Was verstehen wir unter Case Management?

Die Case Manager haben die Aufgabe, die komplette individuelle Versorgung der Patienten optimal zu koordinieren. Sie agieren und kommunizieren als Mittler zwischen den beteiligten Berufsgruppen (z.B. Ärzten und Pflegepersonal), den Schnittstellen (z.B. Station und Radiologie) und den Patienten. So organisieren sie beispielsweise die Belegung der Betten und koordinieren Entlasstermine. Dadurch erhöht sich die Behandlungsqualität, Patienten sind besser informiert und Wartezeiten verkürzen sich. Die Zufriedenheit von Patienten und Mitarbeitern wird erhöht.

Für viele Patienten ist eine medizinische oder pflegerische Versorgung auch nach dem stationären Aufenthalt wichtig. Durch den engen Kontakt mit den Patienten sind die Case Manager in der Lage, zu beurteilen, ob zum Beispiel eine Rehabilitationsmaßnahme oder eine häusliche Pflege notwendig ist. Ist dies der Fall, schaltet das Case Management den Sozialdienst des Klinikums ein, der gemeinsam mit den Patienten alles Weitere organisiert.

Neben den patientenorientierten Aufgaben gehört auch die ökonomisch orientierte Fallsteuerung zu den Tätigkeiten der Case Manager. Die wirtschaftlichen Bedingungen in den Krankenhäusern erfordern eine Verbesserung der Kosten- und Erlössituation des Hauses. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, dass die Case Manager für eine optimierte Kapazitätenauslastung sorgen.  Außerdem überwachen die Case Manager die am DRG-System orientierte Dokumentation, so dass sie die Fälle der Patienten anschließend sachgerecht kodieren können. So können die Fälle zeitnah abgerechnet und die Nachprüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen verringert werden. 

Die Case Manager haben am Klinikum also eine Koordinationsfunktion innerhalb des gesamten Behandlungsprozesses. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Abläufe sowohl für die Patienten als auch für alle an der Behandlung Beteiligten verbessert werden konnten.

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