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Präparat 14: Plurivakuoläres Fettgewebe, Hibernom (Mensch), H.-E.

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Univakuoläres Fettgewebe

weißes Fettgewebe; als Energiespeicher und Baufett dienendes Gewebe. Die Zellen enthalten je einen großen membranlosen Fetttropfen, der Kern und Zytoplasma an den Rand drängt. Hierdurch kommt die charakteristische Siegelringform nach Herauslösen des Fettes durch die Präparation zustande. An ihrer Oberfläche werden die Zellen von einer Basallamina mit retikulären Fasern umgeben, durch Bindegewebe werden sie zu Fettgewebsläppchen zusammengefaßt.

Plurivakuoläres Fettgewebe

der Wärmeregulation dienendes braunes Fettgewebe. Die Zellen sind kleiner als die des univakuolären Fettgewebes, sie enthalten mehrere kleinere Fettropfen, ihr Zellkern liegt - anders als beim univakuolären Fettgewebe - nicht am Rand, sondern im Zentrum der Zelle. Braunes Fettgewebe findet sich bei Foeten und Neugeboren, beim Erwachsenen ist dieser Gewebetyp kaum noch anzutreffen, er hat seine größte funktionelle Bedeutung im Säuglingsalter.

Weißes Fettgewebe

als Energiespeicher und Baufett dienendes plurivakuoläres Fettgewebe. Die Zellen enthalten je einen großen membranlosen Fetttropfen, der Kern und Zytoplasma an den Rand drängt. Hierdurch kommt die charakteristische Siegelringform nach Herauslösen des Fettes durch die Präparation zustande. An ihrer Oberfläche werden die Zellen von einer Basallamina mit retikulären Fasern umgeben. Durch lockeres Bindegewebe werden mehrere Zellen zu Fettgewebeläppchen zusammengefaßt.

Braunes Fettgewebe

der Wärmeregulation dienendes plurivakuoläres Fettgewebe. Die Zellen sind kleiner als die des univakuolären Fettgewebes und enthalten mehrere kleinere Fettropfen sowie charakteristischerweise zahlreiche Mitochondrien. Beim Erwachsenen ist dieser Gewebetyp kaum noch anzutreffen (z.B. in der Nierenkapsel), er hat seine größte Bedeutung im Säuglingsalter.

Braunes Fettgewebe

der Wärmeregulation dienendes plurivakuoläres Fettgewebe. Die Zellen sind kleiner als die des univakuolären Fettgewebes und enthalten mehrere kleinere Fettropfen sowie charakteristischerweise zahlreiche Mitochondrien. Beim Erwachsenen ist dieser Gewebetyp kaum noch anzutreffen (z.B. in der Nierenkapsel), er hat seine größte Bedeutung im Säuglingsalter.

Mediastinum

Raum zwischen den beiden Pleurahöhlen, der sich von den Körpern der Brustwirbel bis zum Brustbein erstreckt und nach beiden Seiten von den Pleurae mediastinales begrenzt wird. Kaudal endet er am Zwerchfell, während er durch die obere Thoraxapertur mit dem Bindegewebsraum des Halses in direktem Zusammenhang steht.

Das Präparat zeigt Gewebe mit zwei unterschiedlichen Typen von Fettzellen: Größere Fettzellen mit einer Vakuole (= univakuoläres Fettgewebe, vgl. Praparate 11 und 13) lassen sich von kleineren Adipozyten unterscheiden, die mehrere Vakuolen enthalten (= plurivakuoläres Fettgewebe). Die Fetttropfen wurden während der Paraffineinbettung (s. Präparat 11) herausgelöst. Die univakuolären Fettzellen enthalten jeweils einen großen Fetttropfen und damit auch nur eine einzelne Vakuole pro Fettzelle, während die plurivakuolären Adipozyten mehrere kleinere Fetttropfen bzw. Fettvakuolen enthalten. Im adulten Organismus findet man hauptsächlich univakuoläres Fettgewebe (= weißes Fettgewebe) Plurivakuoläres Fettgewebe (= braunes Fettgewebe) befindet sich beim Erwachsenen nur noch an wenigen Orten (z.B im Mediastinum)