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Präparat 4: Meissner-Körperchen, Haut, Zehenbeere (Affe), H.-E.

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Meissner-Tastkörperchen

Druckrezeptoren in den Papillen des Coriums der unbehaarten Haut. In die Bindegewebskapsel des Organs einstrahlende Kollagenfasern der Papillen übertragen Verformungen der Hautoberfläche. Ein Tastkörperchen ist mit 3-5 Nervenfasern versorgt.

Gliazellen

Zellen des Nervensystems, die mechanische und metabolische Aufgaben erfüllen und essentielle Partner der Nervenzellen sind. Im Zentralnervensystem sind zu unterscheiden: Astrozyten, Tanyzyten, Ependymzellen, Plexusepithelzellen, Oligodendrozyten und Mikroglia. Die Mikroglia entwickelt sich nicht - wie alle anderen Gliazelltypen - aus dem Neuralrohr (Ektoderm), sondern wächst aus dem Mesenchym in die Anlage des Nervensystems ein.

Schwann-Zelle

der Neuralleiste entstammender Zelltyp, der die Myelinscheide der peripheren Nerven bildet.

Axon

der efferenten Erregungsleitung dienender Fortsatz der Nervenzelle. Die Erregung der Nervenzelle wird in Form von Aktionspotentialen weitergeleitet. Jede Nervenzelle besitzt nur ein Axon, in dessen Verlauf allerdings Kollateralen abzweigen können. In der Zielregion kann sich das Axon mehrfach verzweigen (Telodendron) und mit mehreren nachgeschalteten Nervenzellen Synapsen bilden.

Markscheide

Myelinscheide, Umhüllung des Axons durch Zytoplasmafortsätze von Oligodendrozyten (ZNS) oder Schwann- Zellen (peripheres Nervensystem). Diese Zellen bilden lipidhaltige Lamellen um das entsprechende Axon. Je nach Anzahl der Lamellen unterscheidet man markreiche oder markarme Nervenfasern.

Corium

Lederhaut, eine unter der Epidermis gelegene Schicht aus lockerem Bindegewebe mit retikulären, kollagenen und elastischen Fasern. Sie verleiht der Haut Reißfestigkeit und reversible Verformbarkeit. Die Lederhaut enthält Blut- und Lymphgefäße, Nervenaufzweigungen und Nervenendkörperchen sowie Bindegewebszellen und Zellen der Abwehr. Sie zeigt einen zweischichtigen Aufbau: Das Stratum papillare gewährleistet mit seinen Bindegewebspapillen die Verzahnung zwischen Corium und Epidermis. Das Stratum reticulare bildet die Fortsetzung des Papillarkörpers und grenzt an die Subkutis. Es enthält kollagene Fasern, die der Haut Reißfestigkeit verleihen und Netze aus elastischen Fasern, die für die Rückordnung des Fasergeflechtes sorgen.

Wie alle Sinneskörperchen sind die Meissner-Tastkörperchen aus neuraler, glialer und bindegewebiger Komponente aufgebaut. Die gliale Komponente wird von fünf bis zehn Schwann-Zellen gebildet, die keilförmig übereinander gelagert sind und jeweils mehrere waagerecht orientierte lamellenartige Fortsätze besitzen, die die neurale Komponente, die Endverzweigungen der Axone, umhüllen. Ein bis sieben sensible Axone treten unter Verlust der Markscheide in das Meissner-Körperchen ein und bilden zwischen den sie umhüllenden Schwann-Zellen vesikulär aufgetriebene Endigungen aus, die der Reizaufnahme dienen. Die bindegewebige Komponente bildet mit ihren dem Perineurium entstammenden Zellen eine unvollständige Kapsel. Neben diesen drei Komponenten enthält das Meissner-Körperchen Kollagenfibrillen, die den aufgetriebenen Nervenendigungen benachbart sind und sich in das kollagene Bindegewebe der Dermis fortsetzen. Dadurch ermöglichen die sie zum einen die Verankerung der Sinneskörperchen in der Umgebung und zum anderen die Übertragung des einwirkenden Druckes auf die Nervenendigungen.