Kompressionstherapie

Für den Kompressionsverband werden beim Lymphödem wie auch beim Phlebödem elastische Kurzzugbinden benutzt, die mit gleichmäßigem Druck die erweiterten oberflächlichen Venen komprimieren. Aus dem erhöhten Gewebedruck und der Reduktion des Gefäßquerschnitts folgt:

1.Die Flussgeschwindigkeit erhöht sich (Förderung des Venösen Rückstromes)

2.Die Venenklappenfunktion verbessert sich

3.Die Kapillarwandfunktion wird verbessert (Kapillardruck - > Gewebedruck)

4.Die Funktion der Muskelpumpe (durch Widerlager) wird deutlich unterstützt.

5.Ultrafiltration wird gesenkt und die Resorption erhöht. (Starlin`sches Gleichgewicht)

Dadurch wird Folgendes erreicht:

-Das Thrombose- und Embolierisiko wird gesenkt.

-Ödeme werden deutlich reduziert.

-Die Stoffwechselsituation wird verbessert,

-weil die durch das Ödem erweiterte Diffusionsstrecke reduziert wird.

 

Der Kompressionsverband wird während der "KPE-Phase I" für die Dauer von 2-4 Wochen durchgeführt. Danach sollte in Phase II, die individuell gut angepasste Versorgung mit einem Kompresionsstrumpf erfolgen.