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05.10.16

Nebenschilddrüsenadenom: Uniklinikum schießt jetzt noch präziser

Die Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt hat als erste Klinik weltweit überhaupt ein gutartiges hormonproduzierendes Geschwulst der Nebenschilddrüse mithilfe der schonenden bipolaren Radiofrequenzablation entfernt.

Die Überfunktion der Nebenschilddrüse gehört zu den häufigsten hormonellen Erkrankungen und wird meist durch ein sogenanntes Adenom, eine gutartige Wucherung direkt am Organ, ausgelöst. Diese Störung wird auch als primärer Hyperparathyreodismus (pHPT) bezeichnet und äußert sich in einer Überproduktion des Parathormons, das den Kalziumhaushalt des Körpers reguliert. Werden zu große Mengen des Hormons produziert, wird Kalzium aus dem Knochen abgebaut und gleichzeitig der Kalziumspiegel im Blut überhöht. In der Folge kommt es zu Osteoporose, also einem Knochenschwund. Außerdem kann die Störung zu einer vermehrten Bildung von calciumhaltigen Nierensteinen, Herzrhythmusstörungen, Abgeschlagenheit, Reizbarkeit und vor allem einem Mangel an sexuellem und emotionalem Interesse führen.

Die einzige Möglichkeit zur dauerhaften Behandlung dieser Überfunktion bestand bisher in der operativen Entfernung der betroffenen Nebenschilddrüse. Die Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt hat mit der sogenannten bipolaren Radiofrequenzablation ein Verfahren zur minimal-invasiven Therapie der Erkrankung entwickelt und nun als erstes Krankenhaus weltweit in der Patientenbehandlung eingesetzt.

„Das Verfahren bietet das Potenzial, Nebenschilddrüsenadenome an besonders sensiblen Stellen sehr schonend zu beseitigen“, erläutert Prof. Frank Grünwald, Leiter der Klinik für Nuklearmedizin. „Wir freuen uns, mit dieser Weiterentwicklung unser Angebot um ein sehr vielversprechendes Verfahren ergänzen zu können“, ergänzt PD Dr. Huedayi Korkusuz, der die Behandlung durchgeführt hat.

Risikoarme Behandlung durch präzise Hitzeeinwirkung

Bei dieser neuartigen Behandlung wird unter lokaler Betäubung zunächst eine kleine Sonde durch die Haut in das Adenom eingeführt. Durch dieses Röhrchen lenken die Ärzte dann Hitze auf das Geschwulst, wodurch es zerstört und anschließend selbstständig vom Körper abgebaut wird. Das neue, jetzt erstmalig in der Nebenschilddrüsenadenombehandlung eingesetzte Verfahren erlaubt eine noch risikoärmere Behandlung des betroffenen Organs als andere Formen der Thermoablation. Während die monopolare Technik die Energie in den Körper leitet, fließt bei der bipolaren Radiofrequenzablation die Energie ausschließlich zwischen zwei nah beieinander liegenden Polen an der Spitze der Sonde und erhitzt das dazwischenliegende Gewebe. Durch diesen präzisen Fokus entsteht Wärme nur im direkten Umfeld. Dadurch ist das Verfahren für die umliegenden Nerven besonders schonend.

Beschwerdefrei in gut zwei Minuten

Die nun im Deutschen Zentrum für Thermoablation von Schilddrüsenknoten (www.dzta.de) an der Klinik für Nuklearmedizin des Frankfurter Universitätsklinikums erstmals an einer Patientin mit Nebenschilddrüsenadenom durchgeführte Behandlung dauerte nur 129 Sekunden. Bereits innerhalb einer Woche hatte der Parathormon-Spiegel im Blut wieder ein normales Niveau erreicht. Dieses Ergebnis beweist, dass sich mit der bipolaren Thermoablation auch kleinste Strukturen sicher therapieren lassen, ohne anderes Gewebe zu beschädigen. Zudem ist die Behandlung vollständig ambulant durchführbar und hinterlässt keine Narben auf der Haut. Weltweit wurde die Therapie bisher in nur wenigen Zentren mit der monopolaren Radiofrequenzablation oder mit der Laserablation durchgeführt.

Für weitere Informationen:

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Fax (0 69) 63 01 – 83 22 2
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