelikte unentdeckt bleiben. Unter seiner Führung soll das breite interdisziplinäre Leistungsspektrum des Instituts in Spitzenforschung, Lehre und forensischer Dienstleistung weiter ausgebaut werden.

Der neue Direktor des Instituts für Rechtsmedizin: Prof. Marcel A. Verhoff; Copyright: Universitätsklinikum Frankfurt

Prof. Marcel A. Verhoff hat am 1. Oktober 2013 die Leitung des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt übernommen. Mit seiner Berufung gewinnt Frankfurt einen der renommiertesten Vertreter dieses Fachgebiets in Deutschland. Seine Schwerpunkte liegen in der Täteridentifizierung mit Hilfe von forensischen DNA-Analysen, in der Leichenliegezeitbestimmung sowie in der Begutachtung knöcherner Strukturen. Prof. Verhoff möchte mit seiner Expertise dazu beitragen, die Dunkelziffer der nicht entdeckten Mordfälle in Deutschland zu reduzieren: „Wir leben in Deutschland in einem der sichersten Länder der Welt. Trotzdem werden zahlreiche Tötungen und Morde vorwiegend aufgrund von Versäumnissen während der Leichenschau nicht entdeckt. Hier ist vor allem die Politik gefragt. Würden die Rechtsmediziner häufiger zum Fundort einer Leiche hinzugezogen und würde mehr obduziert, könnten deutlich mehr Todesfälle als Morde erkannt werden. Um das zu ermöglichen, müsste der Staat die Ermittlungsbehörden und die Rechtsmedizin allerdings finanziell besser ausstatten“, betont Prof. Verhoff. Mit der Frankfurter Rechtsmedizin leitet er nun ein Institut, das über ein breites interdisziplinäres Leistungsspektrum in Forschung, Lehre und Dienstleistung verfügt. Ziel Verhoffs ist es, die rechtsmedizinische Lehre für Mediziner, Juristen, Biologen und Pharmazeuten auszubauen, eine exzellente Forschung zu erhalten und mit engagierten, objektiven rechtsmedizinischen Dienstleistungen an der Verbrechensaufklärung mitzuwirken. „So wird aus Wissen Rechtssicherheit“, sagt Verhoff.

Zielsetzung: führendes Forschungszentrum für alle Phasen und Methoden der Leichenliegezeitbestimmung
Zuletzt war Prof. Verhoff am Institut für Rechtsmedizin der Universität Gießen tätig. „An Frankfurt reizen mich die sehr guten Wissenschaftsperspektiven in der Universität sowie innerhalb nationaler und internationaler Forschungskooperationen. Das Einzugsgebiet forensischer Dienstleistungen und das große Spektrum rechtsmedizinischer Aufgaben sind enorm“, so Prof. Verhoff. Der Autor von über 140 wissenschaftlichen Publikationen möchte die Frankfurter Rechtsmedizin schwerpunktmäßig in drei Bereichen weiterentwickeln. So sollen erstens die DNA-Analysen perspektivisch in ihren Arbeitsschritten automatisiert und auf die Untersuchung von minimalem Spurenmaterial - sogenannten „Einzelzellanalysen“ - ausgerichtet werden. Bei diesem Verfahren werden Täter anhand von einzelnen, am Tatort zurückgelassenen Zellen identifiziert. Im zweiten Bereich, der forensischen Toxikologie, erfordern aktuelle Veränderungen von Rauschmitteln die Entwicklung neuer analytischer Verfahren. Prof. Verhoff, der in einem weiteren wissenschaftlichen Schwerpunkt die Grenzen von Screening-Methoden und insbesondere der Bestätigungsanalyse von K.-o.-Tropfen erforscht, möchte zudem neue Studien zu den Folgen des Rauschmittelkonsums durchführen.

Der dritte zukünftige Forschungsfokus soll in der forensischen Medizin auf der Todeszeitschätzung, dem sogenannten postmortalen Intervall, liegen. Abhängig davon, wie lang der Todeszeitpunkt zurückliegt, kommen hierbei ganz unterschiedliche Analysemethoden zur Anwendung. Prof. Verhoff möchte das Frankfurter Institut für Rechtmedizin zum führenden Forschungszentrum für alle Phasen und Methoden der Leichenliegezeitbestimmung ausbauen. Neue Ansätze zur Temperaturmessung und pharmakologische Untersuchungen der mittleren Augenhaut sollen in Fällen eines erst kurz zurückliegenden Todeszeitpunktes angewandt werden. Für die forensische Analyse bereits weiter zurückliegender Todesfälle ist das Institut bereits führend. Dies gilt im Besonderen für die forensische Insektenkunde. Hier ist geplant, das etablierte Methodenspektrum mittels Insekten-DNA und -RNA um ökologische Tatort- und Bodenanalyseverfahren zu ergänzen. Prof. Verhoff wird zudem seine Expertise auf dem Gebiet der forensischen Osteologie einbringen.

Vita
Marcel A. Verhoff wurde 1970 geboren. Nach dem Studium der Humanmedizin in Gießen arbeitete er ab 1998 zunächst am Institut für Pathologie der BG-Kliniken Bergmannsheil sowie ab 1999 im Westfälischen Zentrum für Psychiatrie, jeweils Universitätskliniken in Bochum. Seine Promotion schloss er 1999 ab. Es folgte die Rückkehr nach Gießen, wo er von Januar 2000 bis zum September 2013 am Institut für Rechtsmedizin der Universität Gießen tätig war. Dort erlangte er 2003 den Facharzt für Rechtsmedizin. 2007 habilitierte sich Verhoff und wurde zwei Jahre später zum außerplanmäßigen Professor der Universität Gießen ernannt. In seiner Freizeit interessiert sich Prof. Verhoff besonders für Fußball und Tennis, geht gerne Joggen und betreibt Fitnesstraining.


Für weitere Informationen:

Prof. Dr. Marcel A. Verhoff
Direktor des Instituts für Rechtsmedizin
Universitätsklinikum Frankfurt
Fon (0 69) 63 01 – 75 53
Fax (0 69) 63 01 – 58 82
E-Mail verhoff@med.uni-frankfurt.de

Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Frankfurt
Fon (0 69) 63 01 – 77 64
Fax (0 69) 63 01 – 83 22 2
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de
Internet www.kgu.de








Allgemeine Informationen

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Anschrift:
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Stabsstelle Recht, Öffentlichkeits- und Pressearbeit
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