Ärztliche Leitung: Dr. med. Kyra Schneider, MBA

Pflegerische Leitung: Gesundheitsökonomin (EBS) Gisela Brill

Die Stabsstelle Patientensicherheit und Qualität (vormals Stabsstelle Qualitätsmanagement und klinisches Risikomanagement) wurde im Jahr 2000 gegründet. Sie koordiniert die zentralen und dezentralen Aktivitäten des Qualitätsmanagements (QM) und des klinischen Risikomanagements (kRM) am Universitätsklinikum Frankfurt (UKF). Als Dienstleister fungiert die Stabsstelle Patientensicherheit und Qualität als Bindeglied zwischen den klinisch Tätigen und dem Vorstand. Weiterhin berät sie den Vorstand bezüglich aller QM- und kRM-Maßnahmen am Klinikum und ist Ansprechpartner für Fragestellungen und Projekte, welche das QM und kRM betreffen.

Ärztliche Leitung Stabsstelle Patientensicherheit und Qualität
Dr. med. Kyra Schneider, MBA

Pflegerische Leitung Stabsstelle Patientensicherheit und Qualität
Gesundheitsökonomin (EBS) Gisela Brill
 

Über uns

Die erfolgreiche Zertifizierung des Gesamtunternehmens nach DIN EN ISO 9001 erfolgte im Jahr 2012. Mit der Re-Zertifizierung 2015 konnte die Durchdringung eines gemeinsamen Qualitätsmanagement-Systems nachgewiesen werden. Das klinische Risikomanagement wird auf der Basis des ONR 49001 in die bestehende Management-Struktur integriert.

Weitere wichtige Instrumente der Patientenorientierung und des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses sind:

  • Befragungen von Patientinnen und Patienten, Beschäftigten und Zuweisern
  • Interne Auditierung des Systems und von Prozessen und Maßnahmenverfolgung
  • Critical Incident-Reporting-System, intern und einrichtungsübergreifend
  • Prozess- und Szenarioanalysen
  • Dokumentenmanagement mit geregelten Prüf- und Freigabeprozessen
  • Ereignismanagement für organisatorische Störungen
  • Vorschlagswesen
  • Lob- und Beschwerdemanagement

Unser Ziel ist die sichere Patientenversorgung auf höchstem Niveau. QM verstehen wir als Unterstützung zur Optimierung der Abläufe und Ergebnisse sowie als Chance Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen. Dies erreichen wir mit klar definierten Zielen – zentral und auf Abteilungsebene.

Das Klinikum ist Mitglied im Aktionsbündnis Patientensicherheit und aktiv in der Leitung der AG Risikomanagement der Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (GQMG).

Lob- und Beschwerdemanagement

Das Lob- und Beschwerdemanagement des Universitätsklinikums Frankfurt bearbeitet Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge von Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Besuchern. Die Verbesserung und Weiterentwicklung der Patientenversorgung ist unsere Zielrichtung.

Wir bitten Sie daher, uns konstruktiv mitzuteilen, an welchen Stellen für Sie in unserem Haus etwas nicht optimal war.

Mit Hilfe Ihres Feedbacks helfen Sie uns die Prozesse in unserer Klinik noch patientenfreundlicher zu gestalten.

Wir werden den vorgetragenen Sachverhalt interne recherchieren und Ihnen sofern möglich eine Lösung anbieten.

Alle Angaben diesen ausschließlich der internen Bearbeitung und werden vertraulich behandelt. Bei Rückmeldungen von Angehörigen oder Dritten ist das Einverständnis des Patienten notwendig.

Service- und Telefonzeiten:

Montag, Dienstag: 09:00 - 11:30 Uhr

Donnerstag: 12:30 - 15:30 Uhr

Tel. 069/6301-7145

Patientensicherheit / Klinisches Risikomanagement

Die Patientensicherheit steht in allen Phasen der Patientenversorgung an erster Stelle. Zur Erhöhung der Patientensicherheit setzt das Universitätsklinikum Frankfurt nicht nur eine Vielzahl operativer Instrumente ein, sondern auch ein systematisch implementiertes Risikomanagement-System nach Umsetzungsregel ONR 49001 (deren Basis die ISO 31000 ist) ein.

Risikomanagement betrifft alle Beschäftigten und ist in sämtlichen Strukturen des Universitätsklinikums tief verwurzelt. Unser Ziel ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der Sicherheitskultur des Universitätsklinikums.

