Ethikberatung

 

Ethikberatung (siehe auch FAQ)

Das Flussdiagramm Ethikberatung beschreibt schematisch den Ablauf einer Ethikberatung [PDF].

Ethikberatung oder ethische Fallberatung können alle Mitarbeiter des Klinikums, Patienten oder deren Angehörige beantragen. Ein Antrag auf Ethikberatung kann formlos, per Telefon oder Email an die Geschäftsführung des KEK gestellt werden. Das Ziel einer Ethikberatung ist die Lösung eines Entscheidungskonflikts mit ethischen Aspekten. Das Angebot der Ethikberatung ist niedrigschwellig: Der antragstellenden Person dürfen dadurch keine Nachteile entstehen. Auch anonyme Anfragen sind möglich.

Liegt der Anfrage an das KEK ein aktueller und personenbezogener Fall zugrunde, übernimmt die weitere Organisation der Ethikberatung die Geschäftsführung des KEK. In der Regel wird mit Vertretern des ärztlichen und pflegerischen Teams, anderen relevanten Berufsgruppen, gesetzlichen Betreuern, Bevollmächtigten oder Angehörigen zeitnah ein Termin vereinbart, in dem die Fragestellung nach einem bestimmten Verfahren diskursiv bearbeitet wird. Grundsätzlich können auch Patienten an der Beratung teilnehmen. Gegenstand, Inhalt und Ergebnis der Ethikberatung werden in geeigneter Weise dokumentiert und sollen der Krankenakte beigefügt werden. 

Lässt sich das Problem in der Fallberatung lösen, endet das Verfahren mit der Protokollübergabe an den Antragsteller. Gelingt es nicht, das Problem in der Ethikberatung zu lösen, wird ggf. eine vorläufige Lösung vorgeschlagen. In jedem Fall erfolgt dann von der Geschäftsführung das Angebot, zu einem späteren Zeitpunkt eine erneute Ethikberatung durchzuführen, etwa wenn neue Informationen oder eine veränderte Situation die Neubearbeitung des Falles sinnvoll erscheinen lassen.

Falls der Anfrage kein aktueller und personenbezogener Fall zu Grunde liegt, ist dennoch ein informelles Gespräch möglich. Ggf. kann eine retrospektive Fallbesprechung durchgeführt werden. Im Falle einer allgemeinen ethisch relevante Fragestellungen aus medizinisch-pflegerischen Praxis, kann ggf. eine Stellungnahme des Ethik-Komitees erfolgen.

 

 

Ablauf Ethikberatung

FAQ Ethikberatung

  1. Was ist Ethikberatung?
  2. Wie kann eine Ethikberatung beantragt werden?
  3. Entscheiden die KEK-Mitglieder dann über die weitere Therapie?
  4. Entstehen Kosten durch Ethikberatung?
  5. Kann eine Ethikberatung auch anonym beantragt werden?


1. Was ist Ethikberatung?

Ethikberatung oder ethische Fallberatung ist ein diskursives Verfahren zur Lösung von ethisch relevanten Konflikten der Patientenversorgung, wie sie beispielsweise rund um die Frage der Therapiebegrenzung oder bei der Auslegung von nicht eindeutigen Patientenverfügungen entstehen können.

Ethikberatung hat das Ziel dem behandelnden Arzt eine wohlbegründete Entscheidung zu ermöglichen und Konflikten im Team vorzubeugen bzw. diese zu lösen.

Ethikberatung wird in der Regel durch die Geschäftsführung des KEK und einzelne Mitglieder vor Ort durchgeführt.

2. Wie kann eine Ethikberatung beantragt werden?

Eine Ethikberatung kann grundsätzlich von allen Mitarbeitern, Patienten oder Angehörigen angefragt werden. Die Anfrage ist formlos per Telefon, Email oder durch persönliche Vorsprache an die Geschäftsführung oder Mitglieder des KEK zu stellen.

3. Entscheiden die Mitglieder des KEK dann über die weitere Therapie?

Nein, das KEK ist ein beratendes Gremium. Die Verantwortung für Behandlungsentscheidungen verbleibt beim behandelnden Arzt.

4. Entstehen Kosten durch eine Ethikberatung?

Nein, weder durch die Anfrage an das KEK noch durch eine tatsächlich durchgeführte Ethikberatung entstehen der anfragenden Person Kosten.

5. Kann eine Ethikberatung auch anonym beantragt werden?

Ja, Ethikberatungen können auch anonym angefragt werden.