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Präparat 64: Leber, Gallenwege, Darstellung durch Injektion von Berliner Blau, Gegenfärbung mit Kernechtrot

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Ductus interlobularis bilifer

Abschnitt der intrahepatischen Gallenwege, der die Fortsetzung der aus den Canaliculi biliferi hervorgegangenen Schalt- oder Zwischenstücke (Hering-Kanälchen) darstellt. Die interlobulären Gallengänge sind von einschichtigem isoprismatischem Epithel ausgekleidet und gehören zur Glisson-Trias der periportalen Felder.

Ductus hepaticus

der Ductus hepaticus communis geht in der Leberpforte aus dem Ductus hepaticus dexter und sinister hervor. Er leitet die Galle über den Ductus choledochus zum Duodenum. Die extrahepatischen Gallenwege sind von hochprismatischem Epithel ausgekleidet, das vereinzelt Becherzellen enthält. Die spärliche Lamina propria ist reich an elastischen Fasern und die Tunica muscularis besteht aus einer dünnen Schicht glatter Muskelzellen. Die Adventitia weist ebenfalls glatte Muskelzellen sowie mehrere Schichten elastischer Netze auf, außerdem enthält sie tubuloazinöse Drüsen, deren schleimiges Sekret der Galle beigemischt wird.

Ductus biliferi

(Gallengänge) Drüsenausführungsgänge, die das Sekret der Leber, die Galle, ableiten. Das Ausführungsgangsystem beginnt mit den Canaliculi biliferi, die in kurze Schalt- oder Zwischenstücke (Hering-Kanälchen) übergehen und dann in die interlobulären Gallengänge (Ductuli interlobulares biliferi) einmünden. Aus diesen gehen die Ductus biliferi hervor, die mit den Gefäßen verlaufen und über den Ductus hepaticus dexter bzw. sinister in die extrahepatischen Gallenwege übergehen.

Periportale Felder

Bindegewebszwickel, die je einen Ast der Vv. interlobulares, der Aa. interlobulares und der Ductuli interlobulares enthalten (Glisson-Trias). Sie entstehen an Stellen, an denen mehrere klassische Leberläppchen aneinanderstoßen.

Periportale Felder

Bindegewebszwickel, die je einen Ast der Vv. interlobulares, der Aa. interlobulares und der Ductuli interlobulares enthalten (Glisson-Trias). Sie entstehen an Stellen, an denen mehrere klassische Leberläppchen aneinanderstoßen.

Hepatozyten

polyedrische Zellen, die einen oder zwei locker strukturierte Zellkerne mit deutlichem Nukleolus aufweisen. Das Zytoplasma enthält zahlreiche Mitochondrien vom Kristatyp, viel glattes und schollenförmig angeordnetes raues endoplasmatisches Retikulum und schollige Glykogenablagerungen. Die Leberzellen stehen untereinander durch Nexus, Desmosomen und tight junctions in Verbindung und sind in Leberzellbälkchen (Leberbälkchen) radiär auf die Vv. centrales hin ausgerichtet. Zwischen den Leberzellbälkchen liegen die Lebersinusoide. Hepatozyten sind funktionell sehr vielseitig, die wichtigsten von ihnen produzierten Substanzen sind Galle und Plasmaproteine (Albumin, Globuline, Enzyme und an der Blutgerinnung beteiligte Proteine).

Hier wurde das Gallengangsystem der Leber (die intrahepatischen Gallenwege) retrograd über den Ductus hepaticus mit dem Farbstoff Berliner Blau gefüllt. Der Farbstoff hat sich in einigen Arealen bis in die feinsten Verästelungen der intrahepatischen Gallenwege ausgebreitet. Sehr auffällig sind die großen dunkelblau gefärbten Lumina der Ductus biliferi in den periportalen Feldern, von denen aus sich feinere und feinste farbgefüllte Gänge zwischen den Hepatozyten ausbreiten. Das Blutgefäßsystem der Leber (A. und V. interlobularis, Lebersinusoide und Zentralvenen) ist frei von Farbstoff. Die Anordnung der Leberzellbalken wird durch die rote Gegenfärbung sichtbar.