Beantragung eines Erstvotums für ein DFG-Antragsverfahren

Die DFG fordert routinemäßig bei allen Anträgen auf Sachbeihilfe, die Untersuchungen am Menschen bzw. an humanen Materialien zum Gegenstand haben, ein Votum öffentlich-landesrechtlicher Ethik-Kommissionen zur rechtlichen und ethischen Unbedenklichkeit der Studien.

Dieses Ethik-Votum muss vor der endgültigen Entscheidung über den Antrag durch den Hauptausschuss der DFG vorliegen. Die Ethik-Kommission kann jedoch nur einen Forschungsantrag begutachten und bewerten, der in abschließender Version vorgelegt wird.
Da in der Regel durch die Begutachtung der DFG noch inhaltliche Veränderungen an den Forschungsprojekten vorgenommen werden, erstellt die Ethik-Kommission zunächst eine „vorläufige  Stellungnahme“ für die DFG, die nach Begutachtung des Projektes bescheinigt, ob das Projekt vom Grundsatz her ethisch-rechtlichen unbedenklich ist. Diese Stellungnahme ist für die DFG-Begutachtung ausreichend.

Im Falle der positiven DFG-Begutachtung, legen Sie dann die Endversion der DFG-Projektbeschreibung bei der Ethik-Kommission vor. Diese wird dann abschließend bewertet. Ob die Begutachtung im mündlichen (Sitzung) oder schriftlichen Verfahren erfolgt, ist von Ihrem Projekt abhängig und wird vom Vorsitzenden der Ethik-Kommission entschieden.

Im Folgenden wir das Verfahren für die „zweistufige“ Einreichung beschrieben.

 

Vorgehen für die Einreichung

Ein DFG Antrag wird in zwei Schritten bei der Ethik-Kommission eingereicht:

Schritt A) Vor Begutachtung durch die DFG: Sie erhalten zunächst eine „Vorläufige-Stellungnahme“ für Version 1 ihres Antrages, um damit bei der DFG ihren Antrag zur Begutachtung einreichen zu können (Einreichung in 1facher Ausfertigung!).

Schritt B) Nach Begutachtung durch die DFG: Nachdem Ihr Antrag von der DFG positiv begutachtet wurde (und Sie die Änderungswünsche der DFG in Ihren Antrag eingearbeitet haben), reichen Sie eine Version 2 des Antrages bei der Ethik-Kommission ein.

Folgende Dokumente müssen bei Schritt A) in 1facher-Ausfertigung vorgelegt werden:

  1. Anschreibenmit Antragstellung auf ein Ethik-Votum mit Originalunterschriften des hiesigen Studienleiters und des Klinikdirektors
  2. Aktueller wissenschaftlicher Lebenslauf des Frankfurter Studienleiters
  3. Deckblatt zur Antragsstellung mit Unterschrift des Frankfurter Studienleiters
  4. Titelblatt des DFG-Antrags (mit Titel und zusammenfassenden Projektinformationen)
  5. DFG-Antrag (Projektbeschreibung; in der Regel ohne Titel); die DFG-Projektbeschreibung wird von der Ethik-Kommission als Prüfplan akzeptiert.
  6. Sofern Sie ein interventionelles Projekt durchführen wollen, prüfen Sie bitte, ob in der DFG- Projektbeschreibung die Intervention bzw. der Umgang mit Patienten/Probanden ausreichend beschrieben ist (z.B. Rekrutierung; Datenerhebung / Untersuchungen / Befragung; Messdauer; Versicherung; etc.). Falls nicht, fügen Sie bitte ergänzende Informationen in Bezug auf Patienten / Probanden bei. Hierzu empfehlen wir die Mustervorlage unseres Prüfplans zu verwenden, die in diesem Fall lediglich um die im DFG-Antrag fehlenden Informationen ergänzt wird.

Folgende Dokumente müssen bei Schritt B) ergänzend bzw. ggf. neu vorgelegt werden:

  1. ACHTUNG: Klären Sie zunächst, ob Ihr Antrag in der Sitzung beraten werden muss. Davon hängt die Anzahl der einzureichenden Dokumente ab (1 fache oder 13fache Ausfertigung!).
  2. Anschreiben des Frankfurter Studienleiters, in dem Sie erläutern, was sich an dem Projekt durch die DFG-Begutachtung geändert hat und welche Dokumente im Verhältnis zu Schritt a) überarbeitet wurden (1fach).
  3. Aktualisiertes Deckblatt zur Antragsstellungmit Unterschrift des Frankfurter Studienleiters (1fach oder 13fach)
  4. Aktualisierter DFG-Antrag (Projektbeschreibung; in der Regel ohne Titel), ggf. ergänzt um Informationen in Bezug auf Patienten / Probanden (siehe Erläuterungen zu Schritt 5.1 und 5.2); (1fach oder 13fach)
  5. Sofern der DFG-Antrag in Englisch verfasst ist, bitte eine deutsche Synopse beifügen (1fach oder 13fach)
  6. Stellungnahme zum Datenschutz (Umgang mit personenbezogenen Daten, Proben und Aufnahmen) (1fach oder 13fach)
  7. Ggf. Patienteninformation und Einwilligungserklärung  (1fach oder 13fach)
  8. Ggf. Fragebögen  (1fach)

Vergeben Sie für überarbeitete Dokumente bitte eine neue Versionsnummer und –datum!

Bitte orientieren Sie sich für die Überarbeitung an unserem Leitfaden für Nachforderungen als Hilfestellung für die Aktualisierung von bereits vorgelegten Unterlagen.