Informationen für Studenten

Mit dieser Seite wollen wir Sie, die Medizin- und Zahnmedizinstudierenden, die am Universitätsklinikum Frankfurt studieren, erreichen. Wir beraten Sie in allen Fragen des Arbeitsschutzes die ggf. während Ihres Studiums auftreten. Dazu gehört insbesondere auch die Organisation und Durchführung der arbeitsmedizinischen Vorsorge nach der ArbMedVV und § 15 Biostoffverordnung sowie vorbeugende Schutzimpfungen.

1. Grundlagen
Durch den direkten Patientenkontakt ist das Infektionsrisiko für Beschäftigte im Gesundheitswesen höher als in anderen Berufen. Medizinisches Personal kann darüber hinaus auch eine Infektionsquelle für Patienten sein, die z. B. wegen einer Grunderkrankung immunsupprimiert sind.
Es liegt in der Verantwortung des medizinischen Personals, nicht nur sich selbst, sondern auch die Patienten soweit wie möglich vor Infektionen zu schützen. Eine ganz wesentliche Rolle spielt dabei die Expositionsprophylaxe, die auf der Kenntnis der Übertragungswege beruht.
Den zweiten Grundpfeiler der Prophylaxe bilden Impfungen.
Empfehlungen hierzu werden von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Institut veröffentlicht http:// www.stiko.de

2. Durch Impfung verhütbare Infektionskrankheiten
Hepatitis B Virus (HBV)
Die HBV Infektion wird durch Kontakt mit virushaltigen Körperflüssigkeiten übertragen. Zur Prävention dieser Infektion steht eine aktive Impfung zur Verfügung (rekombinantes, nicht infektiöses Virushüllen-Antigen).
Vor der Verfügbarkeit dieser Impfung waren HBV-Infektionen im Rahmen einer medizinischen Berufstätigkeit häufig. Bei Ärzten und Laborpersonal lag die Durchseuchung nach 20 Jahren Berufserfahrung bei über 40%.
Ziel der Impfung ist die Verhütung der HBV Infektion mit ihren möglichen Komplikationen, wie Leberzirrhose und Leberzellkarzinom oder bei Frauen die Übertragung der Infektion auf das Neugeborene. Bei chronisch infizierten Beschäftigten des Gesundheitswesens besteht zudem das Risiko einer Ansteckung von Patienten, vor allem während invasiven Eingriffen.
Die praktische Durchführung der Impfung umfasst drei Impfdosen zu den Zeitpunkten 0-1 Monat und 6 Monate. Etwa einen Monat nach der dritten Dosis sollte eine Erfolgskontrolle (quantitative Bestimmung der Anti-HBs-Antikörper im Serum) durchgeführt werden. Bei negativem Resultat oder geringer Antikörperkonzentration (Anti-HBs <100 IE/L) erfolgt die Applikation einer vierten Impfdosis, gefolgt von einer weiteren Erfolgskontrolle.

Masern, Mumps, Röteln (MMR)
Masern, Mumps und Röteln (MMR) können von nicht immunen Beschäftigten auf ihre Patienten übertragen werden. Zudem gehen diese Infektionen beim Erwachsenen mit einem erhöhten Komplikationsrisiko einher. Um diese Risiken zu vermeiden, sollten möglichst alle MedizinstudentInnen gegen MMR immun sein. Die Anamnese einer durchgemachten Infektion ist sehr unspezifisch und genügt nicht zum Bewei