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Präparat 65: Leber (Meerschweinchen), Glykogennachweis, Färbung nach Best

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Glykogenmakromoleküle

stark verzweigte Moleküle aus D-Glucose in alpha-1,4-glykosidischer Verbindung, Glucosespeicher der tierischen Zellen.

Hepatozyten

polyedrische Zellen, die einen oder zwei locker strukturierte Zellkerne mit deutlichem Nukleolus aufweisen. Das Zytoplasma enthält zahlreiche Mitochondrien vom Kristatyp, viel glattes und schollenförmig angeordnetes raues endoplasmatisches Retikulum und schollige Glykogenablagerungen. Die Leberzellen stehen untereinander durch Nexus, Desmosomen und tight junctions in Verbindung und sind in Leberzellbälkchen (Leberbälkchen) radiär auf die Vv. centrales hin ausgerichtet. Zwischen den Leberzellbälkchen liegen die Lebersinusoide. Hepatozyten sind funktionell sehr vielseitig, die wichtigsten von ihnen produzierten Substanzen sind Galle und Plasmaproteine (Albumin, Globuline, Enzyme und an der Blutgerinnung beteiligte Proteine).

Die Leber ist der wichtigste Glykogenspeicher im Körper. Der Glykogenreichtum der Hepatozyten wird hier durch die Färbung mit Best´schem Karmin lichtmikroskopisch sichbar gemacht: Glykogen erscheint als rötlich gefärbtes, scholliges Material in den Zellen.