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Präparat 7: Jejunum, Masson-Goldner

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Resorbierendes Epithel

einschichtige prismatische Epithelien, deren Oberflächen durch Mikrovilli vergrößert sind. Apikal sind die Zellen häufig durch Zonulae occludentes verbunden, wodurch der Interzellularraum lumenwärts abgedichtet wird.

Zotten

Villi intestinales; 0,5 bis 1,5 mm hohe Auffaltungen der Lamina epithelialis und der Lamina propria der Tunica mucosa, die die Resorptionsfläche des Dünndarms um das siebenfache vergrößern. Die Zotten sind in den einzelnen Darmabschnitten unterschiedlich geformt.

Krypten, GIT

Lieberkühn-Krypten; Glandulae intestinales; schlauchförmige Einsenkungen zwischen den Zotten, die bis zur Lamina muscularis reichen. Das Epithel wird in der Tiefe der Krypten flacher und der Mikrovillisaum der Enterozyten wird niedriger. Von der Tiefe der Krypten geht der Zellersatz aus, die neugebildeten Zellen wandern innerhalb von 36h von der Kryptentiefe zur Zottenspitze, wo sie nach 48h abgestoßen werden. Die Regeneration aller Zelltypen geht von den gleichen Stammzellen aus.

Tela submucosa, GIT

eine aus lockerem Bindegewebe aufgebaute Verschiebeschicht zwischen Tunica mucosa und Tunica muscularis. Sie enthält kleine Arterien, Venen, Lymphgefäßnetze sowie den Plexus submucosus.

Kerckring-Falten

Plicae circulares; Ringfalten, die in das Darmlumen vorspringen und durch gemeinsame Auffaltungen der Tunica mucosa und der Tela submucosa entstehen. Sie vergrößern die Oberfläche des Dünndarms um das 1,5fache; im Verlauf des Dünndarms nehmen sie an Höhe und Dichte ab und fehlen ab der Mitte des Ileums meist ganz.

Tunica muscularis, GIT

Muskelschicht des Darmrohres aus glatter Muskulatur; grundsätzlich ist sie aus dem Stratum circulare, einer inneren, ringförmig angeordneten Muskelschicht und dem Stratum longitudinale, einer äußeren, in Längsrichtung orientierten Muskelschicht aufgebaut. Zwischen den beiden Schichten findet sich der vegetative Plexus myentericus.

Tunica serosa

besteht aus einschichtigem Plattenepithel (Mesothel) und der bindegewebigen Tela subserosa.

Resorbierendes Epithel

einschichtige prismatische Epithelien, deren Oberflächen durch Mikrovilli vergrößert sind. Apikal sind die Zellen häufig durch Zonulae occludentes verbunden, wodurch der Interzellularraum lumenwärts abgedichtet wird.

Das Jejunum hat vorwiegend resorptive Aufgaben. Schon mit bloßem Auge ist die Vergrößerung der Oberfläche der Tunica mucosa mit dem resorbierenden Epithel durch Ausbildung von Zotten (syn.: Villi intestinales) und Krypten (Lieberkühn-Krypten, syn.: Glandulae intestinales) deutlich zu erkennen. Durch Auffaltungen der Tela submucosa entstehen die Plicae circulares (Kerckring-Falten). Nach außen schließt sich an die Tela submucosa eine stark ausgeprägte Muskelschicht, die Tunica muscularis. Abschließend findet sich eine Tunica serosa, welche das Organ gegen die Bauchhöhle abgrenzt.

Schon mit bloßem Auge ist die Vergrößerung der Oberfläche des resorbierenden Epithels durch Ausbildung von Zotten und Krypten deutlich.