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Präparat 60: Leber (Schwein), v. Gieson

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Bindegewebssepten

zarte Bindegewebsplatten, die von der Kapsel eines Organs in dessen Parenchym einstrahlen und als Gerüst zur Strukturierung und Stabilisierung von Geweben beitragen

Parenchym

Gesamtheit der organspeziellen Zellen, die die spezifische Funktion eines Organs bedingen.

Leberläppchen

architektonische Baueinheit der Leber, die Unterteilung ist auf die Anordnung der Gefäße zurückzuführen. Je nach Betrachtungsweise lassen sich drei Einteilungen vornehmen: -Lobulus hepatis (klassisches Leberläppchen), -Portales Läppchen, und -Leberazinus.

V.centralis

Zentralvene; sie nimmt das Blut aus den Lebersinusoiden eines klassischen Leberläppchens auf und mündet in die Vv. hepaticae, die ihrerseits das Blut in die Vena cava inferior ableiten. Je ein Ast der V. centralis steht im Mittelpunkt des klassischen Leberläppchens.

Dieses Präparat zeigt eine Schweineleber in einer Färbung nach v. Gieson, mit der kollagene Fasern rot bis hellrot angefärbt werden. Die Schweineleber ist - im Vergleich zur normalen Leber des Menschen - reich an Bindegewebe und macht daher die Gliederung des Leberparenchyms durch Bindegewebssepten besonders deutlich. Die Bindegewebssepten gliedern das Parenchym der Leber (hier gelb angefärbt) in polygonale, gut voneinander abgrenzbare Läppchen, die klassischen Leberläppchen (synonym: Zentralvenenläppchen, Lobuli hepatis). Die Bindegewebszwickel zwischen den Läppchen bilden Periportalfelder, in ihnen liegen Anschnitte von Gallenwegen und Ästen der A. hepatica und Vena portae (Glisson-Trias). Im Zentrum der Läppchen findet man den Anschnitt der V. centralis (Zentralvene). An der natürlichen Oberfläche des Organs (hier nicht dargestellt) findet man eine Bindegewebskapsel.