Eigenherstellung

In der Eigenherstellung werden vor allem Arzneimittel hergestellt, die im Handel nicht erhältlich sind, aber zur Therapie trotzdem zwingend benötigt werden. Dabei wird das ganze Spektrum an Arzneiformen genutzt, von der Kapsel bis zur Ampulle, vom Zäpfchen bis zu Infusionslösung. Es werden Dermatika, Lösungen zum Einnehmen, Emulsionen, Suspensionen, Augen- und Nasentropfen sowie Kapseln und Suppositorien für die Kinderklinik mit Dosierungen, die im Handel nicht erhältlich sind, angefertigt. Auch die Herstellung von Injektionslösungen, Infusionslösungen und Dialyselösungen gehören zum Programm.

 

Ein sehr erfolgreiches Projekt ist die zentrale Herstellung von applikationsfertigen Spritzen für Anästhesie und Intensivstationen. Neben den dadurch erzielten Einsparungen im Arzneimittelverbrauch wird im Universitätsklinikum durch dieses multidisziplinär angelegte Modellprojekt eine Erhöhung des Qualitätsstandards und der Arzneimittelsicherheit erreicht. So führte die Universitätsklinik Frankfurt im Zuge dieses Projektes als eine der ersten deutschen Großkliniken die standardisierte Kennzeichnung nach ISO-Norm 26825/2007 und den Empfehlungen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ein.

 

Ein gewichtiger Anteil der Herstellung ist den Einsparungen bei der Anwendung von teuren Arzneimitteln gewidmet. So werden hochpreisige Arzneimittel preisgünstig aus Rohstoffen hergestellt und teure Antiinfektiva in kleinen Dosierungseinheiten für die Kinderklinik zubereitet. Da der Arzneimittelmarkt ständig in Bewegung ist, sind rasches Handeln und Flexibilität hier der Schlüssel zum ökonomischen Erfolg.