Instrumente für die Patientensicherheit im Universitätsklinikum Frankfurt sind unter anderem:

Patientenidentifikationsarmbänder

Patientinnen und Patienten jederzeit zweifelsfrei identifizieren zu können, bedeutet für die Patientensicherheit einen Mehrwert. Ob für Diagnostik, der Gabe von Medikamenten oder vor Interventionen, der Nutzen ist nachweislich gegeben. Deshalb erhält jede stationäre Patientin und jeder stationäre Patient im Universitätsklinikum Frankfurt ein Patientenidentifikationsarmband.

Team-Time-Out: Perioperative Checkliste nach WHO-Standard

Am Universitätsklinikum Frankfurt ist seit vielen Jahren eine Checkliste im Einsatz, die verhindern soll, dass es bei einer Operation zu vermeidbaren Fehlern wie Seiten- oder Patientenverwechselungen kommt. Diese Checkliste folgt den Empfehlungen der WHO und des Aktionsbündnisses Patientensicherheit und ist ein fester Bestandteil des Sicherheitskonzeptes für die Patientenversorgung.

Critical Incident Reporting-System (Beinahe Fehlermeldesystem) CIRS

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort sind Expertinnen und Experten ihres Fachgebietes und dadurch in der Lage ihre Arbeit hinsichtlich des Risikopotenzials zu bewerten. Treten Situationen auf, die Patientinnen und Patienten aufgrund eines Fehlers gefährlich sein können, sind alle Beteiligten angehalten in einer anonymen Meldung von dem Vorfall zu berichten. Gemeinsam mit den CIRS-Beauftragten werden die Fälle interdisziplinär besprochen und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. Zentral für diese Arbeit ist die Suche nach der Ursache, nicht nach Schuldigen.

Durchführung von Risikoaudits

Im Krankenhaus sind bestimmte Bereiche besonders risikobehaftet. Hierzu gehören beispielsweise die Notaufnahme sowie die Operationssäle. Daher wird hier vor Ort geprüft wie mit Risiken umgegangen wird und an welcher Stelle Verbesserungsbedarf besteht. Im Anschluss wird gemeinsam mit allen Beteiligten an Maßnahmen gearbeitet, die vorliegende Risiken minimieren.

Patient Blood Management (PBM)

Blutarmut im Rahmen einer Operation erhöht nachweislich den Risikofaktor für eine erhöhte Krankenhaussterblichkeit und weitere schwerwiegende Komplikationen. Durch das Patient Blood Management werden Patientinnen und Patienten vor Operationen durch verschiedene Maßnahmen optimal vorbereitet, um das Risiko aufgrund eines zu geringen Blutvolumens zu reduzieren. Das Universitätsklinikum Frankfurt hat die Umsetzung dieses Ansatzes in Deutschland durch die frühe Einführung wesentlich vorangetrieben und dafür zahlreiche Auszeichnungen erhalten.

Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen (M&M-Konferenzen)

Aus Fehlern und kritischen Ereignissen lernen ist für das klinische Risikomanagement von großer Bedeutung. In Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen werden kritische Ereignisse aus dem Versorgungsalltag frei von Schuldzuweisungen aufgearbeitet. Das eigene Handeln wird kritisch hinterfragt, Kolleginnen und Kollegen wird die Möglichkeit geboten, zukünftig Fehler zu vermeiden und als Organisation zu lernen. Kernelemente sind unter anderem die Anonymität und Vertraulichkeit, aber auch eine konsequente Maßnahmenverfolgung im Rahmen der strukturierten Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen.

Prozessrisikoanalyse

Prozesse gehen in der Regel über Abteilungs- sowie Fachgrenzen hinaus und involvieren eine Reihe von verschiedenen Berufsgruppen. Um sicherzustellen, dass der Übergang an den Schnittstellen sicher verläuft, bedarf es in der Planung eine fundierte Analyse der potentiellen Risiken. Mit Hilfe der Prozessrisikoanalyse werden ebendiese Risiken identifiziert, analysiert, bewertet und nach Prozessverbesserungsmöglichkeiten gesucht.

Maßnahmen der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)

- Arzneimittelinformationssystem AIDKlinik

- Informationsflyer für Patientinnen und Patienten

- Strukturierte IT-gestützte Arzneimittelverordnung und -dokumentation

- CATO als Instrument zur sicheren Verordnung und Verabreichung von Chemotherapeutika

- Perfusorenstandardisierung