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Präparat 66: Verhornendes Plattenepithelkarzinom der Haut, H.-E.

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Karzinom

Bösartige, von epithelialem Gewebe ausgehende Neoplasie. Sie zeichnet sich durch die Kennzeichen bösartiger Tumoren aus: Invasives, destruierendes Wachstum, Metastasierung. Daneben zeigt ein Karzinom meist ausgeprägte zytologische Atypien (Chromatinvergröberung, Hyperchromasie, Kernpolymorphie) und eine Architekturstörung.

Metastase

Auch Filia (Tochter) genannte Absiedelung eines Primärtumors an anderer Stelle. Man unterscheidet Absiedelungen von Tumorzellen auf dem Lymphweg (lymphogene M.), Blutweg (hämatogene M.), in Körperhöhlen (kavitäre M.), in epithelialen Gangsystemen (kanalikuläre M., selten) und entlang von Stichkanälen (Impfmetastasen, z.B. nach Tumorpunktion).

Tumor

Der Begriff Tumor bezeichnet grundsätzlich eine Schwellung des Gewebes. So ist er auch Bestandteil der von Celsus definierten Merkmale einer Entzündung (Calor, Rubor, Dolor, Tumor). Zumeist wird der Begriff Tumor jedoch im Sinne einer autonomen Neubildung von Gewebe (Neoplasie) benutzt. Dabei muß aber auch wieder unterschieden werden zwischen einer gutartigen und einer bösartigen Geschwulst.

Ulkus

Ein tiefreichender Defekt einer Oberfläche. An der Schleimhaut reicht der Defekt tiefer als die Tunica mucosa und beschädigt die Submukosa (wenn der Defekt auf die Epidermis bzw. Mukosa begrenzt ist, sagt man Erosion). Ein Ulkus heilt in der Regel unter Narbenbildung, d.h. nicht folgenlos, aus. Die Begriffe Erosion und Ulkus werden in der Dermatologie zu den sog. "Sekundär-Effloreszenzen" gerechnet (die Effloreszenzen dienen zur Beschreibung von Hautveränderungen; "sekundär" bedeutet hier: die Effloreszenz entsteht aus einer bereits bestehenden Veränderung).

Plattenepithelkarzinome sind invasiv wachsende, metastasierende, bösartige Tumoren, die von Keratinozyten abstammen. Auf der Haut entstehen sie meist durch Sonneneinstrahlung. Deshalb treten sie dort auch meist in lichtexponierten Regionen auf. Links oben im Bild erkennt man regelrecht geschichtetes verhornendes Plattenepithel. Rechts oben ist dieses ulzeriert. Darunter sieht man den Tumor, der sich nahezu durch das gesamte Bild erstreckt. Nur links unten ist tumorfreies Stroma erkennbar. Im Randbereich des Tumors finden sich Lymphozyten.